Präsentiert von:

- Anzeige -

Was der Wald für uns tut und wie du ihn schützen kannst

© Aaron Burden / Unsplash

Jedes Jahr werden weltweit Waldflächen von 300.000 Quadratkilometern abgeholzt – und die Politik schaut oft nur zu. Wir müssen dringend etwas ändern. Deshalb stellen wir dir sechs Dinge vor, mit denen du etwas für Wald und Klima tun kannst.

Der Wald spielt seit jeher eine wichtige Rolle im Leben der Menschen. Viele Kulturen verehrten den Wald und seine Bäume als Wohnsitz der Götter. In der Romantik wurde er durch die Arbeit von Dichter:innen und Maler:innen zum Symbol einer heilen Welt. Mit Einsetzen der Industrialisierung gewann der Wald als Erholungsort für die Menschen zunehmend an Bedeutung. Doch der Wald ist viel mehr: Er schenkt Sauerstoff zum Atmen, ist Lebensgrundlage für Tiere und Menschen und trägt zur Kühlung der Erdoberfläche bei. In Zeiten von Social Distancing und Abstandsregeln wird er sogar noch wichtiger: Wir können raus aus den eigenen vier Wänden, für kurze Zeit dem Alltagsstress entfliehen, uns bewegen und frische Luft tanken. Der Wald wird damit zu einem für alle zugänglichen Ort.

Doch nicht nur wir Menschen, auch der Wald ist zunehmend gestresst: Weltweit ist er auf dem Rückzug. Als Ökosystem leidet er unter uns, da wir Menschen ihn oft nur noch als Holzlager betrachten, aus dem wir uns hemmungslos bedienen können. Ein weiterer Effekt, der die Abholzung der Wälder vorantreibt, ist die oftmals illegale Nutzbarmachung von Flächen für die Landwirtschaft in tropischen Regenwäldern. Unter anderem für Weideland und den Anbau von Soja wird immer mehr Wald abgeholzt. Damit schaden wir am Ende nicht nur dem Klima, sondern auch uns selbst.

Das Gute ist: Wir können etwas tun, um Bäume und Klima zu schützen – und so den Wald auch für uns erhalten.

Das Ökosystem Wald und die Klimakrise

An den Ursachen der Klimakrise sind wir durch unser Verhalten maßgeblich mit beteiligt: Vor allem die durch den Menschen verursachten CO2-Emissionen schaden dem Klima und damit auch dem Wald. Im Durchschnitt liegen die jährlichen Treibhausgasemissionen pro Kopf in Deutschland bei 11,6 Tonnen CO2-Äquivalenten. Das ist fast doppelt so viel wie der globale Durchschnitt. Unser Konsum, die Ernährung, Heizen, Reisen und Stromverbrauch tragen dazu bei, dass immer mehr Treibhausgase wie CO2 in die Erdatmosphäre gelangen. Damit zerstört der Mensch unbewusst auch die Wälder und seine eigene Lebensgrundlage.

Nicht ohne Grund verbringen wir gerne Zeit in der Natur: Neben Ruhe und Erholung wirkt sich der Wald auch positiv auf die mentale Gesundheit aus. (© PRIMAKLIMA e. V.)

Waldspaziergänger:innen können die Folgen der Klimakrise am Ökosystem Wald direkt erleben. Durch die anhaltend trockenen Hitzesommer der letzten Jahre tragen Bäume und Wälder immer mehr empfindliche Schäden davon. Die Hitze schadet dem Wald dabei nicht immer direkt, aber häufig über Umwege. Denn nicht nur schwere Stürme und Brände können große Waldareale verschwinden lassen – sondern auch der massenhafte Befall von Borkenkäfern. So ernähren sich z.B. rindenbrütende Borkenkäferlarven von den Baumsäften unter der Rinde. Ist der Baum gesund, kann er das Eindringen der Tiere durch Ausharzen verhindern, ist der Baum jedoch beispielsweise durch Trockenheit geschwächt, schafft er es nicht mehr, sich zu schützen. Die Larven zerstören die „Lebensadern“ im Stamm und der Baum stirbt ab. Ausgetrocknete Fichtenbestände oder kahlgeschlagene Hänge prägen schon seit vielen Monaten das Landschaftsbild in den unterschiedlichsten Regionen. Scheinbar plötzlich bekam die Klimakrise damit auch in Deutschland ein ganz konkretes Gesicht.

