Sencha-Tee: Wirkung, Zubereitung und Besonderheiten des grünen Tees

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Sencha-Tee stammt aus Japan und ist die beliebteste Grünteesorte weltweit. Er ist bekannt für seinen fein-herben Geschmack und seine anregende Wirkung. Was Sencha-Tee so besonders macht, verraten wir dir in diesem Artikel.

Sencha-Tee: Grüntee mit langer Tradition

Sencha-Tee wird überwiegend in Japan und China angebaut.
Sencha-Tee wird überwiegend in Japan und China angebaut. (Foto: CC0 / Pixabay / Quangpraha)

Gewonnen wird Sencha-Tee von der gleichen Teepflanze wie auch schwarzer Tee oder Oolong-Tee. Die Unterschiede entstehen erst durch den Anbau und die weitere Verarbeitung.

Sencha-Tee wird unter direktem Sonnenlicht angebaut, während andere beliebte Grünteesorten wie Gyokuro und Tencha, auch als Matcha bekannt, im Schatten oder Halbschatten gepflanzt werden. Durch die Sonne wird die Chlorophyll-Bildung angeregt. Dadurch kommt ein besonders intensives Grün zustande.

Der Name des Tees gibt bereits einen weiteren Hinweis auf seine Verarbeitung. „Sen“ bedeutet so viel wie „gedampft“, während „cha“ übersetzt Tee heißt. Die Blätter werden direkt nach der Ernte für etwa 30 Sekunden gedampft und anschließend mit heißer Luft getrocknet. Anders als bei Schwarztee wird durch diesen Vorgang die Fermentation gestoppt und die Blätter bleiben grün.

Danach werden die Blätter von Sencha-Tee traditionell von Hand gerollt. So werden die Zellwände aufgebrochen und die Inhaltsstoffe können sich besser in Wasser lösen.

Sencha-Tee: Mehr als nur Tee

In vielen Teilen Asiens gilt Grüntee traditionell als Heilmittel.
In vielen Teilen Asiens gilt Grüntee traditionell als Heilmittel. (Foto: CC0 / Pixabay / highnesser)

Grüner Tee steckt voller gesunder Inhaltsstoffe. Die einzelnen Sorten unterscheiden sich nur geringfügig in ihrer Zusammensetzung, die Wirkstoffe sind dieselben:

Eine Studie aus dem Jahr 2010 hat sich ausgiebig mit den diversen Vorteilen von grünem Tee für deine Gesundheit beschäftigt und die Ergebnisse aus verschiedenen Untersuchungen zusammengetragen:

  • Die enthaltenen Antioxidantien unterstützen die Zellerneuerung und verlangsamen so den Alterungsprozess. Außerdem bekämpfen sie freie Radikale und reduzieren oxidativen Stress. Durch diese Wirkung soll Grüntee diversen chronischen Krankheiten vorbeugen.
  • Grüner Tee senkt den Blutdruck und damit das Risiko für einen Schlaganfall oder andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Regelmäßiger Konsum von Grüntee senkt den Blutzuckerspiegel und kurbelt die Fettverbrennung an. So kann der Tee effektiv bei der Gewichtsreduktion helfen.
  • Grüntee wirkt antibakteriell und hilft, den Körper zu entgiften.
  • Verschiedene Untersuchungen haben eine antikarzinogene Wirkung von Grüntee festgestellt. Allerdings müssen noch weitere Studien folgen um konkrete Aussagen über den Einfluss von Grüntee auf unterschiedliche Krebserkrankungen zu treffen.
  • Die Kombination aus Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen stärkt das Immunsystem.
  • Senche-Tee weist einen recht hohen Gehalt an Koffein auf. Das Koffein ist allerdings anders als bei Schwarztee oder Kaffee gebunden und wird deshalb langsamer verarbeitet. Außerdem ist der Stoff durch die Aminosäure L-Theanin leichter verträglich. Dadurch wirkt Grüntee anregend und stimulierend.
  • Grüntee gilt als traditionelles Hausmittel gegen Durchfall und Grippeerkrankungen in vielen asiatischen Ländern.

