Kürbissorten: Überblick über die beliebtesten Arten

Foto: CC0 / Pixabay / Pexels

Verschiedenste Kürbissorten haben im Herbst Saison. Wir zeigen dir, welche besonders lecker sind, wie sie zubereitet werden und was sie so gesund macht.

Kürbissorten: Es gibt über 800 verschiedene

Im Herbst haben Kürbisse Hochsaison
Im Herbst haben Kürbisse Hochsaison
(Foto: CCO/pixabay/Hans)

Alle Kürbissorten kennen wohl selbst die größten Kürbis-Fans nicht: Weltweit gib es etwa 800 verschiedene. Ob groß, klein oder ausgehöhlt zu Halloween – Kürbisse schmecken ausgezeichnet und machen sich wunderbar als Dekoration.

Früher als „Arme-Leute-Essen“ verpönt, landen heute immer mehr Kürbisse auf unseren Tellern. Und das vollkommen zu Recht: Sie enthalten Kalium, Kalzium, Zink, Vitamin A, Vitamin C, Vitamin D und Vitamin E. Im Fruchtfleisch aller Kürbissorten steckt Kieselerde, die sich gut auf unsere Haut, Haare und Nägel auswirkt.

Ob ein Kürbis reif zur Ernte ist erkennst du daran, dass er hohl klingt wenn du dagegen klopfst. Hat die Schale keine Schäden und hast du den Stiel mindestens einen Zentimeter über dem Ansatz abgeschnitten, können alle Winterkürbisse monatelang an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort gelagert werden. 

Sommerkürbisse eignen sich nicht zur langen Lagerung. Ihre Schale ist dünner und zarter als die der Winterkürbisse, dafür kannst du sie aber mitessen.

Tipp: Zum Kürbisschnitzen eignen sich am besten die Sorten Ghost Rider oder Roter Zentner.

Klassische Kürbissorte: Der Hokkaido-Kürbis

Hokkaido-Kürbis ist eine klassische Kürbissorte.
Hokkaido-Kürbis ist eine klassische Kürbissorte.
(Foto: Sven Christian Schulz / Utopia)

Die wohl bekannteste und beliebteste Kürbissorte ist der Hokkaido. Ursprünglich stammt der Zwiebelkürbis, wie er auch genannt wird, von der japanischen Nordinsel Hokkaido. Seit fast drei Jahrzehnten wird er bei uns in Deutschland angebaut. Die leuchtend orangefarbenen Kürbisse werden meistens mit einem Gewicht von ein bis zwei Kilogramm verkauft. Sie können aber bis zu 50 Kilogramm schwer werden.

  • Das Fruchtfleisch des Hokkaidos ist fest und faserarm und hat einen leicht nussigen Geschmack.
  • Besonders praktisch an dieser Kürbissorte: Beim Hokkaido kann die Schale mitgegessen werden – damit ist er die Ausnahme unter den Winterkürbissen. Das erspart lästiges Schälen.
  • Obendrein enthält die Schale viel Vitamin A.

Hokkaido eignet sich besonders gut für Kürbissuppe, er passt aber auch zu anderen Kürbis-Rezepten, wie Curry. Aber auch mit Gemüse gefüllt oder überbacken schmeckt er. Die Saison für den Hokkaido beginnt im September und geht bis November. Da die Schale mitgegessen wird, solltest du den Kürbis vor dem Kochen gründlich putzen.

Beliebt in Deutschland und Amerika: der Butternut-Kürbis

Der birnenförmige Butternut-Kürbis
Der birnenförmige Butternut-Kürbis
(Foto: CCO/Utopia/Lea Hermann)

Diese Kürbissorte wird wegen ihrer Form auch „Birnenkürbis“ genannt und stammt aus Amerika. Du kannst ihn meist mit einem Gewicht von 200 Gramm bis zwei Kilogramm kaufen. Am besten schmeckt er, wenn er eine Länge von circa 20 bis 30 cm erreicht hat. Der Butternut ist ein Winterkürbis, der spätestens vor dem ersten Frost geerntet werden sollte und dann sehr gut lagerbar ist.

