Plastik

Der Begriff Plastik ist so bekannt und geläufig, dass Missverständnisse ausgeschlossen scheinen. Chemisch gesehen handelt es sich um Werkstoffe, die aus Makromolekülen bestehen, also Struktureinheiten, die aus sehr vielen Atomen zusammengesetzt sind. Daran wäre noch nichts Böses; jeder kann daheim selbst Plastik herstellen, man braucht nur Milch und Essig dazu. Auch Erdöl, das für viele Kunststoffe (so die korrekte Bezeichnung) als Ausgangsmaterial eingesetzt wird, ist ein reines Naturprodukt: kleine Meereslebewesen, die nach ihrem Absterben im Laufe von Jahrmillionen unter dem Druck der Ablagerungen chemisch umgewandelt wurden. Nur die Förderung des Erdöls ist alles andere als natürlich.

Vieles spricht gegen Plastik

Wie der Name schon andeutet, kommen Kunststoffe auf unserem Planeten in der Natur nicht vor. Einer der großen Plastik-Vorteile, nämlich seine Haltbarkeit, macht sich im globalen Stoffkreislauf bemerkbar. Dazu kommen die Produktionsvorgänge, die ihrerseits oft den Ausstoß giftiger Gase mit sich ziehen, die chemische Ähnlichkeit mancher Substanzen mit menschlichen Hormonen (Stichwort Östrogen und seine Auswirkungen auf den Menschen), sowie vieles Andere mehr. Auch die beschränkte Verfügbarkeit von Erdöl spricht gegen Plastik.

Würde ein göttliches Fingerschnippen plötzlich alles Plastik und sämtliche Kunststoffe in Nichts auflösen, lägen wir prompt in einem Trümmerhaufen: nicht nur unserer Zivilisation, sondern auch unserer physischen Umgebung. Was wir  tun können, ist, beim Konsum dort auf Plastik zu verzichten, wo andere Materialien ihren Zweck ebensogut erfüllen. Das kostet nichts außer ein wenig Aufmerksamkeit. Wir können zum Beispiel Plastikfreie Läden in Deutschland, Österreich und der Schweiz nutzen oder plastikfreie Onlineshops, wir können versuchen, ohne Plastik zu leben mit erstaunlichen Dingen, die es ohne Plastik gibt.

Utopia gibt an dieser Stelle Tipps zu Plastik und Kunststoffen:

Plastikfreie Großmarkthalle Plastikfreie Großmarkthalle

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