Kürbiskerne rösten – einfach und lecker

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Kürbiskerne sind geröstet ein leckerer Snack. Sie sind daher viel zu schade für den Müll. Hier zeigen wir dir, wie du frische Kürbiskerne rösten und lange haltbar machen kannst.

Geröstete Kürbiskerne: Ein gesunder Snack für Zwischendurch

Die Kürbiskerne können auch verwendet werden: sie lassen sich rösten.
Die Kürbiskerne können auch verwendet werden: sie lassen sich rösten. (Foto: CCO / Pixabay / Couleur)

Kürbiskerne sind reich an ungesättigten Omega-6-Fettsäuren. Deswegen wird aus ihnen auch Kürbiskernöl gewonnen. Zudem enthalten sie viele weitere wichtige Nährstoffe wie:

In der Naturheilkunde werden Kürbiskerne wegen ihrer entzündungshemmenden Wirkung und als Zinklieferant empfohlen. Sie stärken das Immunsystem und sollen bei Menopausenbeschwerden und Diabetes helfen.

Die Kürbiskerne, die du beim Kochen von Kürbis-Rezepten oder beim Kürbis schnitzen übrig behältst, sind also viel zu schade für den Kompost. Röste sie doch lieber!

Kürbis-Rezepte:

Vorbereitung: Kürbiskerne vom Fruchtfleisch lösen

Die Kerne vom Fruchtfleisch lösen und anschließend trocknen.
Die Kerne vom Fruchtfleisch lösen und anschließend trocknen. (Foto: Utopia)

Bevor du die Kürbiskerne rösten kannst, musst du sie vom faserigen Fruchtfleisch lösen.

  1. Entferne dafür zunächst grob das Fruchtfleisch.
  2. Wasche die übrigen Fasern mit Hilfe eines Sieb ab.
  3. Einzelne Fasern kannst du mit den Händen, mit einer Gemüsebürste oder einer sauberen Spülbürste abschrubben. Tipp: Die Fasern lassen sich einfacher lösen, wenn du die Kerne einen Tag lang in Wasser einweichen lässt.
  4. Danach müssen die Kürbiskerne trocknen. Breite sie dazu einfach auf einem Küchenhandtuch an einem warmen Ort für einen Tag aus.

Wenn sie getrocknet sind, kannst du sie weiterverarbeiten.

Kürbiskerne in der Pfanne rösten

Geröstete Kürbiskerne sind hervorragende Snacks für zwischendurch
Geröstete Kürbiskerne sind hervorragende Snacks für zwischendurch (Foto: CCO / Pixabay / april197707180)

Die Kürbiskerne können nun mitsamt Schale in der Pfanne oder im Backofen geröstet werden.

Diese Zutaten brauchst du für geröstete Kürbiskerne:

  • Kürbiskerne (trocken und ohne Fasern)
  • 1-2 TL Bio-Olivenöl
  • je nach Geschmack: 1-2 TL Meersalz, Knoblauchpulver, Zimt und Zucker oder Honig (hier sind der Experimentierfreude keine Grenzen gesetzt)
  1. Mische die Kerne mit dem Olivenöl und den Gewürzen. Du kannst sie nun in der Pfanne rösten.
  2. Gib so viel Olivenöl in eine Pfanne, bis der Boden bedeckt ist.
  3. Füge etwa einen bis zwei Esslöffel Salz hinzu.
  4. Dann gibst du die Kürbiskerne hinzu. Gib nicht zu viele Kerne auf einmal in die Pfanne, weil sie sonst anbrennen könnten.
  5. Schließe die Pfanne mit dem Deckel und stelle sie bei hoher Hitze auf den Herd.
  6. Die hellen Schalen ploppen nach kurzer Zeit auf, sodass du an den dunklen Kern kommst.
  7. Wenn die meisten Schalen aufgeplatzt sind, nimm die Pfanne vom Herd.

Fertig ist dein gesunder Snack! Luftdicht in Schraubgläsern aufbewahrt hält er sich für mehrere Monate.

Kürbiskerne im Backofen rösten

  1. Breite die Kerne auf einem Backblech aus.
  2. Röste sie für 5 bis 15 Minuten bei 160°C mit Umluft.
  3. Wende und mische die Kürbiskerne spätestens nach 5 Minuten, sodass sie von beiden Seiten geröstet werden.

Doch Vorsicht: Wie alle Kerne neigen auch Kürbiskerne dazu, plötzlich anzubrennen. Prüfe also lieber häufiger, ob die Kerne schon fertig sind. Auch der Honig (bei süßen Kürbiskernen) brennt schnell an.

