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Orangensaft: Warum wir darüber reden sollten

© Maurice Ressel

Orangensaft liefert Vitamine, hat eine positive Wirkung auf den Magen und soll obendrein für gute Laune sorgen. Fast jeder mag „O-Saft“ – was aber keiner hören will: Die Arbeitsbedingungen auf den Orangenplantagen sind schlecht, die Früchte wachsen oft in Monokulturen und unter intensiver Nutzung von Pestiziden. Doch Konsumenten können etwas tun.

Orangen gedeihen, wie alle Zitrusfrüchte, am besten in den Tropen, in subtropischen Regionen sowie in mediterranem Klima. Sie benötigen viel Sonne und Wärme. Bei zu großer Hitze ist intensive Bewässerung notwendig, während Frost zur Blütezeit die Ernte schädigen kann.

Orangensaft REWE Fairtrade nachhaltig
Im Mittelpunkt der Initiative der REWE Group stehen ganz klar die Arbeiter auf den Plantagen. (© Maurice Ressel)

Knapp 80 Prozent der weltweiten Orangensaft-Exporte stammen aus Brasilien – so auch der größte Teil des in Deutschland angebotenen Safts. Wichtigste Anbauregion ist das Gebiet um Sao Paulo, der sogenannte Zitrusgürtel.

Die Arbeit auf den dortigen Plantagen ist hart. Orangen werden meist per Hand geerntet, denn sie können innerhalb desselben Baums höchst unterschiedlich reifen. Blüten und reife Früchte sind nicht selten enge Nachbarn. Die Arbeiter stehen unter hohem Leistungsdruck. Viele schuften mehr als zehn Stunden am Tag und erhalten häufig weniger als den gesetzlichen Mindestlohn. Es gibt niemanden, der sich für ihre Belange einsetzt, denn gewerkschaftliche Organisationen sind auf den Plantagen oft nicht gestattet.

Anbau im industriellen Maßstab

Die Orangen werden auf Großplantagen in industriellem Maßstab auf Flächen von oft mehreren tausend Hektar angebaut. Dies macht die Orangenbäume anfällig für Pflanzenkrankheiten und Schädlingsbefall. Entsprechend intensiv müssen sie von der konventionellen Landwirtschaft mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden.

„Als Monokultur steht der Orangenanbau in Brasilien vor einer Reihe von Herausforderungen, angefangen bei den eingesetzten Pestiziden, die sich auf die heimische Artenvielfalt auswirken können und unzureichendem Gesundheitsschutz bis zu mangelnder Arbeitssicherheit“, erläutert Claudia Brück, Vorstand Kommunikation, Kampagnen und Politik bei Fairtrade.

Ein Großteil der Früchte wird in den Fabriken von nur drei Großkonzernen gepresst, die etwa 90 Prozent des Marktes für Orangensaft im Land bedienen. Sie besitzen auch eigene Plantagen sowie Schiffe für den Export der Orangensafterzeugnisse. Nach Beobachtung von Fairtrade haben die Oligopolstellung der Konzerne und die Marktmacht der Großplantagen teils existenzielle Auswirkungen auf die wirtschaftliche Situation von kleineren Plantagen, Kleinbauernfamilien, Fabrikarbeitern und Pflückern. „Durch die Konzentration auf nur wenige Großbetriebe werden nachhaltiger wirtschaftende Kleinbauern aus dem Markt gedrängt“, betont Claudia Brück.

Rückverfolgbar durch getrennte Verarbeitung

Dort setzt eine Initiative der REWE Group an: Als eine der ersten Handelsketten in Deutschland verkaufen REWE und PENNY seit April 2019 unter den Eigenmarken REWE Beste Wahl und Paradiso (PENNY) sogenannten segregierten Fairtrade-zertifizierten Orangensaft. „Segregiert“ heißt: Die Lieferkette der für diesen Saft verwendeten Früchte ist von den Warenströmen konventioneller Orangensäfte getrennt. Das beginnt beim Transport vom Feld und geht über die Verarbeitung im Presswerk und dem Transfer nach Europa bis zur Verarbeitung. So ist eine Vermischung von konventionellem und Fairtrade-zertifiziertem Saft ausgeschlossen und die Lieferkette ist rückverfolgbar.

Orangensaft REWE Fairtrade nachhaltig
Die Lieferkette des segregierten Fairtrade-zertifizierten Orangensafts ist jederzeit rückverfolgbar. (© Maurice Ressel)

„Es war uns wichtig, mit den brasilianischen Kleinbauern und Fairtrade gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die einen nachhaltigen Anbau unterstützen und die die Situation der Menschen vor Ort verbessern“, erläutert Jan-Peer Brenneke, Vorstand der REWE International AG und Bereichsvorstand für Ware Handel International der REWE Group. Im Mittelpunkt stehen Menschen auf den Plantagen, die die Saftorangen der REWE– und PENNY-Säfte ernten: Bauern, Erntehelfer, Führungskräfte und technische Berater in den Bundesstaaten Parana, Rio Grande do Sul und Sao Paulo. Sie erhalten Hilfe zur Selbsthilfe: Schulungsprogramme machen sie mit landwirtschaftlichen Methoden vertraut, die nicht nur die Produktion steigern, sondern auch die Arbeitsbedingungen verbessern und die Umwelt schonen.

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Für die Herstellung des segregierten Fairtrade-zertifizierten Orangensafts werden ausschließlich Früchte aus Fairtrade-zertifizierten Kleinbauernkooperationen genutzt. „Durch Fairtrade erhalten die Bauern einen Mindestpreis, der bei niedrigen Marktpreisen greift und ihnen Planungssicherheit bietet. Zudem erhalten sie eine Prämie, die für Gemeinschaftsprojekte der jeweiligen Kooperative eingesetzt wird“, betont Fairtrade-Vorstand Brück.

Orangensaft REWE Fairtrade nachhaltig
Der Orangensaft von REWE Beste Wahl und Paradiso (PENNY). (© REWE Group)

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