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Wie Palmöl, Bio-Anbau und fairer Handel zusammenkommen

© Rapunzel

Produkte mit Palmöl genießen keinen guten Ruf. Viele Menschen wissen inzwischen, dass der Anbau der Ölpalmen oft große Schäden verursacht – an der Natur, aber auch für Mensch und Tier. Was viele Menschen dagegen nicht wissen: Palmöl ist nicht gleich Palmöl! Es gibt nämlich nicht nur konventionelles Öl, sondern auch biologisch angebautes Palmöl aus fairem Handel.

Fair-Trade-Vereinbarungen bieten Plantagenarbeitern vor Ort ein verlässliches Einkommen und haben nichts mit den Horrorszenarien zu tun, die über Palmöl kursieren. Ganz im Gegenteil. Sie sind die Garantie dafür, dass solche Szenarien endlich der Vergangenheit angehören. Bio-Hersteller wie Rapunzel gehen voran, damit auch andere Hersteller auf faires und umweltverträgliches Palmöl aufmerksam werden. Ziel ist es, die ganze Industrie zum Umdenken zu bringen.

Die Ölpalme an sich ist nicht der Übeltäter, sondern die Frage, wo und unter welchen Umständen sie angepflanzt wird. Wenn die Palme biologisch angebaut und ihr Öl fair gehandelt wird, kann sie Bauern, Pflanzen- und Tierwelt mehr nutzen als schaden. Genau wie bei anderer Bio-Landwirtschaft, ist auch bei Palmöl eine umweltschonende Produktion möglich, für die kein Regenwald gerodet, keine Böden ausgelaugt und keine Tiere und Menschen vertrieben werden müssen.

Der WWF sieht das genauso. Die Umweltschutzorganisation fordert seit Langem die vollständige Umstellung der Industrie auf zertifiziertes und, im Idealfall, ökologisch angebautes Palmöl. In ihrem Palmöl-Check 2017 schreiben die Umweltschützer: „Einige wenige Unternehmen nutzen Bio-Palmöl und gehen damit einen großen Schritt voran.“ Noch sind solche Firmen in der Minderheit: Von 255 Unternehmen, die der WWF zu ihrem Umgang mit Palmöl befragte, erreichten gerade mal fünf die höchsten Bewertungen, was zwei Prozent entspricht. Eines dieser Unternehmen ist Rapunzel. Der Bio-Pionier aus dem Allgäu ist unter anderem für Schokocremes wie Samba oder bionella bekannt und hat sich früh für faires und nachhaltig angebautes Bio-Palmöl entschieden.

Rapunzel - nachhaltiger Anbau von Palmöl
Kaum zu erkennen: Inmitten seines Ölpalmenhains steht Bauer Kwadwo umringt von Ölpalmen, Avocado, Ananas, Kakao und Kaffee – Mischkultur statt Regenwaldrodung. (© Rapunzel)

Mischkultur, organischer Dünger, keine Pestizide – und trotzdem Palmöl

Wie Palmöl ökologisch korrekt erzeugt wird, kann man in Ghana studieren. Dort existiert das Bio-Palmölprojekt von Serendipalm, von dem auch Rapunzel das Palmöl für seine Nuss-Nougat-Cremes bezieht. Rund 600 Kleinbauern bewirtschaften dort eine 1.700 Hektar große Anbaufläche. Serendipalm, das seit 2009 existiert, ist das weltweit erste Projekt zur Herstellung von zertifiziert fairem Bio-Palmöl.

Was die Serendipalm-Plantagen in Ghana von konventionellem Ölanbau in Indonesien oder Malaysia unterscheidet? Die respektvolle Herangehensweise: So wurden in Ghana keinerlei Waldflächen gerodet – schon seit Generationen nutzen die Bauern diese Flächen landwirtschaftlich. Damit der Boden fruchtbar bleibt, stecken sie viel Arbeit in die natürliche Düngung. Wenn die Ölfrüchte reif sind, schlägt der Bauer die orangefarbenen Fruchtbündel mit einem scharfen Langmesser von der Palme ab. Das Abzupfen und Reinigen der Früchte übernehmen meist Frauen. Sie erkennen genau, welche Früchte unbeschädigt sind und sich für die Ölproduktion eignen.

Rapunzel Palmöl fair und bio
Die Arbeiterinnen vom Hand in Hand-Fairhandels-Partner Serendipalm quittieren den Erhalt ihres regelmäßigen Lohns mit ihrem persönlichen Fingerabdruck. (© Rapunzel)

Fairer Handel = bessere Löhne und Arbeitsbedingungen

Serendipalm ist auch Partner von Rapunzels Fair-Trade-Programm „Hand in Hand. Das bedeutet, dass die Bauern und Arbeiter einen Preis für ihre Arbeit bekommen, der deutlich über dem Marktniveau liegt. Zusätzlich erhalten sie eine Bio- und Fair-Trade-Prämie. Ebenso wichtig für die Menschen vor Ort: Sie wissen, dass ihre Ernte korrekt gewogen wird, das Geld pünktlich und zuverlässig gezahlt wird – in Ghana leider nicht immer selbstverständlich. Außerdem schätzen die Bauern, dass die Agrar-Ingenieure von Serendipalm sie unterstützen.

