Was kann ich (denn schon) tun? Bewusste Konsumenten zweifeln an der Industrie und am Recyclingsystem

© Evan Lorne / shutterstock

Auf dem Weg zum Produkt führt an der Verpackung meist kein Weg vorbei: Daran stören sich immer mehr Konsumenten – wir haben sie gefragt, was man besser machen kann. Hier die Ergebnisse aus 3.000 Befragungen.

Seit Jahren beobachten wir das stark gestiegene Interesse bewusster Konsumenten am Thema Verpackungen. Ob wir auf Utopia.de über Ocean Plastik, Mikroplastik oder Unverpackt-Angebote von Supermärkten berichten: stets werden die Artikel von vielen Tausend Menschen gelesen, auf Facebook „geliked“ und geteilt.

Dies hat uns veranlasst, im Rahmen einer Kurz-Umfrage auf Utopia einmal genauer nachzufragen: Welche Einstellungen haben die Menschen zum Thema Verpackungen? Was sind sie selbst bereit zu tun, um Verpackungsmüll zu reduzieren? Und was erwarten sie von Herstellern und Handel? Mehr als 3.000 Utopia-Nutzer haben im Mai 2018 an der Umfrage teilgenommen. Nun stellen wir die Resultate vor.

Verpackungsmüll: Die einen mehr, die anderen weniger

Eine Erkenntnis ist, dass sich die Konsumenten in der Einschätzung, ob ihr Verpackungsmüll mehr oder weniger geworden ist, uneins sind: 43% sagen, es sei mehr geworden, 39% haben den Eindruck, es sei weniger geworden.

Auffällig ist, wie sehr sich die Begründungen für die Zu- bzw. Abnahme unterscheiden. Wer meint, es sei mehr geworden, führt dies vorrangig auf externe Faktoren zurück. Schuld seien vor allem Handel und Hersteller, die immer häufiger und aufwändiger verpackten. Wer hingegen eine Abnahme konstatiert, führt diese vor allem auf das eigene umweltbewusste(re) Verhalten zurück.

Die Befragung bestätigt zudem, was wir seit Jahren auf der Website beobachten: Bewusste Verbraucher haben eine hohe Affinität und Sensibilität für das Thema Verpackungen. Ihre Bereitschaft, Verpackungsabfälle zu reduzieren oder zu vermeiden, ist besonders groß.

Trotzdem moniert mehr als die Hälfte der Befragten, dass sie kaum eine Chance hätten, Verpackungsmüll zu reduzieren, da zu viele Produkte ausschließlich verpackt angeboten würden. Entsprechend sehen auch bewusste Konsumenten die Verantwortung für die nachhaltige Reduktion von Verpackungsmüll mehrheitlich bei Herstellern und Handel.

Recyclingsystem in der Image-Krise

Eine weitere Erkenntnis der Utopia-Umfrage ist, dass das deutsche Recyclingsystem in einer Vertrauenskrise steckt: Drei von vier Teilnehmern der Befragung zweifeln am System. Nur eine kleine Minderheit von 20 Prozent ist sich sicher, dass getrennt gesammelte / entsorgte Abfall-Materialien auch getrennt verwertet werden.

Trotz dieser Skepsis gegenüber dem Funktionieren des Systems bemühen sich die Verbraucher um eine Mülltrennung, die das Recycling erleichtert. Aber 45 Prozent der Befragten bekräftigen, dass sie sich noch mehr Mühe geben würden, wenn sie sich darauf verlassen könnten, dass Abfälle, die sie getrennt entsorgen, auch entsprechend verwertet werden.

„Bio“ verliert gegen „Unverpackt“

In einer „Frage der Woche“, an der 2.148 Utopia-Nutzer teilgenommen haben, haben wir weiter gefragt: „Wenn du die Wahl hast zwischen verpackten Bio-Produkten oder unverpacktem konventionellem Obst und Gemüse: Wofür entscheidest du dich?“

Eine klare Mehrheit würde „konventionell und unverpackt“ gegenüber Bio-Obst- und Gemüse bevorzugen, wenn dieses verpackt ist. Ob sich dahinter nicht nur ein Spiegelbild der Marktanteile, sondern auch ein zunehmender Bedeutungs- und Glaubwürdigkeitsverlust von „Bio“ verbirgt? Dazu bald mehr bei Utopia Insights.

Utopia Mini-Studie zum Thema Verpackung
Utopia Mini-Studie zum Thema Verpackung (© Utopia)

Unseren Flyer „Insights Verpackungen“ mit allen Ergebnissen können Sie hier runterladen.
Alle Zahlen und Erfragungsergebnisse im Detail stehen für Sie hier auf Utopia Insights zum Download bereit.

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