Salzburger Nockerln: Rezept für die beliebte Süßspeise aus Österreich

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Salzburger Nockerln sind ein luftig-leichtes Dessert aus Österreich. In diesem Artikel findest du nicht nur das Rezept für die originalen Salzburger Nockerln, sondern auch zahlreiche Tipps für die Zubereitung.

Salzburger Nockerln (auch Salzburger Nocken) sind eine typische Süßspeise aus Österreich aus dem Bundesland Salzburg. Es handelt sich dabei um ein warmes Dessert – eine Art Soufflé, das hauptsächlich aus Eiern und nur sehr wenig Mehl besteht.

Traditionell besteht die warme Süßspeise aus drei großen Nocken, welche die verschneiten Salzburger Hausberge Mönchsberg, Kapuzinerberg und Gaisberg symbolisieren. Angeblich geht das Rezept für das beliebte Dessert bis ins 17. Jahrhundert zurück.

Die Schwierigkeit bei der Zubereitung der Salzburger Nockerln ist, dass der fluffige Teig nicht zusammenfallen darf. Mit unseren Zubereitungstipps gelingt dir die luftige Süßspeise besonders einfach.

Rezept für Salzburger Nockerln

Bei Salzburger Nockerln ist es wichtig, den Eischnee besonders fest zu schlagen.
Bei Salzburger Nockerln ist es wichtig, den Eischnee besonders fest zu schlagen.
(Foto: CC0 / Pixabay / rkit)

Um Salzburger Nockerln zu backen, benötigst du eine ovale Auflaufform, eine Rührschüssel und einen Handmixer oder eine Küchenmaschine.

  • Zubereitung: ca. 20 Minuten
  • Koch-/Backzeit: ca. 12 Minuten
  • Menge: 2 Portion(en)
Zutaten:
  •  5 Bio-Eiweiße
  • 1 Prise(n) Salz
  • 3 EL Staubzucker (Puderzucker)
  •  3 Bio-Eidotter
  • 1 EL Mehl
  • 1 TL Bio-Butter für die Form
  • 1 TL Kristallzucker für die Form
  • 1 TL Puderzucker zum Bestreuen
Zubereitung
  1. Fette die Auflaufform mit Butter ein und bestreue sie mit ein wenig Kristallzucker. Das ist zur Vorbereitung wichtig, damit sich die Nockerln später gut aus der Form lösen lassen.

  2. Trenne die Eier. Fange die fünf Eiweiße in einer großen Rührschüssel auf. Gib drei Dotter in eine Schale und stelle sie beiseite. Tipp: Fange die überzähligen zwei Dotter in einem Glas mit Schraubverschluss auf und stell sie für ein anderes Gericht in den Kühlschrank. 

  3. Schlage mit einem Handmixer oder einer Küchenmaschine das Eiweiß zusammen mit einer Prise Salz steif. Es kann einige Minuten dauern, bis die fünf Eiweiß steif genug sind.

  4. Siebe den Staubzucker über den steifen Eischnee und vermixe alles zu einer cremigen Masse. Hinweis: Die Eischnee-Masse muss so steif sein, dass du die Spuren des Mixers gut sehen kannst.

  5. Ziehe die drei Dotter vorsichtig unter den festen Eischnee. Es muss keine vollständig homogene Masse entstehen.

  6. Siebe das Mehl über die Teigmasse und hebe das Mehl vorsichtig unter den Teig.

  7. Heize den Backofen drei bis fünf Minuten auf 200 Grad Celsius Heißluft vor, während du die Salzburger Nockerln fertig stellst. Vorheizen ist beim Backen meistens unnötig und verbraucht unnötige Energie. Bei einem Soufflé wie den Salzburger Nockerln ist es aber ausnahmsweise sinnvoll. Durch das Vorheizen stellst du sicher, dass der fluffige Eierteig schnell zu backen beginnt und die Luft im Teig nicht wieder entweichen kann.

  8. Forme in der gebutterten Auflaufform drei große Nockenberge.

  9. Backe die Salzburger Nockerln bei 200 Grad Celsius Heißluft für rund zwölf Minuten braun. Achtung: Lass die Backofentüre während des gesamten Backvorgangs geschlossen, damit der Teig nicht zusammenfällt.

