Brot ist kein Müll – so kannst du altes Brot verwerten

Brot
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Altes Brot ist hart und schmeckt auch nicht mehr so gut. Doch das ist noch lange kein Grund, es einfach wegzuwerfen. Wir zeigen dir, was du alles aus altem Brot machen kannst.

Altes Brot ist zu schade für die Tonne

Über drei Millionen Tonnen altes Brot werden pro Jahr in Europa weggeworfen. Allein bei uns in Deutschland landen 500.000 Tonnen im Müll. Das entspricht in etwa dem Jahresbedarf von Niedersachsen.

Sind Brot und Semmeln aber richtig hart und trocken geworden, kannst du altes Brot immer noch ganz lecker weiterverarbeiten.

Brot weiterverarbeiten: leckerer Brotauflauf mit Paprika

Brotauflauf mit Paprika und Eiern
Brotauflauf mit Paprika und Eiern (Foto: CC0 / Pixabay / TerriC)

Aus altem Brot gelingen herzhafte Hauptspeisen. Im Internet gibt es unzählige Rezepte zu verschiedenen Brotauflauf-Variationen. Für unsere Version mit Paprika für zwei Personen brauchst du noch folgende Zutaten in Bio-Qualität:

  • 1 rote Paprikaschote,
  • 1 gelbe Paprikaschote,
  • etwa 300 g altes Brot,
  • 1 EL Petersilie,
  • 1 TL Rosmarin,
  • 2 Frühlingszwiebeln,
  • 3 Eier,
  • 250 ml Milch,
  • 100 ml Schlagsahne,
  • Salz und Pfeffer.

Schneide Brot und Paprika klein und gebe es in eine Schüssel mit Petersilie, Rosmarin und den klein geschnittenen Frühlingszwiebeln. Mische anschließend alles gut durch. Dann fette eine ofenfeste Form und gebe das alte Brot mit den anderen Zutaten hinein. Nun verquirlst du Eier, Milch und Schlagsahne und schmeckst alles mit etwas Salz und Pfeffer ab. Danach gießt du es über die Brotmischung. Der Brotauflauf braucht bei 190 Grad auf mittlerer Schiene 30 bis 35 Minuten, bis er fertig ist.

Tipp: Backofen vorheizen ist nicht notwendig

Aus altem Brot wird „Armer Ritter“

„Armer Ritter“ ist ein beliebtes Gericht, dass einige Menschen noch an ihre Kindheit erinnert. „Armer Ritter“ ist nicht nur eine prima Süßspeise, sondern damit lässt sich auch altes Weißbrot sowie Brötchen schnell verwerten. Für den „Armen Ritter“ brauchst du:

  • 4 Scheiben Brot,
  • 1 Bio-Ei,
  • 1/4 Liter Bio-Milch,
  • 50 g Bio-Margarine,
  • Zimt und Zucker.

Verquirle das Ei mit der Milch und lege die Brotscheiben darin ein. Lass das Ganze ein wenig ziehen. Schmelze nun die Margarine in der Pfanne und brate die Brotscheiben von beiden Seiten an. Süße anschließend den noch warmen „Armen Ritter“ mit Zimt und Zucker.

Tipp: Für eine vegane Variante kannst du Milch und Ei durch Pflanzenmilch und mit einer sehr reifen Banane verquirlen und darin das alte Brot einweichen.

Semmelknödel aus alten Brötchen und Baguette

Semmelknödel aus altem Brot
Semmelknödel aus altem Brot (Foto: CC0 / Pixabay / Hans)

Semmelknödel gehören bei vielen Menschen zumSonntagsessen dazu. Für die Zubereitung nimmt man traditioneller Weise alte Brötchen und Baguette. Folgende Zutaten in Bio-Qualität benötigst du:

  • 250 g altes Brot,
  • 1 Zwiebel,
  • 300 ml Milch,
  • 1 Ei,
  • 1/4 Bund Petersilie,
  • Salz und Pfeffer,
  • Butter.

Erwärme die Milch und gieße sie in eine Schüssel mit dem alten Brot. Rühre das Ganze gut um und lass es durchziehen. In der Zwischenzeit hackst du die Petersilie und die Zwiebel klein. Gib jetzt die Butter in eine Pfanne und schwitze die Zwiebeln darin an. Nun gibst du in eine Schüssel mit der Milch-Brot-Mischung das Ei, Salz und Pfeffer, die Petersilie und die angeschwitzten Zwiebeln hinzu. Knete alles gut durch. Im Anschluss kannst du die Knödel formen. Koche dann heißes Wasser in einem großen Topf auf und lasse die Knödel darin ca. 15 Minuten ziehen. Sobald sie an der Wasseroberfläche schwimmen, sind sie fertig.

Snack-Tipp: Brotchips selber machen

Brotchips sind eine leckere und gesündere Alternative zu fettigen Kartoffelchips. Für Brotchips eignet sich besonders gut altes Misch- und Weißbrot sowie Laugenstangen. Und das Beste: Die Chips lassen sich ganz leicht und ohne viel Zeitaufwand herstellen.

  1. Scheide einfach das alte Brot in dünne Scheiben, lege es auf ein Backblech und pinsel die Scheiben mit Olivenöl ein.
  2. Je nach Geschmack kannst du noch gepressten Knoblauch, Rosmarin oder Meersalz darüber geben.
  3. Im Ofen brauchen die Brotchips bei 150 Grad ca. 30 Minuten.
  4. Nach etwa 15 Minuten bekommt das Brot schon etwas Farbe. Dann musst du die Brotscheiben umdrehen und auch die andere Seite noch einmal mit Öl einpinseln und würzen.

Noch mehr einfache Tipps für altes Brot

Croutons sind schnell aus altem Brot gemacht
Croutons sind schnell aus altem Brot gemacht (Foto: CCO/pixabay/teeale)

Es musst ja nicht immer gleich eine Hauptspeise oder ein herzhafter Snack sein…

  • Altes Brot kannst du auch zu Croutons verarbeiten, um damit Suppen und Salate aufzupeppen. Dafür schneidest du einfach das alt geworden Brot in kleine Würfel und brätst diese in einer Pfanne an.
  • Paniermehl oder auch Semmelbrösel musst du nicht im Supermarkt oder beim Bäcker kaufen, wenn du altes Brot zu Hause hast. Dafür schneidest du einfach das alte Brot in Scheiben und lässt es trocknen. In einer Küchenmaschine kannst du es dann zu Mehl zerkleinern.

Tipp: So lange keine Ölsaaten im Brot waren, ist Paniermehl sehr lange haltbar. Achte aber darauf, es in einem trocknen Behälter aufzubewahren. Mit Semmelbrösel kannst du Gemüse und Fleisch panieren, Soßen anbinden oder Kuchenformen bestreuen, damit der Teig nicht festklebt.

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(1) Kommentar

  1. Meine Brotchips brauchen nur 5 – 10 Minuten. Ich nehme dafür ziemlich trockenes Weissbrot und lasse das gewürzte Öl vorher eine halbe bis 1 Stunde einziehen. Wenden ist dann unnötig!

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