Nicht zuletzt im Zuge der Corona-Pandemie kommen immer mehr Menschen für einen Waldspaziergang in die Natur auf der Suche nach etwas Ruhe und Erholung. Ob Joggen, mit dem Hund rausgehen oder eine lange Wanderung – die Natur tut uns gut und bietet vielen eine Möglichkeit trotz Abstand gemeinsam Zeit zu verbringen. Der Wald hat auch auf unsere mentale Gesundheit eine positive Wirkung: Die saubere Luft schenkt Körper und Seele einen Ausgleich. Wer für zwanzig Minuten in den Wald geht, reduziert messbar seinen Stresspegel. So wird laut einer Studie beispielsweise der Cortisolspiegel gesenkt, der Geist kommt zur Ruhe und die aktive Bewegung hält uns fit.

Respekt vor der Natur dient auch dem Menschen

Nachrichten über Brandrodungen von Regenwäldern und zunehmend sichtbaren Faktoren wie Hitzesommer mit tropischen Temperaturen und Sturmschäden durch stark ausgetrocknete Waldböden direkt vor unserer Haustüre stimmen immer mehr Menschen nachdenklich. Die Corona-Pandemie verstärkt diese Eindrücke noch, denn wer sich im Wald und der Natur aufhält ist direkt mit diesen Auswirkungen konfrontiert. Dadurch nehmen viele Menschen ihr eigenes Verhalten genauer unter die Lupe und wollen etwas tun, um die Umwelt nachhaltig zu schützen und damit auch die Wälder zu bewahren.

Wer sich im Wald aufhält, kann die Folgen des Klimawandels direkt erleben. Doch es gibt Wege, den Wald zu schützen. (© PRIMAKLIMA e. V.)

Die Lösung vieler großer Probleme beginnt mit kleinen Schritten. Du kannst deshalb dein Verhalten im privaten Umfeld überdenken und schauen, was du selbst bei Konsum, Ernährung, Reisen und Co. ändern kannst, um damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Klima und Umwelt beizutragen.

  • Versuche einfach mal, insgesamt weniger zu konsumieren. Leih dir beispielsweise Bücher in der Bibliothek aus, geh zu öffentlichen Bücherschränken oder stöbere in Second-Hand-Shops für Literatur. Das lohnt sich und du sparst dir den Kauf neuer Bücher.
  • Gut für Wald und Klima: Bestellt eure Werbepost ab. Damit spart man nicht nur eine Menge Papiermüll, sondern auch gleich ordentlich CO2.
  • Spende für Projekte, die das Pflanzen neuer Bäume ermöglichen, oder durch die alte Wälder geschützt werden können.
  • Die Natur und den Wald zu respektieren und bei einem Waldspaziergang den Wald auch Wald sein zu lassen, hilft nicht nur den Bäumen, sondern auch den dort lebenden Tieren. Benutze deshalb die ausgeschilderten Pfade, nimm deinen Müll wieder mit und beachte die Regeln für ausgewiesene Naturschutzgebiete.
  • Schau bei deinen Einkäufen genau hin, was in den Produkten verarbeitet ist. Für Palmöl beispielsweise werden häufig große Flächen Wald abgeholzt. Ein Verzicht auf solche Dinge hilft also mit, die Wälder zu beschützen.

Wald schützen & Baum verschenken

Der Wald als Lunge der Erde

Wenn einem der Schutz der Wälder am Herzen liegt, sollte man diese Tipps möglichst beachten – denn Wälder speichern eine Unmenge an CO2 und leisten so einen großen Beitrag für den Klimaschutz. Und wir Menschen könnten ohne den Sauerstoff der Bäume gar nicht atmen – sie sind als Lunge der Erde für Mensch und Umwelt unersetzlich.

Die Bilanz sieht aktuell aber leider eher ernüchternd aus: Es werden immer mehr Wälder abgeholzt, um die Flächen für landwirtschaftliche Zwecke zu nutzen. Eine Studie von fern.org zeigt, dass die EU zu den größten Importeuren sogenannter „verkörperter Entwaldungs“-Produkte gehört. Dabei geht es um Produkte, die auf illegal abgeholzten Flächen im tropischen Regenwald erzeugt werden, wie Rind, Leder, Soja und Palmöl. Wie die Studie von 2015 zeigt, gehört Deutschland neben England, Frankreich Holland und Italien zu den größten Verbrauchern dieser Produkte. Damit trägt also jede:r Konsument:in indirekt zur Abholzung von tropischen Regenwäldern bei. Langfristig führt das dazu, dass wir so auch unsere eigene Existenz zerstören, wenn wir nicht bald umdenken.