  • Den Butternut-Kürbis musst du schälen, da die Schale beim Kochen nicht weich wird. Am besten halbierst du dazu den Kürbis und entfernst beide Enden. Mit einem Löffel kratzt du die Kerne heraus (der Butternut-Kürbis hat nicht all zu viele) und mit einem scharfen Messer schälst du ihn vorsichtig. Das ist meist nicht schwer, da die Schale recht dünn ist.
  • Die Kürbissorte Butternut kann zu Püree, Curry oder Suppen verarbeitet werden. Aber auch geröstet oder eingelegt schmeckt er.
  • In den USA wird der Butternut-Kürbis als Füllung für den bekannten Kuchen „Pumpkin Pie“ verwendet. 

Kleine Kürbissorte: der Sweet Dumpling

Diese Kürbissorte sieht gut aus und schmeckt auch noch: Sweet Dumpling
Diese Kürbissorte sieht gut aus und schmeckt auch noch: Sweet Dumpling
(Foto: CCO/pixabay/Pexels )

Diese Kürbissorte stammt aus Mexiko, erfreut sich aber auch bei uns in Deutschland immer größerer Beliebtheit. 100 Tage reift der Sweet Dumpling und damit viel länger als anderen Kürbissorten. Der grün-, gelb- oder orange-gestreifte Sweet Dumpling wird mit einem Gewicht von 300 bis 600 Gramm geerntet, er ist also ein recht kleiner Kürbis.

  • Genau wie sein großer Kollege, der Hokkaido, kann auch die Schale des Sweet Dumplings mitgegessen werden.
  • Wie es der Name schon vermuten lässt, schmeckt sein Fruchtfleisch süß. Vom Geschmack her ähnelt er Maronen.
  • Der Sweet Dumpling ist sogar roh ein Genuss, zum Beispiel im Salat.

Das Fruchtfleisch der Kürbissorte kannst du aber auch wie Bratkartoffeln zubereiten. Auch als Püree, Suppe oder gefüllt schmeckt der Sweet Dumpling sehr lecker. Die Erntezeit liegt in der typischen Kürbiszeit und reicht von Ende September bis Anfang Oktober.  

Ungewöhnliche Kürbissorte: Der Spaghetti-Kürbis

Spaghetti mal anders: Spaghetti-Kürbis passt sehr gut zu Gorgonzolasoße
Spaghetti mal anders: Spaghetti-Kürbis passt sehr gut zu Gorgonzolasoße
(Foto: © Colourbox)

Der Spaghetti-Kürbis hat eine ovale und längliche Form und ist meist gelb. Ein bisschen ähnelt sein Aussehen einer Honigmelone. Er kann bis zu 25 cm lang und zwei Kilogramm schwer werden. Ursprünglich kommt diese Kürbissorte aus Japan, seit den 70er-Jahren kennt man ihn auch in Europa. Es handelt sich um einen Sommerkürbis, dessen Schale zart ist und deshalb mitgegessen werden kann.

  • Seinen Namen verdankt diese Kürbissorte seinem Inneren: Das Fruchtfleisch bildet spaghettiförmige Fäden.
  • Vom Geschmack her erinnert er an Zucchini.
  • Den Spaghetti-Kürbis kannst du ganz einfach zubereiten: Halbieren, Kerne entfernen, würzen und ab in den Ofen. Anschließend kannst du die „Spaghettis“ direkt aus dem Kürbis essen. 

Weiterlesen auf Utopia.de:

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter:

(1) Kommentar

  1. Also zumindest im Schnellkochtopf kann man die Schale beim Butternut dran lassen. In Würfel oder kleine Stückchen schneiden. 6-7 Minuten auf Stufe 2 (119°C). Danach ist die dünne Schale vielleicht noch minimal härter als gekochte Karotten… eine Konsistenz, die sich in Kombination mit dem super zarten Fruchfleisch sehr gut ergänzt, wie ich finde. Sehr lecker.

    Einer von vielen Vorteilen (https://utopia.de/ratgeber/schnellkochtopf-garzeiten-so-kochst-du-energiesparend/) eines Schnellkochtopfes ;).

    Ich habe das Glück keine 10km von einem sehr großen Demeter Hof zu wohnen. Dort gibt es so um die 15 Kürbissorten. Hokkaido und Butternut kennt ja fast jeder. Ansonsten fand ich sehr lecker: Delicia/Delicata (nussig) und Blue Valvet (sehr süß mit ner Kastaniennote). Sweet Dumpling und andere Sorten probiere ich die Tage. „Langer von Neapel“ hatte leider wenig Geschmack. Spagehttikürbis ist nicht schlecht, aber kommt mMn nicht an die oben genannten heran.