Mehr über das Anbau-Projekt in Ghana

Rapunzel Palmöl
Rebecca Afrah profitiert bei Serendipalm von den besonders sozialen und fairen Arbeitsbedingungen. (© Rapunzel)

Das Abzupfen und die Ölpressung übernehmen hauptsächlich Frauen aus der Umgebung, insgesamt rund 150, viele ungelernt und ohne Beschäftigungsalternative. Jeden Abend erhalten sie ihr Geld, der Arbeitslohn liegt deutlich über dem gesetzlichen Mindestlohn; auch die Sozialleistungen übersteigen die landesüblichen Standards. So erhalten alle Angestellten Lohnfortzahlung bei Krankheit und im Mutterschutz, außerdem Oster- und Weihnachtsgeld. Mittags gibt es kostenloses, frisches Essen.

Der faire Handel hat für sauberes Trinkwasser aus neuen Tiefbrunnen gesorgt, ein Wohnheim für Krankenschwestern entstehen lassen und Unterrichtsmaterialien für die Schulkinder ermöglicht. Die gesamte Region profitiert davon. Dank des fairen Verdienstes besuchen die Kinder der Bauern eine gute Schule. Denn die Frauen und Männern wissen, dass Bildung der Schlüssel für eine gesicherte Zukunft ist.

Wieso ist Palmöl in so vielen Lebensmitteln enthalten?

Rapunzel verwendet Palmöl hauptsächlich für seine süßen Brotaufstriche wie Samba. Fast täglich erhält das Unternehmen E-Mails oder Anrufe von Kunden, die sich eine Alternative zu Palmöl wünschen – doch der Bio-Hersteller hat sich bewusst entschieden, das seit 1990 bewährte Samba-Rezept beizubehalten. Warum?

Palmöl ist nicht umsonst das meist angebaute Pflanzenöl der Welt. Der große Vorteil des Öls: Bei Raumtemperatur ist es von Natur aus fest. Anders als andere Fette kann Palmöl auch einen hohen Anteil anderer, flüssiger Öle binden. Das ist für Cremes mit einem hohen Nussanteil, wie der Haselnuss-Schoko-Creme Samba, wichtig: Das Bio-Palmöl verhindert, dass sich das nusseigene Öl an der Oberfläche absetzt, und sorgt so dafür, dass sich die Creme optimal verstreichen lässt.

Stephen Hubbes, Leiter der Produktentwicklung bei Rapunzel, erklärt: „Würden wir Bio-Palmöl durch andere Fette austauschen, müssten wir für die gleiche Konsistenz teilgehärtete Fette einsetzen. Bei der Härtung von Fetten entstehen Transfettsäuren, die nachweislich gesundheitsschädigend sind, daher kommt diese Methode für uns nicht in Frage. Eine andere Möglichkeit wäre, Emulgatoren oder andere Bindemittel einzusetzen statt Bio-Palmöl, was ebenso nicht zu Rapunzel passt.“

Rapsöl ist nur auf den ersten Blick eine gute Alternative

Immer wieder bringen Palmöl-Gegner regionalere Alternativen wie z.B. Rapsöl in die Diskussion. Doch die Verwendung von Rapsöl würde den Flächenbedarf massiv erhöhen, denn Palmöl ist pro Hektar dreimal so ertragreich wie Rapsöl. Das Gleiche gilt für andere pflanzliche Öle wie Sonnenblumenöl. Palmöl und Bio-Palmöl durch andere pflanzliche Öle zu ersetzen, würde mit hoher Wahrscheinlichkeit großen Schaden anrichten: Weltweit würden 1,4 Millionen Hektar zusätzliche Anbaufläche benötigt, um den Palmölbedarf durch andere Öle auszugleichen.

Bio-Hersteller wie Rapunzel setzen fair gehandeltes Bio-Palmöl aus Ghana also aus guten Gründen ein – und mit guten Gewissen. Das Palmöl in Rapunzel-Produkten hat nichts mit den „Ölkatastrophen“ zu tun, die in Südostasien leider immer noch vorkommen. Im Gegenteil. Rapunzels Fair-Trade-Programm „Hand in Hand“ beweist, dass Palmöl auch nachhaltig und im Einvernehmen mit Natur und Menschen gewonnen werden kann. Es gibt auch eine gerechte Seite des globalen Wirtschaftssystems, die so viel Wertschöpfung wie möglich im Ursprungsland belässt.

Rapunzel Produkte mit fairem bio Palmöl
Der Klassiker unter den Schoko-Nuss-Aufstrichen „Samba“ von Rapunzel enthält 45 % Haselnüsse und fair gehandeltes Bio-Palmöl. (© Rapunzel)

Ist Palmöl ungesund?

Nein. Palmöl ist wie anderen Pflanzenöle grundsätzlich unbedenklich. Es besteht von Natur aus zu rund 50 % aus einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren und enthält damit wesentlich mehr ungesättigte Fettsäuren als beispielsweise Kakaobutter oder Kokosfett. Palmöl darf nur nicht chemisch verändert oder gehärtet sein, was bei einem Bio-Hersteller wie Rapunzel nicht vorkommt. In 100 g Palmöl stecken zwischen 60 und 100 mg Vitamin E. Dieses Vitamin E setzt sich in hohem Maß aus Wirkstoffen zusammen, die für ihre starke antioxidative Wirkung bekannt sind.

Produkte von Rapunzel entdecken

Hier findest du mehr Informationen zu fairem und biologischem Palmöl: 

 

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