Das Waldwachstum in Deutschland hat der Atmosphäre zwar zuletzt jährlich 62 Mio. Tonnen Kohlendioxid entzogen und kompensierte damit rund sieben Prozent der Treibhausgas-Emissionen Deutschlands. Aber die Zukunft der Wälder ist durch die Klimakrise in Gefahr.

Wenn wir weiterhin in einem gesunden Umfeld leben wollen, müssen wir uns wieder als Teil der Natur begreifen und den Planeten entsprechend schützen und unterstützen. Für die Zukunft bedeutet das vor allem: Der Raubbau an der Natur muss beendet werden – denn wo keine gesunde Natur existiert, ist auch kein Raum für gesunde Menschen.

Wir müssen uns als Teil der Natur begreifen ohne diese unsere eigene Existenz gefährdet wäre. (© PRIMAKLIMA e. V.)

Projekte, um den Wald weltweit zu retten

Ein direkter und besonders nachhaltiger Weg etwas für den Wald zu tun ist, Bäume selber zu pflanzen oder Organisationen zu unterstützen, die sich mit Aufforstungsprojekten gegen die Klimakrise engagieren.

PRIMAKLIMA kümmert sich seit 1991 um dieses eine Thema. Damit ist der gemeinnützige Verein die älteste, ausschließlich auf Waldprojekte spezialisierte Klimaschutzorganisation Deutschlands. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Schutz bereits bestehender Wälder und der Pflanzung neuer, artenreicher Mischwälder. Durch Spenden werden weltweit Klimaschutzprojekte gefördert, von dem die Natur und die Menschen vor Ort langfristig profitieren

Wie bei dem Wald-Projekt in Nicaragua, wo der Verein Kleinbauernfamilien dabei unterstützt, unabhängiger zu werden – nicht nur finanziell, sondern auch in Bezug auf die Auswirkungen der Klimakrise, die in Nicaragua bereits deutlich spürbar sind. Das Land ist von Armut geprägt und der Wald ist für die Einwohner:innen Nicaraguas enorm wichtig. Denn die Bäume schützen sie bei starken Regenfällen vor Überschwemmungen und reichern die Böden mit wichtigen Nährstoffen an. Zuvor ausgezehrte Böden können sich regenerieren, Wasser speichern und so auch in Trockenzeiten die Menschen mit Wasser versorgen. Die Farmer*innen erhalten für die Pflege der Bäume faire Einkommen und können so ihre Lebensqualität deutlich verbessern.

PRIMAKLIMA Wald-Projekt in Nicaragua: Der Verein unterstützt Kleinbauernfamilien dabei, unabhängiger zu werden – finanziell und von der Klimakrise. (© PRIMAKLIMA e. V.)

Im Zentrum der Projekte steht aber natürlich auch der Klimaschutz, denn die wachsenden Wälder filtern große Mengen CO2 aus der Atmosphäre. Dank der Unterstützung von PRIMAKLIMA verfügt das Projekt inzwischen über eine breite Basis an Förder:innen. Die Zertifizierung nach dem Plan Vivo Standard belegt die Klimaschutzwirkung des Projekts und die Teilhabe der Menschen vor Ort. Denn Plan Vivo-Projekte werden nicht für, sondern von der lokalen Bevölkerung entwickelt und umgesetzt. Der Erfolg des Projekts hat dazu geführt, dass immer mehr Kleinbauern und Kleinbäuerinnen an dem Projekt teilnehmen und sich eine sichere Existenz aufbauen können. Die neuen Wälder schaffen für die Menschen neue Perspektiven.

Du suchst noch ein passendes Weihnachtsgeschenk? Verschenke einen Baum an deine Liebsten und schütze so gleichzeitig den Wald. (© PRIMAKLIMA e. V.)

Sich aktiv für Wälder zu engagieren kann ganz einfach sein. Neben der Möglichkeit direkt für Projekte zu spenden, kann man Bäume auch verschenken und so sein Engagement weitertragen. Dazu wählt man sein Wunschprojekt aus, entscheidet wie viele Bäume man spenden möchte und erhält direkt im Anschluss eine persönliche Urkunde, mit der man die Liebsten überraschen kann.

So viele Wege führen zu einem gesünderen Planeten und letztendlich sind es wir Menschen, die die Zukunft in der Hand haben. Die Zukunft des Waldes und unsere eigene. Denn wenn wir unsere Ökosysteme schützen und damit aufhören, den Planeten weiter auszubeuten, hat die Erde die Chance sich zu erholen. Und wir können auch weiterhin den Wald mit all seinen spannenden Facetten genießen.

Mehr über PRIMAKLIMA erfahren

Das könnte dich auch interessieren:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter: