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Wald und Gesundheit: 8 erstaunliche Fakten

© Chad Madden / Unsplash

Frische Luft, Ruhe, viel Grün: Ein Aufenthalt im Wald tut gut, entspannt, beruhigt – und hat auch Auswirkungen auf unsere Gesundheit.

Einen ausgedehnten Spaziergang, joggen, mit dem Hund rausgehen – all das machen wir lieber im Wald als in der Stadt. Die Natur tut uns gut, das dürfte jeder schon mal erlebt haben.

Doch der Wald hat nicht nur auf unsere mentale Gesundheit eine positive Wirkung. Dafür gibt es immer mehr wissenschaftliche Belege. In Japan ist in den letzten Jahren ein regelrechter Hype um den Wald ausgebrochen. Das sogenannte Waldbaden, Shinrin-yoku, gehört dort seit einiger Zeit zur Gesundheitsvorsorge. In Deutschland fangen wir gerade erst damit an, den Wald als Heilverfahren in unser Gesundheitssystem zu integrieren. Dabei zeigten erste Studien schon in den 80er Jahren positive Effekte.

1. Blick ins Grüne

Eine der frühesten wissenschaftlichen Studien zum Thema Wald und Gesundheit veröffentlichte der schwedische Forscher Roger Ulrich 1984 im renommierten Wissenschaftsmagazin Science. Seine Ergebnisse weisen darauf hin, dass allein der Blick auf einen Baum einen messbar positiven Effekt hat.
Er zeigte in einer Untersuchung, dass Patienten nach einer Operation schneller gesund wurden, wenn sie aus ihrem Zimmerfenster ins Grüne blickten. Sie brauchten zudem weniger Schmerzmittel. Später konnte Ulrich seine Ergebnisse mit einer weiteren Studie untermauern: Um einen positiven Effekt zu erzielen, brauchte es noch nicht einmal echte Bäume. Bereits Fotos und Bilder von natürlichen Landschaften reichten aus.

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Blick ins Grüne hat einen messbaren positiven Effekt auf die Gesundheit. (© Wes Hicks / Unsplash)

2. Wohngegenden mit Bäumen

Eine Studie aus dem Jahr 2015 des US-amerikanische Umweltpsychologe Marc Berman deutet ebenfalls auf die positiven gesundheitlichen Effekte von Bäumen hin. Er fand heraus: Je mehr Bäume in einer Wohngegend standen, desto seltener litten die Bewohner an Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes.
Ob vor dem Fenster oder auf einem Bild an der Wand – Bäume anschauen tut gut, aber auch das Klima im Wald wirkt sich positiv auf unsere Gesundheit aus.

3. Der Wald stärkt unser Immunsystem

Viele Studien geben deutliche Hinweise darauf, dass ein Aufenthalt im Wald Stress reduziert und entspannt. Ein Spaziergang im Grünen lässt das Herz messbar ruhiger schlagen, den Blutdruck sinken und die Muskeln entspannen.

Japanischen Forschern zufolge verbessern sich im Wald deshalb auch unsere Abwehrkräfte: Demnach erhöhen ausgedehnte Waldspaziergänge die natürliche Zahl der Killerzellen, die Teil unseres Immunsystems sind.

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Spaziergänge im Wald können helfen besser zu schlafen. (@ Arun Sharma / Unsplash)

4. Der Wald hilft bei Schlafproblemen

Auch bei Schlafstörungen sollen ausgedehnte Spaziergänge im Wald hilfreich sein. Eine japanische Studie zeigte, dass Menschen, die nachmittags zwei Stunden durch den Wald gingen, deutlich besser schlafen konnten.

5. Der Wald wirkt wie Antibiotika

Angela Schuh vom Lehrstuhl für Public Health und Versorgungsforschung an der Ludwig-­Maximilians-Universität in München hat 2013 mehrere Studien zur Waldtherapie ausgewertet. Neben der bereits genannten positiven gesundheitlichen Effekte, berichtet sie in ihrer Analyse von einer positiven Wirkung von Phytonziden, Stoffen, mit denen sich Pflanzen vor Bakterien und Insekten schützen – und die eine ähnliche Wirkung wie Antibiotika haben sollen. Nadelhölzer wie Kiefern und Zypressen geben diese Stoffe besonders stark ab.

6. Waldbaden hat eine heilende Wirkung

In Japan hat man den Begriff des Waldbadens geprägt. „Shinrin-yoku“ meint nichts anderes, als den Aufenthalt im Wald und dessen heilende Wirkung. Eine Anleitung zum Waldbaden findest du im Artikel: Waldbaden – Shinrin Yoku die japanische Naturtherapie.

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Schon fünf Minuten in der Natur wirken sich positiv auf die Stimmung aus. (© Kristoher Roller / Unsplash)

7. Deutschlands erster Natur- und Heilwald

Seit 2012 ist die „Waldmedizin“ ein eigener Forschungszweig an japanischen Universitäten. Dort wird auch erforscht, welche Faktoren genau für die positiven gesundheitlichen Effekte sorgen. Dennoch ist unklar, ob es etwa an der Luft des Waldes liegt oder an der speziellen Vegetation.

Auch in Deutschland tritt der Wald immer häufiger als Präventivmaßnahme auf. Seit 2017 gibt es etwa auf Usedom den ersten zertifizierten Kur- und Heilwald Deutschlands, den der Betreiber auch als „Natur-Apotheke“ bezeichnet.

8. Schon zwanzig Minuten haben einen Effekt

Um die positiven Effekte des Walds zu spüren, muss man aber nicht unbedingt stundenlang durch den Wald schlendern. Schon ein zwanzigminütiger Spaziergang kann ausreichen, zeigte eine Studie der US-amerikanischen Universität Michigan. Probanden wiesen bereits nach kurzer Zeit einen deutlich niedrigeren Spiegel des Stresshormons Cortisol auf.

Forscher um Jo Barton von der University of Essex kamen zu dem Ergebnis, dass bereits fünf Minuten in der Natur positiv wirken: Gärtnern, Angeln oder Spazieren gehen sollen für eine deutlich bessere Stimmung und ein erhöhtes Selbstwertgefühl sorgen.

Mit dem Wald die Gesundheit verbessern

Ob bei Stress, einer leichten Erkältung oder schlechter Laune: Ein Aufenthalt in der Natur sorgt dafür, dass wir uns besser fühlen – auch wenn er nur kurz ist. Wer keinen Wald in seiner Nähe hat, kann diesen positiven Effekt auch im Stadtpark oder auf einer ganz normalen Wiese spüren – und den Ausflug in den Wald aufs Wochenende verlegen. Übrigens: Sogar Zimmerpflanzen sorgen für mehr Wohlbefinden.

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