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Schauen, riechen, schmecken – so erkennst du, ob Lebensmittel noch gut sind

© Adobe Stock / Alliance

Ein Grund für Lebensmittelverschwendung ist, dass viele Menschen auf das Mindesthaltbarkeitsdatum, aber nicht mehr auf ihre Sinne vertrauen – und Genießbares zu früh wegwerfen. Dabei lässt sich leicht herausfinden, ob das Produkt noch verzehrt werden kann.

Lebensmittel sind wertvoll. Trotzdem landen elf Millionen Tonnen Nahrungsmittel bei uns in der Tonne – jedes Jahr. Um diese Menge zu reduzieren, ist es wichtig, dass wir alle ein Bewusstsein für das Problem entwickeln.

Besonders erschreckend: Sechs Prozent unserer Lebensmittel im Müll enden dort nur, weil ihr Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht oder überschritten ist. Um auf Nummer sicher zu gehen, werfen manche Menschen Lebensmittel im Zweifelsfall lieber weg, obwohl diese in manchen Fällen noch genießbar wären. „Das Mindesthaltbarkeitsdatum bedeutet eben nicht, dass ein Produkt einen Tag später nicht mehr genießbar ist – es ist kein Verfallsdatum. Das verwechseln viele“, betont Bundesministerin Julia Klöckner.

Hier geht es zu einem Projekt gegen Lebensmittelverschwendung

Allein ein Drittel der genannten sechs Prozent betrifft Molkereiprodukte. Doch gerade Joghurt hält sich beispielsweise bedeutend länger, als das Mindesthaltbarkeitsdatum suggeriert – das ergab ein Test von Greenpeace. Anstatt einer Zahl auf dem Etikett blind zu vertrauen, sollten wir besser unsere Fähigkeit trainieren, Lebensmittel mit allen Sinnen zu prüfen: hinschauen, tasten, riechen oder probieren.

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Wirf Joghurt nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums nicht einfach weg, sondern mache davor einen Geschmackstest! (Foto: Pixabay)

Tipps zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung

Eine gute Orientierungshilfe bietet die Checkliste der Verbraucherzentrale Hamburg. Denn das Ziel, Foodwaste zu vermeiden, sollte natürlich nicht auf Kosten der eigenen Gesundheit verfolgt werden. Lebensmittelinfektionen und Schimmelpilzgifte können gefährlich sein – und was tatsächlich ungenießbar geworden ist, gehört in den Abfall. Mit einigen einfachen Methoden kannst du erkennen, was du noch ohne Bedenken essen kannst:

