Starke Unwetter und Flut: Der Klimawandel ist angekommen

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Symbolbild: CC0 Public Domain / Unsplash - Kelly Sikkema

Die Bilder der Katastrophe gehen gerade durch die Medien: Wasserfluten, die alles mit sich reißen. Der Klimawandel macht sich bemerkbar, da sind sich Wissenschaftler:innen einig.

Es ist erschreckend, in welchem Ausmaß Unwetter in Deutschland und Nachbarländern derzeit Schäden und Tragödien verursachen. Die Katastrophe wird als Jahrhundertereignis bezeichnet.

Dabei ist es möglich, dass sich Ereignisse wie diese in Zukunft öfter zutragen. Um sich darauf besser vorzubereiten oder dies in Zukunft bestmöglich zu vermeiden, müssen wir die Ursachen besser kennen. Und wir müssen handeln!

Ist der Klimawandel schuld?

Zunächst sei gesagt: Einzelne Wetterphänomene sind nicht auf den Klimawandel zurückzuführen. Wo sich die Expert:innen jedoch einig sind: Extreme Wetterlagen verstärken sich durch den Klimawandel künftig und werden an Häufigkeit deutlich zunehmen.

„Bei den extremen Niederschlägen, die wir in den letzten Tagen in Europa erleben, handelt es sich um Extremwetter, deren Intensität sich durch den Klimawandel verstärkt und mit zunehmender Erwärmung weiter verstärken wird“, so Dr. Friederike Otto, Geschäftsführende Direktorin des ECI in Oxford.

Im Jahre 2021 stellt sich nicht mehr die Frage, ob der Klimawandel dazu beigetragen hat. Die Frage ist nur noch, wieviel“, sagt Dr. Carl-Friedrich Schleusser, Head of Climate Science, Climate Analytics. Er geht zudem davon aus, dass „es aufgrund der Erwärmung zu einer Zunahme von Starkregen kommt und damit auch leider zu häufigeren, verheerenden Flutereignissen wie tragischerweise jetzt in Westdeutschland, Belgien und Luxemburg. Gleichzeitig nehmen Wetterlagen zu, die zu solchen Extremwetterereignissen führen.“

Die Thematik an sich ist nicht neu. Schon seit Jahrzehnten weisen Wissenschaftler:innen darauf hin, dass die Anzahl ernster Unwetter und sogenannter Naturkatastrophen zunehmen wird. Zum Beispiel Prof. Dr. Stefan Rahmstorf, des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), merkt an: „Schon vor über 30 Jahren haben Klimamodelle vorhergesagt, dass Extremniederschläge häufiger werden, während Tage mit schwachem Regen seltener werden.“

Klimakrise: Was können wir tun?

Prof. Dr. Rahmsdorf nennt die Unwetter „eine Folge der Physik: Pro Grad Erwärmung kann die Luft sieben Prozent mehr Wasserdampf aufnehmen und dann auch abregnen.“ Die Unwetter hängen also mit der generellen Erwärmung zusammen. Gemäß dieser Logik, sollten wir die Erderwärmung bestmöglich eindämmen, wie zum Beispiel mit dem 1,5-Grad-Ziel.

In der Politik und der Gesellschaft nehmen die Debatten um die Erreichung des 1,5-Grad-Ziels zu. Es werden fortlaufend neue Ziele gesteckt und neue Namen für Initiativen gefunden, zum Beispiel Fit for 55. Was diesen Maßnahmenpaketen allen jedoch zu Grunde liegt, ist die „Rettung des Klimas“ und die Vermeidung der absoluten Klimakatastrophe.

Utopia meint: Während diese Debatten oft langwierig, mühsam und teils ohne konkrete Ergebnisse sind, kann jedoch jede:r Einzelne auch im Alltag etwas tun, um gezielt gegen den Klimawandel zu kämpfen. Dabei hilft es, bei sich selbst genau hinzusehen und den eigenen CO2-Verbrauch, auch bekannt als CO2-Fußabdruck, genau zu kennen und zu versuchen, diesen zu verringern.

Zudem gilt es, die Politik in die Pflicht zu nehmen und klare Ziele sowie konkrete Maßnahmen und verbindliche Meilensteine einzufordern, wenn es um Klimaschutz oder „Klimapakete“ geht. Gerade in dem Superwahljahr 2021 kannst du dich politisch für Klimaschutz engagieren und versuchen, die Klimakrise gemeinsam zu lösen.

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