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Besonders perfide: Vorsicht vor gefälschter Microsoft-Meldung im Browser

Vorsicht vor gefälschter Microsoft-Meldung im Browser
Fotos: Unsplash / Nicolas Solerieu (li.) - Turag Photography (re.)

Auf einmal taucht ein Pop-up im Browser auf, das dazu auffordert, den Kundenservice von Microsoft zu aktivieren. Doch bei der vermeintlichen Microsoft-Meldung handelt es sich um eine perfide Betrugsmasche, warnt ein Verbraucherschutzportal.

Dass Betrüger:innen anrufen und sich als Microsoft-Mitarbeiter:innen ausgeben, um auf die Rechner ihrer Opfer zu gelangen, hat man schon einmal gehört. Bei einer anderen Spielart dieser Angriffsmasche sollen Nutzer:innen aber selbst dazu gebracht werden, die Täter:innen anzurufen, etwa über gefälschte Microsoft-Meldungen im Browser. Davor warnt das Verbraucherschutzportal „Watchlist Internet“.

Die Pop-ups, die meist beim Klicken auf Werbung oder beim Besuch unseriöser Seiten auftauchen, deklarieren die Betrüger:innen dabei als Sicherheitswarnung des in Windows integrierten Virenscanners Defender: Schadsoftware sei gefunden, das Gerät aus Sicherheitsgründen blockiert worden, heißt es da. Dazu wird eine angebliche Telefonnummer des Microsoft-Supports angegeben.

Gefälschte Microsoft-Meldung: Nicht den falschen Support anrufen

Diese Nummer sollte man aber keinesfalls anrufen, warnen die Verbraucherschützer. Sonst landet man direkt bei den Betrüger:innen, die dann etwa Geld in Gestalt einer frei erfundenen Servicegebühr verlangen oder ihre Opfer drängen, Fernwartungssoftware zu installieren, die dann aber nur dazu dient, den Rechner für Datendiebstahl, Erpressung und weitere Betrügereien zu übernehmen.

Beeindrucken lassen sollte man sich auch nicht von Audio-Einspielern, die die Pop-ups begleiten: Um den Druck zu erhöhen, erklärt eine Stimme, dass der Computer bereits Microsoft alarmiert habe, da dieser mit einem Trojaner infiziert sei und bereits Log-in-Daten von Onlinediensten sowie Kreditkartendaten in den Händen von Hacker:innen seien.

 Löschen von Website-Daten, Cache und Cookies

Stattdessen gilt es, den jeweiligen Tab oder besser noch gleich den ganzen Browser zu schließen. Auf das Schließen-Symbol (X) der gefälschten Windows-Warnung sollte man nicht klicken, weil dann die Anzeige in den Vollbild-Modus wechselt, was noch bedrohlicher wirken kann. Das Vollbild kann man in aller Regel mit der F11-Taste verlassen.

Taucht die gefälschte Warnung auch nach einem Neustart des Browsers immer wieder auf, raten die Verbraucherschützer:innen zum Löschen von Website-Daten, Cache und Cookies in den Browser-Einstellungen. Notfalls müsse der Browser zurückgesetzt werden. Auch Microsoft selbst bietet auf seinen Support-Seiten Hilfestellungen zum Thema Support-Scam.

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