Grüntee in großen Mengen ist aufgrund seiner stimulierenden Wirkung auf den Kreislauf nicht geeignet für Frauen in der Schwangerschaft und Stillzeit, sowie für Menschen mit Herz-Kreislauf und Nierenproblemen.

Wie du Sencha-Tee richtig zubereitest

Sencha-Tee braucht Platz um seinen Geschmack zu entfalten.
Sencha-Tee braucht Platz um seinen Geschmack zu entfalten. (Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)

Die richtige Zubereitung von Sencha-Tee ist fast genauso ausschlaggebend wie die Qualität des Tees selbst.

Dabei ist selbst die Kanne entscheidend für den Geschmack. Grüntee braucht Platz um seinen Geschmack zu entfalten. Deshalb ist ein großes Teesieb besser geeignet für Sencha-Tee als ein Tee-Ei.

In der Zubereitung unterscheidet sich Sencha-Tee kaum von anderen Grünteesorten:

  • Für einen Liter Grüntee benötigst du etwa 15-20 Gramm lose Grünteeblätter. Das entspricht etwa vier bis sechs Teelöffel, je nachdem wie intensiv du deinen Tee magst.
  • Du solltest Sencha-Tee nie mit kochendem Wasser übergießen, um alle Wirkstoffe zu erhalten und um zu vermeiden, dass er bitter wird. Lass das Wasser zunächst aufkochen. Danach lässt du es abkühlen bis das Wasser eine Temperatur zwischen 60 und 80 Grad erreicht hat. Allgemein gilt: Je höher die Wassertemperatur, je herber der Geschmack.
  • Lass Sencha-Tee nicht länger als zwei Minuten ziehen. Danach lösen sich Gerb- und Bitterstoffe aus den Teeblättern.
  • Bei einem zweiten Aufguss lösen sich andere Wirkstoffe aus dem Tee, wodurch das gesamte Wirkungsspektrum des Tees für dich zugänglich wird. Für den zweiten Aufguss verwendest du am besten 80 Grad heißes Wasser.

Der fein-herbe Geschmack von Sencha-Tee lässt sich hervorragend mit fruchtigen oder blumigen Noten kombinieren, wie etwa Orange oder Ringelblume.

Was du beim Kauf von Sencha-Tee beachten solltest

Damit die Arbeiter von Teeplantagen auch von ihrer Arbeit leben können, solltest du auf fairen Handel setzen.
Damit die Arbeiter von Teeplantagen auch von ihrer Arbeit leben können, solltest du auf fairen Handel setzen. (Foto: CC0 / Pixabay / jusch)

Damit du in den Genuss der vollen Wirkung von Sencha-Tee kommst, empfehlen wir dir losen Tee. Im Gegensatz zu Teebeuteln besteht loser Tee aus den ganzen Blättern und enthält damit alle wertvolle Wirkstoffe.

Grundsätzlich gilt: Je feiner und satter das Grün der Teeblätter, desto höher ist die Qualität und damit auch der Geschmack.

Das Hauptanbaugebiet von Sencha-Tee liegt in Asien. Neben Japan und China wird die beliebte Grünteesorte auch in Indien oder Sri Lanka angebaut. Oft kommen beim Anbau Pestizide zum Einsatz, weshalb Grüntee häufig mit Schadstoffen belastet ist. Um das zu vermeiden empfehlen wir dir Tee in Bio-Qualität zu kaufen. Außerdem lohnt es sich, auf das Fair-Trade-Siegel zu achten. Die Arbeitsbedingungen für die Menschen auf Teeplantagen sind oft sehr schlecht, während der Lohn kaum reicht um zu überleben. Mit jedem Kauf von fairen Produkten, stimmst du gegen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und Ausbeutung.

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