Glyphosat

Glyphosat ist ein sogenanntes Breitbandherbizid – ein radikales Unkrautvernichtungsmittel. In Deutschland wird es großflächig in der konventionellen Landwirtschaft, aber auch im Privatgebrauch eingesetzt – dabei ist Glyphosat sehr umstritten. Rückstände von Glyphosat finden sich überall in der Umwelt: In Gewässern, Böden und Pflanzen, selbst im menschlichen Urin und in Muttermilch wurden Rückstände nachgewiesen. Im Frühjahr 2016 entschied sich die EU-Kommission für eine weitere Zulassung. Im März 2017 beurteilte die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) Glyphosat als „nicht krebserregend“. Das Urteil birgt einige Brisanz – denn fast zeitgleich wurde bekannt, dass der US-amerikanische Saatgut- und Herbizid-Konzern Monsanto ein Verbot aktiv zu verhindern versucht.

In der Bio-Landwirtschaft ist der Einsatz von Glyphosat verboten.

Herbizide in der Landwirtschaft Herbizide in der Landwirtschaft

Giftige Entlaubungsmittel: Herbizide in der Landwirtschaft

| Glyphosat ist nicht das einzige Herbizid, mit dem die Agrarindustrie ihre Erträge verbessern möchte. Vor allem bei der Kartoffelernte kommen sogenannte Entlaubungsmittel wie das giftige "Diquat" zum Einsatz. Es sorgt für eine festere Schale und längere Haltbarkeit – doch es schädigt auch die Nerven, wenn es eingeatmet wird. Weiterlesen