Kürbiskerne rösten – einfach und lecker

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Kürbiskerne sind geröstet ein leckerer Snack. Sie sind daher viel zu schade für den Müll. Hier zeigen wir dir, wie du frische Kürbiskerne rösten und lange haltbar machen kannst.

Die Kürbiskerne können auch verwendet werden: sie lassen sich rösten.
Die Kürbiskerne können auch verwendet werden: sie lassen sich rösten.
(Foto: CCO / Pixabay / Couleur)

Kürbiskerne sind reich an ungesättigten Omega-6-Fettsäuren. Deswegen wird aus ihnen auch Kürbiskernöl gewonnen. Zudem enthalten sie viele weitere wichtige Nährstoffe wie:

In der Naturheilkunde werden Kürbiskerne wegen ihrer entzündungshemmenden Wirkung und als Zinklieferant empfohlen. Sie stärken das Immunsystem und sollen bei Menopausenbeschwerden und Diabetes helfen.

Die Kürbiskerne, die du beim Kochen von Kürbis-Rezepten oder beim Kürbis schnitzen übrig behältst, sind also viel zu schade für den Kompost. Röste sie doch lieber!

Tipp: Du kannst die Kürbiskerne in verschiedenen Geschmacksrichtungen rösten – deiner Experimentierfreude sind dabei keine Grenze gesetzt. Dieses Rezept ist für salzige Kerne mit einer Knoblauchnote. Genauso gut kannst du die Kürbiskerne aber mit Honig und Zimt rösten für einen süßen Snack. 

Geröstete Kürbiskerne: Ein gesunder Snack für Zwischendurch

  • Zubereitung: ca. 30 Minuten
Zutaten:
  •   Kürbiskerne eines beliebigen Kürbisses
  • 1,5 TL Olivenöl
  •   Meersalz
  •   Knoblauchpulver
Zubereitung
  1. Entferne grob das faserige Fruchtfleisch von den Kürbiskernen.

  2. Wasche die übrigen Fasern mit Hilfe eines Sieb ab.

  3. Entferne einzelne Fasern mit den Händen, mit einer Gemüsebürste oder einer sauberen Spülbürste. Tipp: Die Fasern lassen sich einfacher lösen, wenn du die Kerne einen Tag lang in Wasser einweichen lässt.

  4. (Foto: Utopia)

    Breite die sauberen Kürbiskerne zum Trocknen dazu auf einem Küchenhandtuch an einem warmen Ort für einen Tag aus.

  5. Mische die getrockneten Kerne mit dem Olivenöl und den Gewürzen.

  6. Gib so viel Olivenöl in eine Pfanne, bis der Boden bedeckt ist.

  7. Füge das Meersalz hinzu.

  8. Dann gibst du die Kürbiskerne hinzu. Gib nicht zu viele Kerne auf einmal in die Pfanne, weil sie sonst anbrennen könnten. Würze mit dem Knoblauchpulver.

  9. Schließe die Pfanne mit dem Deckel und stelle sie bei hoher Hitze auf den Herd. Die hellen Schalen ploppen nach kurzer Zeit auf, sodass du an den dunklen Kern kommst.

  10. Wenn die meisten Schalen aufgeplatzt sind, nimm die Pfanne vom Herd. 

Alternativ: Kürbiskerne im Backofen rösten

Breite die Kerne auf einem Backblech aus und röste sie für fünf bis 15 Minuten bei 160°C mit Umluft. Wende und mische die Kürbiskerne spätestens nach fünf Minuten, sodass sie von beiden Seiten geröstet werden.

Doch Vorsicht: Wie alle Kerne neigen auch Kürbiskerne dazu, plötzlich anzubrennen. Prüfe also lieber häufiger, ob die Kerne schon fertig sind. Auch der Honig (bei süßen Kürbiskernen) brennt schnell an.

Viele Rezepte empfehlen, den Backofen vorzuheizen. Dabei wird jedoch oft viel Energie verschwendet bei geringer Zeitersparnis. Lasse die Kürbiskerne einfach ein paar Minuten länger im Ofen und nutze auch die Restwärme.

Luftdicht in Schraubgläsern aufbewahrt, halten sich die gerösteten Kürbiskerne für mehrere Wochen.

Kann man die Schale der Kürbiskerne mitessen?