Viele Rezepte empfehlen, den Backofen vorzuheizen. Dabei wird jedoch oft viel Energie verschwendet bei geringer Zeitersparnis. Lasse die Kürbiskerne einfach ein paar Minuten länger im Ofen und nutze auch die Restwärme.

Kann man die Schale der Kürbiskerne mitessen?

Die Schale der Kürbiskerne ist nicht giftig und könnte theoretisch mitgegessen werden. Allerdings ist sie hart und holzig. Beim Knabbern und Snacken ist das nicht schlimm, denn du kannst sie mit etwas Übung mit den Zähnen anknacken und den Kern aussaugen. Falls du deine Kerne zum Backen verwenden möchtest, kannst du sie vor dem Rösten schälen:

  1. Verteile dazu die faserfreien und getrockneten Kerne auf einer geraden Fläche.
  2. Rolle mit dem Nudelholz darüber, sodass die Kerne anknacken, jedoch nicht ganz platt sind.
  3. Koche sie für ca. 30 Minuten in Wasser. Die Kerne sinken nun langsam zum Boden, während die Schalen oben bleiben.
  4. Schöpfe die Schalen ab und spüle die Kerne in einem Sieb ab.
  5. Drücke die restlichen Kerne mit der Hand aus der abgekühlten Schale.

Sie sind dann fertig und du kannst mit ihnen backen.

Welche Kürbissorte nehmen?

Die Kerne des Ölkürbis eignen sich besonders gut
Die Kerne des Ölkürbis eignen sich besonders gut (Foto: CCO / Pixabay / KleeKarl)

Du kannst die Kürbiskerne jeder essbaren Kürbissorte verwenden. Gut geeignet sind Kürbisse mit größeren Kernen wie Hokkaido, Muskatkürbis oder der gelbe bzw. rote Zentner.

Vor allem die Kerne des Ölkürbis sind gut geeignet. Die Kerne dieser speziellen Kürbisart sind nicht verholzt und besonders dick. Deswegen können sie direkt ohne Schälen gegessen werden. Das Fruchtfleisch des Ölkürbis ist essbar, jedoch fasrig und sehr mild im Geschmack. Deswegen eignet er sich nicht, um Suppe daraus zu machen. Ein leckeres Beilagengemüse, geschnitten oder geraspelt und gut gewürzt, lässt sich aus ihm aber zubereiten.

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(8) Kommentare

  1. Bei mir hat das nicht geklappt!
    Die Kürbiskernschale ist noch halbwegs weich, obwohl sie viel länger und nicht mit zu viel Öl im Ofen waren. Kürbiskerne selbst sind nicht identifizierbar. Vielleicht war der Kürbis zu wenig reif?

  2. Vermutlich zu unreif. Die Kerne müssen schon sehr dick sein, damit sie nicht nur aus Schale bestehen, sondern auch was drinnen ist.
    Wichtig ist, daß die Kerne trocken sind, also nach dem Waschen etwas liegen lassen. Sonst werden sie nicht schön rösch.

  3. Also ich muß leider sagen, daß wir relativ schnell zu dem Schluss gekommen sind, daß sich die Energie für den Backofen nicht rentiert.
    Wir haben ja viele Kürbise im Garten, auch ausgereifte mit großen Kernen.
    Aber das Ergebnis ist einfach nicht so toll.

  4. Hast Du denn die Schale des kerns abgemacht?
    Die ist natürlich nicht lecker.
    Es gibt Kürbissorten, wo die Kerne keine Schalen haben, z.B. den steirischen Ölkürbis. Evt. ginge es damit besser.
    Ich habe den aber noch nicht getestet.

  5. Hab es selbst noch nicht versucht, das wird mal gemacht wenn eh was anderes in Ofen kommt, aber aus den Erfahrungen die ich mit meinem Ofen gemacht habe würde ich nicht die Umluftfunktion verwenden sondern eine etwas höhere Temperatur und Ober/ Unterhitze. Das hat bei mir zum Rösten von Nüssen viel besser geklappt.

  6. – Siebes -> Wasche die übrigen Fasern mit Hilfe eines Sieb ab.

    Was nun?
    In der Pfanne kann man sie sofort essen, wo doch eben gerade die Schale aufplatzte?
    Wozu dann die Gewürze, die garnicht an den Kern rankamen? Honig auf Schale??? o_O
    Sie schreiben, diese seien dann fertig…

    Wozu dann die Kerne und NICHT die Samen mit Schale im Backofen rösten???
    Sie schreiben explizit die Kerne, also muss das DANACH, nach dem Pfannenrösten geschehen??

    Das wird hier leider nicht deutlich… 🙁