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Haute-Provence: nachhaltiger Tourismus gegen verschwindende Dörfer

Wikinger Reisen – Nachhaltiger Tourismus in der Haute Provence, ein Reisebericht.
Foto: © Wikinger Reisen

Die Haute-Provence ist eine kleine Region im südöstlichen Teil Frankreichs und ein wahres Paradies für Naturliebhaber und Aktivurlauber. Wer nachhaltig und naturnah reisen möchte, reist hier goldrichtig – und unterstützt nebenbei eine Region, die unter Landflucht leidet.

Die Haute-Provence ist vor allem bekannt für ihre endlos scheinenden Lavendelfelder und ihre ursprüngliche Landschaft. Weite Weiden und Wälder, die fantastischen Gipfel des Alpengebirges und charaktervolle Dörfer umrahmen die tief violett-blau gefärbten Lavendelfelder.

Haute-Provence und nachhaltiger Tourismus

Was viele nicht wissen: Die Bergregionen der Provence leiden seit Beginn des 19. Jahrhunderts an Bevölkerungsschwund. Zu den Ursachen gehört, dass es in den Dörfern kaum fließend Wasser oder Strom gibt. Hinzu kommt die schlechte Verkehrsanbindung, teilweise gibt es keine geteerten Straßen. Aber das Hauptproblem ist, dass es in der Haute-Provence keine Jobs gibt.

Um der Entvölkerung der Dörfer entgegen zu wirken kam man auf die Idee, Hütten im Wald und Häuser verlassener Dörfer für Wanderer und Schüler wieder herzurichten. 1996 wurde von Jean-Luc Rouquet das Projekt „Retrouvance“ (Wiederfindung/Wiederentdeckung) für nachhaltigen Tourismus ins Leben gerufen.

Rouquet ist Chef des Ökotourismus der nationalen Forstbehörde und will mit dem Projekt die Kultur, die Dörfer und ihre Geschichten bewahren. Außerdem möchte er Arbeitsplätze schaffen, damit nicht noch mehr Menschen ihre Dörfer verlassen müssen. Er betreut das Programm selbst, über das man die Häuser zum Beispiel für Urlaub oder Feierlichkeiten mieten kann. Schüler sollen in den renovierten Häusern außerdem lernen können und etwas über Umweltschutz und Nachhaltigkeit erfahren.

Tourismus gegen verschwindende Dörfer

Inzwischen wurde ein kleines Dorf komplett wieder zum Leben erweckt: Peyresq. Die einst verfallenen Häuser wurden originalgetreu aufgebaut und es entstand ein humanistisches Dorf.

Mittlerweile wird der Ort unter anderem von Studenten der Universität Brüssel genutzt, welche dort ihr Wissen erweitern. Auch kleine Familien oder Senioren mit kleinem Budget können dort Urlaub machen.

Wunderbare und nachhaltige Projekte wie dieses erhalten nicht nur die Dörfer mit ihrem kulturellen und geschichtlichen Wert, sondern schaffen auch Orte des Wissens für Schüler sowie Unterkünfte für Wanderer, die die beeindruckende Natur des Landes erleben möchten.

Auf der von Wikinger Reisen veranstalteten Tour durch die „Verschwundenen Dörfer der Haute-Provence“ sind Wanderfans in Berghütten in Rabou, Rabioux, Chaudun und Agnielles untergebracht und tragen zur Wiederbelebung der Dörfer bei.

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