  • Butter hält sich mehrere Wochen oder sogar Monate länger als das Datum vermuten lässt. Sieht sie jedoch dunkelgelb aus, riecht und schmeckt ranzig und stechend, musst du sie wegwerfen.
  • Wenn du für Speisen rohe Eier verwendest, sollten sie auf jeden Fall das MHD einhalten. Ansonsten können sie noch etwa zwei Wochen länger verzehrt werden – sofern sie nicht faulig riechen oder – als gekochte Eier – faserig schmecken. Hilfreich ist auch der Wasserglas-Test: Frische Eier bleiben in einem Glas mit Wasser am Boden liegen. Etwas ältere Eier, die noch gegessen werden können, richten sich auf. Verdorbene Eier schwimmen oben.
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Auch bei Eiern hilft ein kleiner Test: Einfach Ei in ein Glas Wasser legen und prüfen, ob es nach unten sinkt. (Foto: Unsplash)
  • Frisch-Milch ist ungeöffnet in der Regel noch einige Tage, H-Milch einige Wochen länger genießbar als das MHD angibt. Beult die Milchtüte aus oder sieht der Inhalt flockig und geronnen aus, riecht und schmeckt die Milch sauer, ist sie verdorben. Aber Achtung: Das gilt nicht für H-Milch! Sie wird im Geschmackstest lediglich schleimig und bitter.
  • Milchprodukte wie Joghurt, Quark oder Schmand sind ungeöffnet tatsächlich bis einige Monate nach Ablauf des MHD noch genießbar, geöffnet immerhin ein paar Tage. Vorsicht ist geboten, wenn die Produkte an der Oberfläche Schimmel oder Bläschen bilden und muffig, vergoren und alkoholisch riechen – dann gehören sie aussortiert. Wenn sich bei Joghurt Flüssigkeit absetzt, ist das dagegen nicht schlimm, denn es handelt sich um natürliche Molke.
  • Verdorbenes Brot sieht schimmelig aus (wobei der Schimmel die Farben Weiß, Grün oder Blau haben kann), riecht muffig und schmeckt altbacken. In diesem Fall sollte es ganz entsorgt werden. Andernfalls kann es auch mehrere Tage nach Ablauf des MHD noch gegessen werden. Alternative: trockene Brotreste für Paniermehl, Knödel oder Croutons verwenden.
  • Marmelade kann noch mehrere Monate bis Jahre nach Ablauf gegessen werden. Hier reicht zur Beurteilung der Sehtest: Eine blassere Farbe bedeutet keinen Qualitätsverlust. Ist Schimmel im Glas, sollte man ihn bei Produkten mit mehr als 50 Prozent Zucker großzügig entfernen, bei weniger Zuckergehalt die Marmelade wegwerfen.
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Aufgrund des hohen Zuckergehalts hält sich Marmelade sehr lange. (Foto: Pixabay)
  • Frisches Fleisch (Geflügel, Kalb, Rind oder Schwein) muss nach Ablauf des Verbrauchsdatums entsorgt werden. Eine schmierige Oberfläche und ein strenger, leicht muffiger oder süßlicher Geruch sind Indikatoren dafür, dass es schlecht geworden ist. Verdorbenes Hackfleisch erkennst du an einer gräulich-grünlichen Farbe und fauligem, strengen Geruch. Vorsicht: Du solltest es auf keinen Fall mehr probieren, da die Gefahr einer Lebensmittelinfektion besteht!
  • Konserven halten zwar unbeschädigt und ungeöffnet mehrere Jahre, aber unendlich ist ihre Haltbarkeit nicht. Sind Dosen stark verbeult, eingeknickt, undicht oder rostig, sollte man sie direkt entsorgen. Sieht der Inhalt schimmelig aus, riecht gärig und sauer oder hat einen säuerlich-fauligen, beißenden, metallischen Beigeschmack, dann in den Müll damit! Wichtig: Dosenreste besser umfüllen, weil die Konserveninnenwände Stoffe abgeben können, und anschließend maximal zwei bis vier Tage im Kühlschrank lagern.
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Molkereiprodukte sind meist deutlich länger genießbar, als das Mindesthaltbarkeitsdatum verspricht. (© REWE-ZENTRALFINANZ eG)

„Kostbares retten“: Die Kampagne gegen Foodwaste von PENNY

Wenn du diese Tipps beherzigst und Lebensmittel mit deinen Sinnen untersuchst, statt sie voreilig wegzuwerfen, kannst du ganz konkret einen wichtigen Beitrag gegen Foodwaste leisten. Um mehr Menschen auf diese einfache, aber effektive Maßnahme aufmerksam zu machen, hat Bundesministerin Julia Klöckner gemeinsam mit PENNY die deutschlandweite Kampagne „Kostbares retten“ gestartet. PENNY unterstützt damit dauerhaft die Initiative „Zu gut für die Tonne!“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Erfahre mehr über Kostbares retten!

Die erste Aktion ist eine Milch-Sonderedition: Keine grasenden Kühe zieren diese Verpackung der PENNY-Eigenmarke, sondern ein großer Aufdruck. Er fordert dazu auf, sich nicht allein auf das MHD zu verlassen. Auch auf anderen Milchprodukten wie Sahne, Quark, Joghurt und Buttermilch signalisiert dauerhaft ein Aufdruck nahe dem MHD: „Riechen. Probieren. Genießen.“ Außerdem werden Produkte mit kurzer Haltbarkeit durch einen speziellen Sticker gekennzeichnet. Landet zum Beispiel der Käse oder die Butter mit bald ablaufendem MHD im Einkaufskorb, gibt es darauf 30 Prozent Rabatt.

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Die neue Milch-Sonderedition macht auf den Sinnestest aufmerksam, um Foodwaste zu vermeiden. (© REWE-ZENTRALFINANZ eG)

PENNY engagiert sich seit Jahren mit vielen Strategien gegen Foodwaste: Rund 99 Prozent seiner Produkte werden verkauft – der größte Teil dessen, was übrig bleibt, geht seit 2007 kostenlos an die lokalen Tafeln. Mit den Eigenmarken „Naturgut Bio-Helden“ und „Naturgut Junior-Helden“ verkauft der Discounter Bio-Gemüse und -Obst mit kleinen Schönheitsfehlen und von Bauern, die auf ökologischen Landbau umgestiegen sind. Für sein Engagement ist PENNY jetzt sogar für den „Zu gut für die Tonne!“-Bundespreis 2019 nominiert.

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