Die Schale der Kürbiskerne ist nicht giftig und könnte theoretisch mitgegessen werden. Allerdings ist sie hart und holzig. Beim Knabbern und Snacken ist das nicht schlimm, denn du kannst sie mit etwas Übung mit den Zähnen anknacken und den Kern aussaugen. Falls du deine Kerne zum Backen verwenden möchtest, kannst du sie vor dem Rösten schälen:

  1. Verteile dazu die faserfreien und getrockneten Kerne auf einer geraden Fläche.
  2. Rolle mit dem Nudelholz darüber, sodass die Kerne anknacken, jedoch nicht ganz platt sind.
  3. Koche sie für ca. 30 Minuten in Wasser. Die Kerne sinken nun langsam zum Boden, während die Schalen oben bleiben.
  4. Schöpfe die Schalen ab und spüle die Kerne in einem Sieb ab.
  5. Drücke die restlichen Kerne mit der Hand aus der abgekühlten Schale.

Sie sind dann fertig und du kannst mit ihnen zum Beispiel Brot backen.

Welche Kürbissorte nehmen?

Die Kerne des Ölkürbis eignen sich besonders gut
Die Kerne des Ölkürbis eignen sich besonders gut
(Foto: CCO / Pixabay / KleeKarl)

Du kannst die Kürbiskerne jeder essbaren Kürbissorte verwenden. Gut geeignet sind Kürbisse mit größeren Kernen wie Hokkaido, Muskatkürbis oder der gelbe bzw. rote Zentner.

Vor allem die Kerne des Ölkürbis sind gut geeignet. Die Kerne dieser speziellen Kürbisart sind nicht verholzt und besonders dick. Deswegen können sie direkt ohne Schälen gegessen werden. Das Fruchtfleisch des Ölkürbis ist essbar, jedoch fasrig und sehr mild im Geschmack. Deswegen eignet er sich nicht, um Suppe daraus zu machen. Ein leckeres Beilagengemüse, geschnitten oder geraspelt und gut gewürzt, lässt sich aus ihm aber zubereiten. 

Kürbis-Rezepte:

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(8) Kommentare

  1. Bei mir hat das nicht geklappt!
    Die Kürbiskernschale ist noch halbwegs weich, obwohl sie viel länger und nicht mit zu viel Öl im Ofen waren. Kürbiskerne selbst sind nicht identifizierbar. Vielleicht war der Kürbis zu wenig reif?

  2. Vermutlich zu unreif. Die Kerne müssen schon sehr dick sein, damit sie nicht nur aus Schale bestehen, sondern auch was drinnen ist.
    Wichtig ist, daß die Kerne trocken sind, also nach dem Waschen etwas liegen lassen. Sonst werden sie nicht schön rösch.

  3. Also ich muß leider sagen, daß wir relativ schnell zu dem Schluss gekommen sind, daß sich die Energie für den Backofen nicht rentiert.
    Wir haben ja viele Kürbise im Garten, auch ausgereifte mit großen Kernen.
    Aber das Ergebnis ist einfach nicht so toll.

  4. Hast Du denn die Schale des kerns abgemacht?
    Die ist natürlich nicht lecker.
    Es gibt Kürbissorten, wo die Kerne keine Schalen haben, z.B. den steirischen Ölkürbis. Evt. ginge es damit besser.
    Ich habe den aber noch nicht getestet.

  5. Hab es selbst noch nicht versucht, das wird mal gemacht wenn eh was anderes in Ofen kommt, aber aus den Erfahrungen die ich mit meinem Ofen gemacht habe würde ich nicht die Umluftfunktion verwenden sondern eine etwas höhere Temperatur und Ober/ Unterhitze. Das hat bei mir zum Rösten von Nüssen viel besser geklappt.

  6. – Siebes -> Wasche die übrigen Fasern mit Hilfe eines Sieb ab.

    Was nun?
    In der Pfanne kann man sie sofort essen, wo doch eben gerade die Schale aufplatzte?
    Wozu dann die Gewürze, die garnicht an den Kern rankamen? Honig auf Schale??? o_O
    Sie schreiben, diese seien dann fertig…

    Wozu dann die Kerne und NICHT die Samen mit Schale im Backofen rösten???
    Sie schreiben explizit die Kerne, also muss das DANACH, nach dem Pfannenrösten geschehen??

    Das wird hier leider nicht deutlich… 🙁