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4 Tipps – so handelst und lebst du klimaneutral

© Thinkstock - Vladimir Surkov

Alle sprechen gerade über den Klimawandel. Viele Menschen machen sich Sorgen und möchten ihren Beitrag dazu leisten, den Klimawandel zu stoppen. Doch wie lebt man klimaneutral und worauf muss man dabei achten?

Ausstoß von Treibhausgasen verursacht Erderwärmung

Verantwortlich für den Klimawandel ist der Anstieg der sogenannten Treibhausgase in der Atmosphäre, die die Erderwärmung verursachen. Die wichtigsten Treibhausgase sind Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Stickstoff (N2). Ihr Einfluss auf die Erderwärmung wird als Treibhauspotential bezeichnet und in CO2-Äquivalenten (CO2e) gemessen. Das Treibhauspotential beziffert den relativen Beitrag zum Treibhauseffekt im Vergleich zur gleichen Menge CO2. Im Weiteren sprechen wir vom CO2-Ausstoß.

Laut Umweltbundesamt erzeugt jeder Deutsche durchschnittlich 11,61 Tonnen CO2 im Jahr. Ziel ist es laut der Behörde, den Wert auf unter 1 Tonne pro Person und Jahr zu reduzieren.

1. CO2-Ausstoß ermitteln

Um dein Leben klimafreundlicher zu gestalten, ist es wichtig, zunächst einmal festzustellen, wieviel CO2-Ausstoß du verursachst. Mit dem Klimarechner des Umweltbundesamtes kannst du deinen CO2-Ausstoß berechnen.

Mithilfe des CO2-Rechners, erstellst du zunächst dein CO2-Profil unter Angabe von Geschlecht, Alter und Gewicht. Auch Informationen über Wohnung und Mobilität werden gefragt. Anhand dieser Angaben wird ein erster Wert ermittelt.

Anschließend kannst du eine CO2-Bilanz erstellen. Hierzu werden die ersten Angaben übernommen und detailliertere Fakten zu den Bereichen Heizung, Strom, Mobilität, Ernährung und sonstiger Konsum abgefragt. Anschließend ermittelt der CO2-Rechner dein persönliches Ergebnis und stellt es dem deutschen Durchschnitt gegenüber.
CO2-Fußabdruck der BKK ProVita

2. CO2-Ausstoß reduzieren

Um klimaneutral zu leben, musst du deinen CO2-Ausstoß reduzieren. Hierzu gibt es viele Möglichkeiten in allen Lebensbereichen. Die wichtigsten werden hier vorgestellt.

BKK ProVita gesundheit klimaneutral nachhaltig leben
Ob Ernährung, Mobilität oder Wohnen – in vielen Lebensbereichen kannst du deinen CO2-Ausstoß reduzieren. (© Thinkstock)

Klimaneutral Heizen

Bei der Beurteilung der Wohnsituation sind zwei Aspekte besonders bedeutsam: zum einen, wie das Haus bzw. die Wohnung gedämmt ist, zum anderen die Art der Heizung, der Jahresverbrauch und ob man über zusätzliche Wärmequellen wie Öfen oder Solaranlagen verfügt. Dabei schneiden fossile Energieträger wie Heizöl, Flüssiggas und Steinkohle besonders schlecht ab. Sehr gut werden Fernwärme und Holz (Holz-Pellets, Hackschnitzel und Stückholz) bewertet. Beim Brennstoff Holz geht man davon aus, dass die Bäume beim Wachsen genauso viel CO2 binden, wie sie beim Verbrennen wieder freisetzen.

Strom

Der Anteil von Kohle-Strom und Kernenergie liegt laut Bundesumweltamt in Deutschland bei knapp 50 Prozent des erzeugten Stroms. Wenn du klimaneutral handeln willst, musst du unbedingt Ökostrom nutzen.

Auch hier gibt es Unterschiede und verschiedene Ökostrom-Labels. Das Label „Grüner Strom“ garantiert, dass der Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammt und verpflichtet die Ökostromanbieter zusätzlich dazu, einen festen Betrag pro Kilowattstunde in den Ausbau Erneuerbarer Energien und innovativer Energiewende-Projekte zu investieren. Zu den Ökostromanbietern mit „Grüner Strom“-Label gehört die Firma Polarstern, die zusätzlich Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern fördert. Weitere Anbieter findest du in der Utopia-Bestenliste.

Mobilität

Um deinen CO2-Ausstoß im Bereich Mobilität zu ermitteln, gibst du an, ob und wenn ja, welches Fahrzeug du benutzt. Gefragt wird, welche Antriebsart – Verbrennungsmotor oder elektrisch – Kraftstoff-Art, Verbrauch und jährliche Fahrleistung.

