19.000 Wissenschaftler unterstützen Schülerproteste – das sind ihre Forderungen

Screenshot: Instagram/@gretathunberg

Greta Thunberg hat den Schulstreik fürs Klima ins Leben gerufen – inzwischen machen Schüler in vielen deutschen Städten mit. Jetzt bekommen sie Unterstützung von tausenden Wissenschaftlern, den „Scientists for Future“

Einige Politiker stört es, dass die Schüler während der Unterrichtszeit protestieren. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sagte am politischen Aschermittwoch beispielsweise: „Wir brauchen keine Schulschwänzer“. FDP-Chef Christian erklärte sinngemäß, dass Klimaschutz „eine Sache für Profis“ sei – und nicht für Schüler.

Die „Profis“ unterstützen die Schulstreiks jedoch: Eine Gruppe aus Wissenschaftlern namens „Scientists for Future“ (Wissenschaftler für die Zukunft) hat eine Stellungnahme veröffentlicht, in der sie sich mit den Schülern solidarisiert. Bislang haben 19.000 Wissenschaftler die Stellungnahme unterzeichnet (Stand 14.3.).

Scientists for Future: Das steht in ihrer Stellungnahme

Die Wissenschaftler loben die Schüler für ihr Engagement: „Die enorme Mobilisierung der neuen Bewegungen („Fridays for Future“ in Deutschland und Österreich, „Klimastreik“ in der Schweiz) zeigt, dass die jungen Menschen die Situation verstanden haben. Ihre Forderung nach schnellem und konsequentem Handeln können wir als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nur nachdrücklich unterstreichen“, heißt es in der Stellungnahme.

Außerdem fordern die Wissenschaftler mehr Anerkennung für die Schüler: „Nur wenn wir rasch und konsequent handeln, können wir die Erderwärmung begrenzen, das Massenaussterben von Tier- und Pflanzenarten aufhalten, die natürlichen Lebensgrundlagen bewahren und eine lebenswerte Zukunft für derzeit lebende und kommende Generationen gewinnen. Genau das möchten die jungen Menschen von „Fridays for Future/Klimastreik“ erreichen. Ihnen gebührt unsere Achtung und unsere volle Unterstützung.

Prominente Unterstützer

Noch bis Donnerstag 23.59 Uhr läuft die Unterschriftensammlung. Unter den bislang 19.000 Unterzeichnern sind auch einige Prominente dabei, etwa der Mediziner und Moderator Eckart von Hirschhausen. „Wir haben diese Initiative gegründet, um das unsägliche Versagen in der Klimapolitik aus wissenschaftlicher Perspektive zu kommentieren“, sagte Volker Quaschning, Professor für regenerative Energiesysteme, der taz. Er ist einer der Wissenschaftler, die sich in der „Scientists for Future“-Initiative engagieren.

Fridays for Future: Globaler Klimastreik Mitte März

Greta Thunberg

Am 15. März wollen die „Scientists for Future“ ihre Unterschriftensammlung an Demonstranten in Berlin übergeben. Für den 15. März haben Schüler weltweit Klimaproteste angekündigt. Wie Greta Thunberg auf Twitter mitteilte, soll es in 98 Ländern Demonstrationen geben, darunter auch China, Pakistan und Tanzania.

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