Stromanbieter wechseln – sinnvoll und einfach

So gelingt ihr Ökostrom Umstieg
Foto: JoeEsco / photocase.com

Den Stromanbieter wechseln – das trauen sich noch immer nur wenige. Dabei ist der Wechsel zu einem besseren Anbieter sinnvoll – und obendrein ganz einfach. Utopia zeigt, dass jeder es kann – und wie auch du in fünf einfachen Schritten umsteigst.

Der Umstieg ist leichter denn je, gerade im Vergleich zum Umstieg bei Telefon oder online. Beim Wechsel des Stromanbieters gibt es keine Probleme – und niemand muss Angst haben, dass der Strom ausbleibt. Denn selbst wenn etwas schief geht, müssen per Gesetz die Stadtwerke als Grundversorger in die Bresche springen.

Stromanbieter wechseln – ist das sinnvoll?

Ja.

1. Stromrechnung und Kundendaten

Suche deine letzte Stromrechnung heraus: die brauchst du unter anderem für die Angabe deines bisherigen Jahresverbrauchs in kWh. Mit diesem bisherigen Jahresverbrauch kannst du später Tarifrechner benutzen. Typisch sind Werte zwischen 1500 (Single) bis 4000 Kilowattstunden (Familie) pro Jahr.

Notiere von der letzten Stromrechnung außerdem die Nummer deines Stromzählers, denn alle Stromlieferanten brauchen diese spätestens beim Umstieg. Halte außerdem wichtige Kundendaten bereit, unter anderem die eigene Adresse, Bankverbindung und so weiter.

2. Besseren Ökostrom-Anbieter wählen

Ja, wenn das so einfach wäre… was „der beste Ökostrom-Anbieter“ ist, hängt vom Ziel ab. Wenn es um Nachhaltigkeit und Umweltschutz geht, ist es aber meist nicht „der billigste Anbieter“.

Es gibt drei Wege, die man hier beschreiten kann:

Reine Ökostrom-Anbieter:
Hier wird der Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energien hergestellt, der Anbieter ist unabhängig von den vier großen Atomkonzernen und fördert außerdem aktiv den Ausbau erneuerbarer Energien. Sie sind überregional tätig und machen es möglich, dass wir alle auf echten Ökostrom umstellen und damit den Ausbau regenerativer Energien fördern können. Diese Anbieter haben wir für dich hier zusammengestellt: Die besten Ökostrom-Anbieter. Dies ist der Weg, den Utopia empfiehlt.

Ökostrom bei Stadtwerken / Regionalversorgern:
Das ist der einfachste Weg, doch es ist leider manchmal ein Irrweg, denn nicht selten begnügen sich die Anbieter mit Ökostrom-Importen aus dem Ausland und fördern nicht die Energiewende in Deutschland. Utopia hat sich die 12 größten Anbieter angesehen – und dort durchaus auch Ökostrom-Ausnahmen gefunden, die für den Umstieg geeignet sind. Lies dazu: Wie gut ist Ökostrom von den Stadtwerken?

Preisvergleich im Internet:
Nachhaltigkeit steht hier meist an zweiter Stelle hinter „billig“, dennoch bieten auch Preisvergleichsseiten wie stromtarife-vergleich.net einen Ökostrom-Filter, verivox.de gar eine Startseite für Ökostrom-Tarife. Wer diesen Weg geht, sollte darauf achten, dass der jeweilige Tarif ausdrücklich den Ausbau erneuerbarer Energiequellen fördert. Achte auf typische Fallen wie Zahlungsweise, Bonus-Angebote, Kündigungsfristen und so weiter, die alle den wahren Strompreis verändern. Achte auf möglichst viele gute Ökostrom-Siegel, bedenke aber, dass diese kaum Orientierung bieten. Lies dazu Die besten Ökostrom-Siegel.

3. Rahmenbedingungen prüfen

Je nach Geschmack prüfe die Kündigungsfristen (monatlich, jährlich, zweijährlich), die Zahlungsmodalitäten, Preisgarantien (sie sollten über die Vertragslaufzeit, oder wenigstens 12 Monate bzw. bis zum Jahresende gelten) und mögliche Einsparungen durch Vorkasse, Online-Abrechnung und ähnliches. Lass dich aber nicht verführen, nur wegen einer einmaligen Bonus-Zahlung zu einem fragwürdigen Anbieter oder Tarif zu wechseln, der nicht ausdrücklich den Ausbau erneuerbarer Energiequellen fördert.

4. Antrag auf Stromlieferung stellen

Auf der Website des gewählten Ökostromanbieters übertrage deine Daten (Stromverbrauch, Zählernummer, Kundendaten) in das Onlineformular, meist „Antrag zur Stromlieferung“ genannt. Schicke diesen nach sorgfältiger Prüfung samt einer Kopie Ihrer letzten Stromrechnung und der Angabe deiner Stromzählernummer an den Betreiber. Den Rest erledigt dieser für dich, auch die Kündigung bei deinem bisherigen Lieferanten. Vertragslaufzeiten bei deinem alten Anbieter musst du natürlich einhalten.

5. Die eigentliche Umstellung

Bis zur eigentlichen Umstellung können zwei Wochen bis zwei Monate vergehen (mit Kündigungsfristen beim alten Anbieter entsprechend länger). Keine Sorge: In dieser Zeit geht niemals dein Licht aus, denn anders als bei DSL und Telefon stellen wirksame Gesetze die Stromversorgung sicher. Dein bisheriger Anbieter wird kurz vor dem Umschalten noch den Zählerstand abfragen. Auf dessen Basis erhältst du zeitnah seine Endabrechnung, die du sicherheitshalber noch einmal prüfst.

Das war’s. Glückwunsch: Bald hast du grünen Strom! Geld fließt jetzt in die saubere Erzeugung und fördert bei Wahl des richtigen Tarifs aktiv den Ausbau der erneuerbaren Energien. Statt einfach nur „Kohl und Atom: nein danke“ zu sagen, tun Ökostrom-Einsteiger aktiv etwas dagegen!

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(2) Kommentare

  1. Ich finde den Beitrag wirklich gut und würde gerne selber auch auf Öko-Strom umsteigen. Gibt es vielleicht auch eine Liste für Ökostrom-Anbieter in Österreich?

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