Um deinen CO2-Ausstoß so gering wie möglich zu halten, solltest du so wenig wie möglich mit einem kraftstoffbetriebenem Auto fahren. Öffentliche Verkehrsmittel Fahrgemeinschaften oder E-Autos schneiden hier deutlich besser ab. Auch durch das Reduzieren der Geschwindigkeit um 20 km/h kannst du den CO2-Ausstoß um ca. 20 Prozent verringern.

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Fahrrad fahren ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch gut für die Gesundheit. (© Thinkstock )

Als größte Klimakiller gelten Flugreisen. Wenn du dennoch fliegen willst oder musst, kannst du den dabei erzeugten CO2-Ausstoß über Internetportale wie Atmosfair ermitteln und dort auch gleich durch Zahlung eines bestimmten Betrages kompensieren. Der Flug von München nach Berlin kann z. B. durch die Zahlung von rund 10 Euro kompensiert werden.

Ernährung

Was wir essen, hat ebenfalls große Auswirkungen auf das Klima. Pflanzenbasierte Ernährung ist wesentlich umweltfreundlicher als der Konsum von Fleisch, denn die Massentierhaltung gilt als einer der größten Klimakiller. Beim CO2-Rechner des Bundesumweltamtes wird ein geschätzter Wert ermittelt. Willst du genau wissen, wieviel CO2 dein Essen verursacht, geht das mit der Internetseite von Klimatarier. Hier kannst du die Klimawirksamkeit eines jeden Gerichtes ermitteln. Du ziehst einfach per „Drag and Drop“ alle Zutaten auf einen symbolischen Teller, dann wird der CO2-Ausstoß ermittelt. Dabei spielt natürlich eine Rolle, ob Fleisch oder Gemüse, aber auch, ob du regionales und saisonales Essen bevorzugst.

Erfahre hier mehr über eine pflanzenbasierte Ernährung

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Starte deinen Tag mit einer ausgewogenen und pflanzenbasierten Ernährung. (© Thinkstock )

Klimaneutral Einkaufen

Auch dein Konsumverhalten hat große Auswirkungen auf deine Klimabilanz. Wenn du öfter gebrauchte Gegenstände kaufst und deine Kleidung länger als zwei Jahre trägst, schont das die Umwelt. Laut Bundesumweltamt erzeugen 300 Euro monatliche Konsumausgaben einen jährlichen CO2-Ausstoß von drei Tonnen.

3. CO2-Ausstoß neutralisieren

Den CO2-Ausstoß, den du jährlich verursachst, kannst du neutralisieren. Dies geschieht in der Regel durch die Zahlung an eine der verschiedenen Organisationen, die mit deinem Geld Umweltschutzprojekte in Entwicklungsländern unterstützen. Für die Kompensation von einer Tonne CO2-Ausstoß bezahlst du zwischen vier und zwölf Euro.

4. Die richtigen Partner wählen

Durch die Wahl deiner Geschäftspartner hast du auch Einfluss darauf, wie sich Unternehmen verhalten. Viele Firmen haben die Zeichen der Zeit erkannt und achten auf Umweltschutz, Gemeinwohl und Klimaneutralität. So kann man bei der Deutschen Post mit dem Programm GoGreen seine Post klimaneutral versenden und Banken unterziehen sich freiwillig einem sogenannten Nachhaltigkeits-Rating.

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Auch Unternehmen stehen in der Verantwortung klimaneutral zu handeln. (© Thinkstock)

Die BKK ProVita – die erste klimaneutrale Krankenkasse mit Gemeinwohl-Bilanz

Die gesetzliche Krankenkasse BKK ProVita ist die Krankenkasse für ganzheitliche Gesundheit, Nachhaltigkeit und pflanzenbasierte Ernährung. Sie handelt klimaneutral und erstellt Gemeinwohl-Bilanzen nach den Vorgaben der Gemeinwohl-Ökonomie für ein faires Miteinander. Unter www.bkk-provita.de/nachhaltigkeit hat sie ihre Bemühungen für Umweltschutz zusammengefasst. Im Dezember 2018 erhielt die BKK ProVita zusammen mit ProVeg für das gemeinsame Projekt „Aktion Pflanzen-Power“ den Umweltschutzpreis der Vereinten Nationen „Momentum for Change“ in der Kategorie „Planetary Health“. Der Preis ging zum ersten Mal nach Deutschland und betont die positiven Auswirkungen pflanzlicher Ernährung auf das Klima.

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