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Weltweite Schäden durch Wetterkatastrophen – Deutschland unter Top 15

Meterhoch türmen sich Wohnwagen, Gastanks, Bäume und Schrott an einer Brücke über der Ahr in Altenahr.
Foto: Boris Roessler/dpa

Wirtschaftliche Schäden durch Wetterereignisse dürften mit dem Klimawandel steigen, schreibt der Rückversicherer Swiss Re. Deutschland ist unter den 15 Ländern mit der höchsten Belastung.

Die Philippinen erleben nach einer Studie des Rückversicherers Swiss Re bezogen auf ihre Wirtschaftsleistung weltweit die größten Schäden durch Wetterkatastrophen. Die Schäden machten dort nach modellierten Schätzungen aktuell drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) aus, berichtete das Swiss Re-Institut am Mittwoch in Zürich. Deutschland lag auf Platz 14.

Das Institut hat Daten zu vier Wetterereignissen ausgewertet: Überschwemmungen, tropische Wirbelstürme, schwere Gewitter und Winterstürme in Europa. Weltweit verursachen sie zusammen wirtschaftliche Schäden von geschätzt rund 200 Milliarden Dollar (rund 185 Mrd Euro) pro Jahr. Es handelt sich nach Angaben von Swiss Re um Modellrechnungen auf Basis von Zahlen des Jahres 2022.

USA nach den Philippinen auf Platz 2

Weit hinter den Philippinen lagen in der Studie die USA mit Schäden im Umfang von 0,38 Prozent des BIP auf Platz zwei, gefolgt von Thailand, Österreich und China. Deutschland lag mit Schäden im Umfang von 0,14 Prozent des BIP auf Platz 14. In absoluten Zahlen seien die Schäden in den USA aktuell mit Abstand am höchsten: rund 97 Milliarden Dollar im Jahr.

„Der Klimawandel führt zu einer Zunahme gravierender Wetterereignisse und wird damit zu einer immer stärkeren volkswirtschaftlichen Belastung“, wurde Swiss-Re-Chefökonom Jérôme Jean Haegeli zitiert.  

Klimawandel führe zu „einer Intensivierung der Wetterereignisse“

Die Modellrechnungen beziehen sich auf die gesamten Schäden, nicht nur die versicherten Schäden. Andere Wetterereignisse wie Hitzewellen wurden nicht berücksichtigt. Projektionen in die Zukunft seien nicht möglich, sagte eine Sprecherin.

Die Swiss Re habe die am stärksten von Klimawandel-Schäden betroffenen Länder analysiert, für die eine gute Datenlage vorhanden ist. „Diese Schätzungen liegen eher am unteren Ende möglicher wirtschaftlicher Schäden“, berichtete das Institut. „Da der Klimawandel zu einer Intensivierung der Wetterereignisse führt, dürfte auch das Verlustpotenzial steigen.“

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