Heidegold: Eier-Rückruf wegen Salmonellen-Verdacht

Braune Eier Bodenhaltung
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Heidegold ruft rund 100.000 ihrer Eier aus Bodenhaltung zurück – wegen des Verdachts auf Salmonellen. Die Eier wurden vor allem beim Discounter Netto verkauft. Eine Salmonellen-Vergiftung ist eine Lebensmittelinfektion, die beim Menschen Magen-Darm-Erkrankungen und Durchfall hervorrufen kann. 

Heidegold-Rückruf trifft Eier von „Netto“

Bodenhaltung Eier
Egal ob Heidegold, oder andere Produzenten: Besser gar keine Eier aus Bodenhaltung kaufen. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay - Couleur)

Die Salmonellen wurden bei einer Routineuntersuchung zufällig in zwei Chargen brauner Eiern aus Bodenhaltung entdeckt. Dabei befanden sich die Bakterien auf der Schale der Eier – nicht in den Eiern selbst. Die Eier wurden insbesondere vom Lebensmittel-Discounter Netto in den Bundesländern Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein verkauft. Festgestellt wurden die Salmonellen auf den folgenden Chargen:

  • Bodenhaltungseier aller Gewichtsklassen mit Haltbarkeitsdatum 28. März 2017 und Aufdruck 2-DE-0351921 und 2-DE-1327781. Diese Eier wurden über diverse andere Verkaufsstätten, darunter auch Großhändler, in Niedersachsen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Hessen vertrieben.
  • Bodenhaltungseier der Größen M und L mit Haltbarkeitsdatum 31. März 2017 und Aufdruck 2-DE-0351921 und 2-DE-1327781. Sie wurden bei Netto in Teilen von Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein verkauft.

Heidegold hat alle belieferten Unternehmen informiert und die dort vorhandenen Restmengen zurückgerufen. Kunden, die entsprechend deklarierte Eier gekauft haben, können diese bei ihren Einkaufsstätten zurückgeben und erhalten den Kaufpreis zurück. Heidegold ist laut Foodwatch Report 2015 mit mehreren Millionen Hühnern der zweitgrößte Eierproduzent in Deutschland.

Unser Tipp: Eier aus Bodenhaltung meiden!

Wir empfehlen, grundsätzlich keine Eier aus Bodenhaltung zu kaufen. Was zunächst besser klingt als die in der EU untersagte „Käfighaltung“, bedeutet für die Tiere kaum bessere Haltungsbedingungen: In Wirklichkeit teilen sich mitunter 18 Hühner einen Quadratmeter. Wegen der Vogelgrippe gelten aktuell jedoch andere Regeln, denn faktisch werden die meisten Hühner – egal ob Freiland- oder Bio-Haltung – derzeit drinnen gehalten. Nach 12 Wochen Stallhaltung müssen auch Freilandeier als Eier aus Bodenhaltung bezeichnet werden.

Bei Bio-Haltung gelten nochmals andere Regeln: Eine Henne muss ein Drittel ihrer rund 80 Wochen Lebenszeit draußen leben – erst nach etwa 50 Wochen Stallhaltung müssen Bio-Verpackungen mit dem Zusatz Bodenhaltung deklariert werden. Mehr grundsätzliche Informationen liest du in unserem Artikel „Welche Eier soll ich kaufen„?

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(1) Kommentar

  1. 1. Eier aus Bodenhaltung sind aufgrund der Haltungsform anfälliger für derartige Verunreinigungen. Dies lässt sich produktionstechnisch nur eingeschränkt verhindern.

    2. In diesem Fall haben die internen Kontrollen des Herstellers funktioniert.

    3. Die Bakterien befinden sich auf der äußeren Schale. Bei einem sachgerechten Umgang mit den Eiern besteht für mich als Verbraucher keinerlei Gefahr.

    4. Eier dürfen in Deutschland nicht vor dem Kauf gewaschen werden. Dies hätte die Bakterien sicher beseitigt, allerdings die Haltbarkeit der Eier verkürzt. Das wäre auf der Verpackung entsprechend angegeben worden. Das ist dem Gesetzgeber leider egal.

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