Die besten grünen Banken

Grüne Banken wickeln ihre Geschäfte fair, ethisch und ökologisch ab. In Deutschland gibt es vier empfehlenswerte: die GLS Bank, die Triodos Bank, die Umweltbank und die Ethikbank. Hier erfährst du, was nachhaltige Banken bieten, warum sich der Bankwechsel lohnt und was du dabei beachten solltest. Unsere Nutzer berichten außerdem von ihren persönlichen Erfahrungen mit grünen Banken.

Bestenliste: Die besten grünen Banken

Wie funktionieren nachhaltige Banken?

Nachhaltige beziehungsweise grüne Banken erbringen typische Bank-Leistungen wie ein grünes Girokonto, Tagesgeld-Konten und verschiedene Geldanlagen, Altersvorsorge-Produkte oder vergeben Kredite. Aber: Anders als konventionelle Banken investieren sie das Geld auf Basis strenger Nachhaltigkeits-Kriterien, sowohl im sozialen als auch im ökologischen Sinne. Nachhaltige Banken bieten außerdem ein hohes Maß an Transparenz, damit Kunden nachvollziehen können, an welchen Geschäften sich die Bank beteiligt.

Warum zur nachhaltigen Bank wechseln?

Große konventionelle Banken handeln meist mit heiklen Finanzprodukten und investieren in Branchen oder Firmen, die man eigentlich nicht guten Gewissens unterstützen kann. So kann es durchaus passieren, dass das angelegte Geld als Kredit an Firmen vergeben wird, die Atomkraftwerke bauen oder mit Waffen handeln. Als Kunde hat man hier kaum Möglichkeiten, auf die Geschäftspraktiken Einfluss zu nehmen. Lies dazu auch: 5 Argumente gegen konventionelle Banken.

Grüne Banken: Beispiele

Zu den nachhaltigen Banken zählen in Deutschland die GLS Bank, die Triodos Bank, die Umweltbank und die Ethikbank. Bei Der GLS Bank kann man zum Beispiel selbst mitbestimmen, welche Art von Projekten mit den Einlagen des eigenen Girokontos gefördert werden soll. Daneben bieten die nachhaltigen Banken oft besonders gute Konditionen für ökologische Projekte an. Darunter fallen zum Beispiel die günstigen Baufinanzierungen für ökologische Häuser, die bei der Umweltbank und der Ethikbank („ÖkoKredit“) angeboten werden. Die GLS Bank betreibt neben dem regulären Bankgeschäft auch eine Crowdfunding-Plattform für gemeinnützige Projekte.

Auch Kirchenbanken wie die Bank für Kirche und Diakonie oder die Styler Bank haben oft einen hohen Anspruch, im Sinne der Nachhaltigkeit zu investieren. Bei der Transparenz, der Kontrolle der eigenen Anlagen und der Strenge der Anlagekriterien sind die Alternativbanken in der Regel aber schon deutlich weiter.

Vor dem Bank-Wechsel: Bedürfnisse prüfen

Vor dem Wechsel zu einer nachhaltigen Bank sollte man definitiv in Erfahrung bringen, wie die Bargeldversorgung geregelt ist. Bei der Ethikbank und der GLS Bank stehen den Girokonto-Kunden meist sämtliche Geldautomaten der Volks- und Raiffeisenbanken für das Geldabheben kostenlos zur Verfügung. Kunden der Triododos Bank können darüber hinaus auch noch die Automaten aller Großbanken kostenfrei nutzen, allerdings nur mit Triodos Kreditkarte. Lies dazu auch den Beitrag: Grünes Girokonto: Was Ökobanken den Kunden bieten.

Was muss ich beim Bank-Wechsel beachten?

Beim Wechsel gilt es, wie bei jedem anderen Bankwechsel auch, auf ein paar entscheidende Formalitäten zu achten. Dazu gehört, alle Zahlungsaufträge und Einzugsermächtigungen auf das neue Konto umzustellen. Außerdem müssen alle Personen und Organisationen, von denen du Geld erwartest, rechtzeitig informiert werden, besonders der Arbeitgeber. Die Umstellung kann sich im Detail durchaus zeitraubend gestalten. Das sollte sich aber ab dem 18.9.2016 ändern, wenn ein neues Gesetz den Bankwechsel erleichtert.

Allerdings unterstützen auch die nachhaltigen Banken ihre Neukunden beim Wechsel in der Regel sehr zuverlässig. Die Ethikbank stellt sogar ein eigenes Online-Formular zur Verfügung, mit dem man seine Zahlungspartner erfassen und gleich direkt informieren kann. Um aber wirklich alle Missverständnisse auszuschließen, führt man am besten das alte Konto noch eine Zeit lang parallel zum neuen weiter.