Challah: Rezept für jüdisches Zopfbrot

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Challah ist ein festliches Brot, das in der jüdischen Kultur am Schabbat und an Feiertagen einen wichtigen Platz einnimmt. In diesem Artikel findest du ein traditionelles Rezept sowie Zubereitungstipps für das Challah-Brot.

Challah (auch Challa) ist ein festliches Brot für Schabbat und jüdische Feiertage wie beispielsweise Chanukka. Das Rezept für Challah ist traditionell parve (auch parwe). Das Wort „parve“ bezeichnet Lebensmittel, die weder milch- noch fleischhaltig sind. Das klassische Challah enthält daher weder Milch noch Butter. Darin unterscheidet sich das Challah-Brot auch vom klassischen Hefezopf, der in Mitteleuropa bekannt ist.

Traditionell bereitet die Frau des Hauses in der aschkenasischen Tradition zwei mit Mohn oder Sesam bestreute Challot (Mehrzahl von Challah) zu. Die Anzahl soll an die zweifache Portion Manna erinnern, welche den Israeliten während ihrer 40-jährigen Wüstenwanderung als Nahrung diente.

Vor Beginn der Mahlzeit sind die beiden Challot zugedeckt und die Familie segnet das Brot. Die Mahlzeit beginnt mit einem Stück Challah, bestreut mit etwas Salz.

Challah: Rezept und Zubereitung

Für dein Challah musst du den Teig sehr lange kneten.
Für dein Challah musst du den Teig sehr lange kneten.
(Foto: CC0 / Pixabay / hadevora)
  • Zubereitung: ca. 20 Minuten
  • Ruhezeit: ca. 75 Minuten
  • Koch-/Backzeit: ca. 30 Minuten
  • Menge: 2 Stück
Zutaten:
  • 21 g frische Hefe
  • 250 ml lauwarmes Wasser
  •  1 Ei
  • 2 EL Olivenöl
  • 500 g Mehl
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Salz
  •  1 Ei zum Bestreichen
Zubereitung
  1. Löse die frische Hefe im lauwarmen Wasser gründlich auf.

  2. Gib das Ei und das Olivenöl dazu und vermenge alle Zutaten gut miteinander.

  3. Gib das Mehl, den Zucker und das Salz in eine große Schüssel und gieße die flüssigen Zutaten dazu.

  4. Verknete den Teig für rund 15 Minuten mit der Küchenmaschine zu einem glatten Hefeteig. Wenn du keine Küchenmaschine besitzt, kannst du den Teig auch mit der Hand kneten. Hinweis: Wenn du den Brotteig mit der Hand knetest, solltest du einige Minuten länger kneten.

  5. Bedecke den Teig mit einem Küchentuch und lass ihn gehen, bis sich die Teigmenge verdoppelt hat. Das dauert ungefähr eine Stunde.

  6. Verteile etwas Mehl auf deiner Arbeitsfläche und schneide den Teig in zwei Hälften.

  7. Teile die beiden Teighälften in drei gleich große Stränge.

  8. Flechte die Stränge zu zwei gleichmäßigen Zöpfen und bestreiche sie mit einem verquirlten Ei.

  9. Lass die beiden Challot auf einem befetteten Backblech noch einmal für 15 Minuten gehen.

  10. Backe die Challot für 30 Minuten bei 180 Grad Celsius Ober-/Unterhitze im Backofen.

Tipps für die Zubereitung des Challah-Brotes

Bestreue das Schabbat-Brot Challah vor dem Backen mit Saaten.
Bestreue das Schabbat-Brot Challah vor dem Backen mit Saaten.
(Foto: CC0 / Pixabay / svetlanabar)

    Challah bekommt durch verschiedene Saaten ein besonders feierliches Aussehen. Bestreue die beiden Brot-Zöpfe mit etwas Sesam, Mohn und Sonnenblumenkernen, nachdem du sie mit dem verquirlten Ei bestrichen hast. Setze dann mit dem neunten Zubereitungspunkt fort.

    Vegane Zubereitung

    Wenn du du dein Challah vegan zubereiten möchtest, ersetze das Ei im Teig durch 50 Milliliter pflanzliche Milch. Bestreiche auch den Brotzopf mit etwas pflanzlicher Milch, damit die Saaten am Teig haften.

    Zutaten für das Challah

    Verwende für das Challah-Brot Lebensmittel mit Bio-Siegel: Sie enthalten keine chemisch-synthetischen Pestizide und stammen aus ökologischer Landwirtschaft. Das ist vor allem bei tierischen Produkten wichtig: Bauern, deren Produkte das EU-Bio-Siegel tragen, folgen strengeren Richtlinien für artgerechte Tierhaltung als konventionelle Betriebe. Die Anbauverbände Naturland, Bioland und Demeter achten sogar noch strenger aufs Tierwohl.

    Achte insbesondere beim Kauf der Eier nicht nur auf Bio-Qualität und Freilandhaltung, sondern auch darauf, wie die Produzent:innen mit den Hühnerküken umgehen. Männliche Küken legen keine Eier und werden daher häufig getötet. Mittlerweile gibt es einige Initiativen, die sich gegen das Kükenschreddern einsetzen, wie beispielsweise Bruderhahn und Zweinutzungshuhn.

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