Maronen zubereiten: Im Backofen rösten oder im Topf kochen?

Maronen, Esskastanien
Foto: Sven Christian Schulz / Utopia

Maronen kannst du im Backofen rösten, im Topf kochen oder auch roh essen. Je nach Zubereitungsart müssen die Esskastanien dafür aber unterschiedlich vorbereitet werden. Wir zeigen, wie dir die Maronen gelingen.

Topf oder Backofen? Maronen richtig zubereiten

Maronen im Backofen zubereiten
Maronen im Backofen zubereiten
(Foto: CC0 / Pixabay / falco)

Besonders lecker schmecken Maronen aus dem Backofen. Denn hier behalten die Esskastanien ihren typischen Geschmack am besten. Maronen aus dem Backofen eignen sich besonders gut zum Naschen. Bevor du die Maronen in den Ofen legst, musst du sie aber für das Rösten vorbereiten:

  1. Schneide als erstes mit einer Schere den spitzen Pinsel der Maronen ab.
  2. Danach musst du mit einem scharfen Messer (z.B. von **Memolife oder **Avocadostore) ein Kreuz in die Schale der Maronen schlitzen. Dies ist wichtig, damit die Maronen durch die Hitze nicht aufplatzen.
  3. Ob du das Kreuz auf der flachen Seite oder am unteren Ende machst, spielt keine Rolle. Wichtig ist nur, dass die Schale auch wirklich durchtrennt ist und der Schnitt groß genug ist. Es macht überhaupt nichts, wenn du das Fruchtfleich dabei mit einschneidest. Je nach Größe der Kastanie sollte der Kreuzschnitt etwa anderthalb Zentimeter lang sein.
  4. Nun kannst du die Maronen bei 175° C und  Umluft in den Backofen geben.
  5. Stelle neben die Maronen noch eine Schale mit Leitungswasser, damit die Maronen beim Rösten nicht austrocknen.

Tipp: Du musst den Backofen nicht vorheizen. Schaue nach etwa 20 Minuten, ob die Maronen bereits fertig sind. Dies erkennst du daran, dass sich die Einkerbungen deutlich geöffnet haben und die Schale etwas dunkler ist (siehe Bild). Dann kannst du sie aus dem Ofen nehmen und die Schalen entfernen. Heizt dein Backofen nur langsam auf 175° C hoch, können die Maronen bis zu 30 Minuten im Ofen benötigen.

Maronen im Topf kochen

Leckere Maronen kochen oder backen
Leckere Maronen kochen oder backen
(Foto: Sven Christian Schulz / Utopia)

Esskastanien eignen sich auch als Beilage zum Sonntagsessen. Denn sie enthalten viel Stärke und ersetzen so Kartoffeln. Da Maronen recht teuer sind, lohnt es sich nur, wenn du einen eigenen Baum im Garten oder nahegelegenen Park hast. Als Beilage werden Maronen gerne im Topf gekocht:

  1. Auch hierfür musst du die Maronen zuerst kreuzweise einschlitzen. Etwa anderthalb Zentimeter sollten der Einschnitt lang sein und und bis an das Fruchtfleisch reichen.
  2. Anschließend kochst du die Maronen in leicht gesalzenem Wasser für etwa 20 Minuten.
  3. Wenn die Schale an den Einkerbungen weit aufgeplatzt ist, sind die Maronen fertig.
  4. Dann kannst du sie noch etwas abkühlen lassen und die Schale entfernen.

Alternativ: Maronen roh und aus der Pfanne

Du kannst Maronen übrigens auch roh essen. Der Geschmack erinnert sehr an Walnüsse, die Maronen sind aber nicht ganz so cremig. Lediglich die Schale musst du vorher mit einem scharfen Messer entfernen, dann liegt das helle Fruchtfleisch schon vor dir.

Alternativ kannst du Maronen in einer gusseisernen Pfanne (online z.B. bei **Memolife)mit Deckel rösten. Dazu müssen die Maronen natürlich wieder aufgeschlitzt werden, da sie sonst selber aufplatzen. Wichtig ist:

  • Verwende kein Öl, sondern gib die Maronen direkt in die heiße Pfanne.
  • Die Maronen müssen bei niedriger Temperatur so lange geröstet werden, bis sich die Schale öffnet. 
  • Damit die Maronen nicht anbrennen, solltest du sie immer wieder in der Pfanne schwenken. 

Wie gesund sind Maronen wirklich?

Mit etwas Glück findest du Maronen im Park
Mit etwas Glück findest du Maronen im Park
(Foto: Sven Christian Schulz / Utopia)

Maronen gibt es ab Ende September/Anfang Oktober. Sie sind ein echtes Power-Food: Maroni enthalten viel hochwertiges Eiweiß und im Vergleich zu Nüssen viel weniger Fett. Noch dazu sind sie reich an KaliumCalciumEisenMagnesium, sowie Vitamin EVitamin C und fast allen B-Vitamine sowie Betacarotin.

Wenn du im Herbst auf dem Markt oder im Winter auf dem Weihnachtsmarkt Maronen kaufst, sind die in der Regel sehr teuer. Aber Maronen wachsen auch in vielen Parks und Laubwäldern. Sie sind zwar viel seltener als die normalen Kastanien (die übrigens giftig sind), aber wer einmal ein paar Bäume gefunden hat, kann dort jedes Jahr sehr viele Maronen ernten. Denn in jeder Hülle stecken bis zu drei Maronen. Aufmerksam durch Parks und Wälder zu spazieren kann sich also lohnen.

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