Anko: Rezept für die japanische Bohnenpaste

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Die rote Bohnenpaste Anko verfeinert in Japan viele Süßspeisen. Du brauchst nur drei Zutaten und ein wenig Zeit, um sie zu Hause selbst zuzubereiten. Wir zeigen dir ein einfaches Rezept und geben dir Tipps, wie du Anko verwenden kannst.

Anko ist eine Bohnenpaste aus der japanischen Küche, die lediglich aus Bohnen, Zucker und Wasser besteht. Durch den hohen Zuckeranteil eignet sie sich gut zur Ergänzung verschiedener Süßspeisen. Am Ende dieses Artikels bekommst du einige Anregungen dafür, wie du Anko verwenden kannst.

Die Grundlage für Anko bilden traditionellerweise Azukibohnen. In Japan ist diese Bohnensorte weit verbreitet, in Europa kann es mitunter etwas schwieriger sein, Azukibohnen aufzutreiben. Die beste Anlaufstelle ist ein Asialaden in deiner Nähe. Wenn du keine Azukibohnen bekommst, kannst du alternativ versuchen, das Anko mit Kidneybohnen zuzubereiten. Allerdings sind die beiden Bohnenarten im Geschmack nicht identisch – du wirst dabei also ein etwas anderes Ergebnis erhalten. Wenn du Anko auf Basis von Kidneybohnen herstellst, solltest du etwas mehr Zucker verwenden als im Rezept angegeben.

Kaufe die Bohnen und den Zucker für die Anko-Paste möglichst in Bio-Qualität. So kannst du Rückstände chemisch-synthetischer Pestizide in deinem Essen ausschließen und unterstützt eine nachhaltige Landwirtschaft. Bei den Azukibohnen und bei importiertem Zucker ist es außerdem sinnvoll darauf zu achten, dass sie fair gehandelt sind. Auskunft darüber gibt dir das Fairtrade-Siegel. Bei Azukibohnen handelt es sich in der Regel um Importware aus Asien, die lange und CO2-intensive Transportwege hinter sich hat. Setze diese besonderen Bohnen beim Kochen also eher sparsam und nur gelegentlich ein.  

Übrigens: Die Zuckersorte kannst du für das Rezept frei wählen. Anko lässt sich sowohl mit weißem als auch mit braunem Zucker zubereiten. Nähere Informationen zu den Vor- und Nachteilen der verschiedenen Optionen findest du in unserem Überblick: Rübenzucker, Rohrzucker und Rohrohrzucker: Das sind die Unterschiede.

Anko: Rezept mit Azukibohnen

Azukibohnen sind die Grundzutat für Anko.
Azukibohnen sind die Grundzutat für Anko.
(Foto: CC0 / Pixabay / S-D-Brath)
  • Zubereitung: ca. 50 Minuten
  • Ruhezeit: ca. 720 Minuten
  • Menge: 8 Portion(en)
Zutaten:
  • 500 g Azukibohnen (getrocknet
  • 400 g Zucker
  •   Wasser
Zubereitung
  1. Wasche die Azukibohnen gründlich und sortiere verdorbene und kaputte Exemplare aus. Weiche die Bohnen dann für mindestens zwölf Stunden (zum Beispiel über Nacht) in reichlich Wasser ein. Du solltest ungefähr viermal so viel Wasser wie Bohnen dafür verwenden.

  2. Gieße das Einweichwasser am nächsten Tag ab und fange die Azukibohnen in einem Sieb auf. Spüle sie noch einmal gründlich ab.

  3. Gib die Bohnen in einen Kochtopf und fülle ihn mit Wasser auf, bis sie komplett bedeckt sind. Lass die Bohnen dann einmal aufkochen, gieße das Kochwasser anschließend ab und fülle den Topf mit frischem Wasser auf (etwa doppelt so viel Wasser wie Bohnen). Das ist etwas umständlich, stellt aber sicher, dass die Bohnen nicht zu bitter für die Anko-Paste sind. 

  4. Lasse die Bohnen bei kleiner bis mittlerer Hitze etwa 35 Minuten köcheln. Behalte sie dabei im Auge und gieße gegebenenfalls hin und wieder neues Wasser nach. Die Bohnen sollten während des gesamten Kochvorgangs komplett mit Wasser bedeckt bleiben. Falls die Bohnen beim Kochen aufzuplatzen beginnen, drehe die Hitze weiter herunter.

  5. Wenn die Bohnen weich sind, nimm den Topf vom Herd und gieße sie ab. Schütte das Bohnenwasser aber nicht in den Ausguss, sondern fange es in einem anderen Topf auf – du brauchst es später noch. 

  6. Gib den Zucker zu den gekochten Bohnen und rühre ihn unter, bis er sich auflöst. Anschließend kannst du die Mischung zerstampfen oder pürieren. Wenn sie zu dickflüssig ausfällt, füge etwas Kochwasser hinzu. Je nach Geschmack kannst du das Anko entweder grob oder fein pürieren. 

So verwendest du selbstgemachtes Anko

Anko ist eine traditionelle Füllung für die bekannten Mochi-Küchlein.
Anko ist eine traditionelle Füllung für die bekannten Mochi-Küchlein.
(Foto: CC0 / Pixabay / Wokandapix)

Azukibohnen sind eine Grundzutat der japanischen Küche und auch Anko findet sich darum in vielen verschiedenen Gerichten. Die Bohnenpaste ist zum Beispiel eine traditionelle Füllung für die beliebten Mochi-Kuchen. Ein Rezept für diese Spezialität findest du hier: Mochi: Rezept für die japanischen Reisküchlein.

Anko ist außerdem eine häufige Beilage zu Dango, kleinen bunten Reisklößchen, die am Spieß serviert werden. Ein weiteres klassisches Rezept, in dem die Bohnenpaste vorkommt, sind Dorayaki – japanische Pfannkuchen, die mit Anko bestrichen sind. Auch Eiscreme lässt sich auf Basis von Anko herstellen. Wenn du dich an selbstgemachtem Eis versuchen möchtest, kannst du dieser einfachen Anleitung folgen: Eis selber machen ohne Eismaschine: 5 sommerliche Rezepte.

Du kannst Anko aber auch einfach als Füllung für herkömmliche Pfannkuchen und Crêpes, als Brotaufstrich oder als Zutat für einen süßen Smoothie mit (Pflanzen-)Milch verwenden. Grundsätzlich lässt sich die Bohnenpaste vielfältig kombinieren.

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