Dieser einfache Satz hilft, schlechte Angewohnheiten loszuwerden

Schlechte Angewohnheiten Nägel kauen
Foto: CC0 Public Domain Pixabay

Schlechte Angewohnheiten wie etwa Rauchen oder Nägelkauen loszuwerden, ist gar nicht so einfach. Eine australische Psychologin ist jedoch überzeugt, dass eine einfache Formel helfen kann.

Man nimmt sich vor, abends keine Süßigkeiten mehr zu essen oder nicht mehr so viel Zeit am Smartphone zu verbringen – und tut es am Ende doch. Schlechte Angewohnheiten aufzugeben erfordert Disziplin und fällt vielen extrem schwer.

Die Psychologin Amantha Imber aus Melbourne glaubt jedoch, eine Lösung für das Problem gefunden zu haben. Imber zufolge muss man einfach nur laut aussprechen, dass man eine Angewohnheit nicht tut. Also zum Beispiel: „Ich esse kein Fastfood“ oder „Ich kaue keine Nägel.“ Solche Sätze kann man sowohl in Gesprächen mit anderen sagen, als auch alleine zu sich selber.

Das Gehirn überlisten

Imbers Technik klingt vielleicht erst einmal enttäuschend – ihre Erklärung erscheint jedoch logisch: Das Problem bei schlechten Angewohnheiten sei, dass sie tief in unserem Gehirn verankert seien und damit quasi zu unserem „Standart-Verhalten“ gehören. Um sie aufzugeben, müsse sich das Gehirn extrem stark anstrengen. In der Regel sei es leichter, wieder zum Standard-Verhalten zurückzukehren – und damit auch zur schlechten Angewohnheit.

Hier kommt nun Imbers Trick ins Spiel: Indem man sagt, dass man eine bestimmte Angewohnheit nicht tut, übernehme man die Kontrolle über sein Verhalten. Man überlistet gewissermaßen das eigene Bewusstsein, um das alte Standard-Verhalten zu überwinden.

Die Macht von Sprache

Zigarette, Rauchen
Eine der schlechtesten Angewohnheiten: Rauchen. (Foto: CC0 / Pixabay / Myriams-Fotos)

Wichtig sei dabei die richtige Wortwahl: Schlecht seien Sätze mit dem Verb „können“ – also etwa: „Ich kann keine Pommes zu meinem Burger essen.“. Viel wirkungsvoller sei die Aussage „Ich esse keine Pommes.“ Mit der Zeit verinnerliche man das Gesagte und es falle leichter, die schlechte Angewohnheit aufzugeben.

Die Psychologin hatte in der australischen Nachrichtensendung „Today“ über das Thema gesprochen, die britische Nachrichtenseite „The Independent“ berichtete über die Sendung. The Independent zufolge empfahl Imber außerdem, für Veränderungen vor allem die Zeit am Morgen zu nutzen. In der Früh sei die Willensstärke am größten.

Wer die Technik mal ausprobieren möchte, könnte zum Beispiel folgende Sätze versuchen:

  • „Ich kaufe keine Fertigprodukte.“
  • „Ich esse keine Schokolade mit Palmöl.“
  • „Ich trinke kein Wasser aus Plastikflaschen.“
  • „Ich nutze kein Einwegplastik.“

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(1) Kommentar

  1. Nur zur Anregung:
    Ich kaufe nicht (jedes/alle 2 Jahre ein neues) Elektrogeräte
    Ich trinke keinen oder nur fair gehandelten Kaffee
    Ich habe kein Auto
    Ich esse keine Süßigkeiten
    Ich schaue nicht (kaum) fern
    Ich esse kein Fleisch
    Ich kaufe kein Smartphone
    Ich trinke keinen Alkohol
    Ich buche keine Flugreisen
    Ich kaufe mir nicht immer die letzte Mode
    Ich kaufe keine Kosmetik
    Ich kaufe keine Schnittblumen
    Ich fahre nicht in den Wintersport
    Ich habe kein Haustier (und wenn bekommt es nur das nötigste)
    Ich betreibe keinen Wassersport
    Ich kaufe kein Feuerwerk
    Ich mache einen Bogen um Dekoartikel
    Ich trage keinen Schmuck
    Ich buche keine Kreuzfahrten
    Ich kaufe kein Plastikspielzeug

    Frei nach der 3-sat Sendung „Die 20 größten Konsumsünden“
    [http://www.3sat.de/page/?source=/specials/167253/index.html]

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