  10. Siebe einen Teelöffel Puderzucker über die Salzburger Nockerln, bevor du sie heiß aus dem Ofen servierst.

Tipps für die Zubereitung von Salzburger Nockerln

Für Salzburger Nockerln solltest du Eier von freilaufenden Bio-Hühnern verwenden.
Für Salzburger Nockerln solltest du Eier von freilaufenden Bio-Hühnern verwenden.
(Foto: CC0 / Pixabay / AngelaQuinn)

Mit diesen Tipps gelingen die Salzburger Nockerln besonders gut:

  • Trenne die Eier sorgfältig. Beim Trennen der Eier ist es wichtig, dass kein Eigelb ins Eiweiß gelangt. Sonst kannst du das Eiweiß nicht mehr gut steif schlagen.
  • Achte beim Trennen der Eier auch darauf, dass keine Schalen ins Eiweiß geraten. Entferne kleine Splitter einfach mit einem kleinen Löffel, falls es doch passiert ist.
  • Trenne die Eier beim Aufschlagen mit Hilfe der zwei Schalenhälften. Lass das Eiweiß in einen Kaffeebecher rinnen und gib den Dotter in ein zweites Gefäß. Wenn das Trennen der Eier gelungen ist, kannst du das Eiweiß in die Rührschüssel geben, bevor du das nächste Ei aufschlägst. Sollte doch einmal etwas Dotter zum Eiweiß gelangen, ist so nur ein einziges Eiweiß davon betroffen und nicht alle bereits aufgeschlagenen Eiweiße.
  • Du solltest das Eiweiß zwar wirklich sehr steif schlagen, aber zu lange ist auch nicht gut. Wenn du zu lange weiterrührst, kann das Eiweiß verklumpen und Wasser austreten.
  • Siebe das Mehl auf die Eischneemasse. Dadurch kannst du es besonders gut unterheben.
  • Behandle den Nockerlteig sehr behutsam. Hebe die Eigelbe und das Mehl vorsichtig unter den Eischnee, damit die im Eischnee eingeschlossene Luft nicht wieder entweicht. Das ist wichtig, damit die Salzburger Nockerl so besonders luftig schmecken.
  • Heize den Backofen einige Minuten vor, damit der fluffige Eierteig schnell zu backen beginnt und die Luft im Teig nicht wieder entweichen kann. 
  • Lass die Ofentüre beim Backen unbedingt geschlossen, damit die Salzburger Nockerln nicht zusammenfallen.
  • Siebe etwas Puderzucker über die fertigen Salzburger Nockerln und serviere sie sofort. Du darfst die fluffige Süßspeise nicht stehen lassen, da sie sonst zusammenfällt.

Resteverwertung für zwei Dotter

Für die Salzburger Nockerln benötigst du fünf Eiweiß, aber nur drei Dotter. Verwende die beiden Dotter beispielsweise, um Plätzchen zu backen. Mürbeteig wird besonders mürbe, wenn du ihn mit Dotter statt mit dem ganzen Ei zubereitest. Ersetze ein ganzes Ei im Rezept durch zwei Dotter. Wenn du die beiden Dotter nicht sofort verwenden möchtest, kannst du sie auch in einem kleinen Gefäß einfrieren.

Zutaten für Salzburger Nockerln

Verwende für die Salzburger Nockerln regionale Zutaten mit Bio-Siegel: Sie enthalten keine chemisch-synthetischen Pestizide und stammen aus ökologischer Landwirtschaft. Das ist vor allem bei tierischen Produkten wichtig. Für Bauern, deren Produkte das EU-Bio-Siegel tragen, gelten in der Tierhaltung strengere Richtlinien als für konventionelle Betriebe. Die Anbauverbände Naturland, Bioland und Demeter achten sogar noch mehr aufs Tierwohl.

Salzburger Nockerln bestehen fast ausschließlich aus Eiern. Achte daher beim Kauf der Eier nicht nur auf Bio-Qualität und Freilandhaltung, sondern auch darauf, wie die Produzent:innen mit den Hühnerküken umgehen. Männliche Küken legen keine Eier und werden daher häufig getötet. Mittlerweile gibt es einige Initiativen, die sich gegen das Kükenschreddern einsetzen, wie beispielsweise Bruderhahn und Zweinutzungshuhn.

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