Smart Home spart Heizkosten

Smart Home
Foto: "3D Green Energy" von Chris Potter unter CC BY 2.0

Mit Smart Home Systemen können wir unsere Heizkosten drastisch senken, so der Ökostrom-Versorger Polarstern. Je nach System ließe sich bis zur Hälfte der Energie einsparen.

Smart Home funktioniere dabei umso besser, je mehr Aufgaben die intelligenten Systeme uns beim Energiesparen abnehmen. „Je mehr die Raumwärme automatisch gesteuert wird, also je weniger Handgriffe von den Bewohnern gefordert sind, umso effektiver ist sie“, so Florian Henle von Polarstern.

Laut Thorsten Schneiders, Professor am Cologne Institute for Renewable Energy der TH Köln, glaubt vor allem an einen enormen Spareffekt bei Bestandsgebäuden. Am besten geeignet seien Systeme, bei denen man bestimmte Grundeinstellungen selbst vornehmen kann und sie so an die individuellen Umstände anpasst.

Hier lohnt sich Smart Home besonders

Smarte Fenster und Rollläden: Zeitschaltuhren, die Rollläden automatisch rauf- und runterfahren, können allein mehr fünf Prozent der Heizkosten sparen. Eine smarte Rollladensteuerung ist sogar noch effektiver: sie erkennt selbstständig Helligkeit wie Temperatur und stellt Rollladen oder Jalousie entsprechend ein.

Smarter Heizen: Programmierbare Thermostate können etwa zehn Prozent der Heizenergie einsparen. Die intelligentesten Systeme, die derzeit auf dem Markt sind, können laut Herstellerangaben sogar fast ein Drittel der Heizkosten einsparen. Sie beziehen Daten von Temperatursensoren, Online-Wettervorhersagen und Erfahrungswerten zur Raumerwärmung in die intelligente Heizungssteuerung mit ein.

Smarter Lüften: Stoßlüften ist bekannter Weise deutlich energiesparender als Fenster über längere Zeit zu kippen. Noch mehr Energie sparen automatische Belüftungssysteme. Eine smarte Belüftung mit Wärmerückgewinnung kann bis zu 50 Prozent der Heizkosten sparen.

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(4) Kommentare

  1. Wer braucht Smart Home? Wieso wird uns alles aus der Hand genommen?Dass das Strom spart,glaub ich auch nicht ,zumal ich irgendwo schon so etwas gelesen hatte. Das ist wieder eine Schlinge um den Hals der Bürger mehr!Noch mehr Überwachung! Ich kann das wirklich alles allein und ich achte auch darauf,dass ich so wenig Strom wie möglich verbrauche. Wenn ich mir aber eine Kaffemaschine kaufe und ich gemütlich meinen Kaffee trinken möchte und die 2. Tasse dann fast kalt ist,weil nach den Vorgaben der EU ,die Maschine sich selbst abstellt,dann werde ich wütend ! Da wird angeblich Strom gespart, wie auch bei Staubsaugern,die nicht mehr soviel Watt haben dürfen, und auf der anderen Seite soll man ein Elektroauto kaufen?Wie passt das zusammen?

    • Deine Skepsis kann ich gut nachvollziehen. Jede Einbindung von Geräten und Sensoren benötigt Strom, Batterien, eine Steuerelektronik, ggf. mit größeren Problemen und (teuren) Neuanschaffungen falls man das „System“ einmal wechseln möchte.

      Einspareffekte sehe ich dort – wie es meist der Fall ist – wo in der Vergangenheit große Verschwendung stattgefunden hat. Weil man zuhause nachlässig ist, kann das „sich Beschäftigen mit“ der Spar-Elektronik einen Bewusstseinswandel herbeiführen und über den Wettbewerb Gedanken zu einer Umerziehung führen.

      In Einrichtungen, die beruflich genutzt werden, hat die Geschäftsleitung bzw. der Controller Interesse daran, Kosten zu sparen, dann hilft eine Steuerelektronik mit der Überwachung.

      Unsere Kaffeemaschine macht ohnehin nur 1 Tasse bzw. 2 kleinere Tassen, doch die Maschine wird so heiß, dass sie nach einer Wartezeit schneller bereit ist für die zweite Tasse. Staubsauger haben wir noch letztes Jahr neu gekauft, ohne Performance Bremse, doch mit eingebauter Sparfunktion auf reduziert ~700 Watt.

      Elektroautos sind meines Wissens sehr gute Beispiel für extremes Stromsparen, die Autobauer haben die Regelelektronik meist (zu) gut umgesetzt, so dass Komfortmerkmale wie Heizung ebenfalls abgeschaltet werden bei sehr knapper Batteriekapazität. Da heisst es wieder warme Jacke einpacken, finde ich gut. 😉

      Wir ziehen unsere Rolläden noch von Hand, lüften quer auf jeder Etage, das geht schnell, schalten den Pelletofen rechtzeitig ab (noch manuell, trotz vorhandener Automatik Software) weil Restwärme nachheizt.

      Wer wirklich sparen will im Haushalt dürfte sich tatsächlich teuere Steuerelektronik mit einsparen.

      Mein neuestes Gimmick ist eine LED Deckenleuchte mit Fernbedienung. In Praxis läuft sie dennoch mit derselben Leuchtkraft und derselben Farbtemperatur, weil mir diese so am besten gefällt und gut tut. Aber ich könnte wenn ich wollte … also der Spieltrieb (für Männer) wird wunderbar erfüllt, ein Hormonkauf, den Frauen lasse ich gerne die Auswahl an 100 Farbnuancen an Schuhen, ich will meine 100 diversen LED Leuchtmittel, die trieben mich bereits in den Wahnsinn beim Shoppen.

  2. Wenn ich Strom sparen will und mir dies wichtig ist, drehe ich einfach, außer am Kühlschrank und Tiefkühltruhe, den Strom ab oder installiere einen Netzabschalter.
    Ich brauche keine digitale Schnittstelle nach außen, die ich nicht kontrollieren kann. Außerdem ist das Thema Strahlen und Elektrosmog als Krankmacher überhaupt nicht im Gespräch und solange kommt so ein Kontrollgerät nicht ins Haus!

  3. Das Smart Home ist einfach eine neue Geschäftsidee, mit der die Anbieter sehr viel Geld verdienen können. Zunächst benötigt man für die einzubauenden BUS-Systeme („intelligente“ Elektroinstallation) mehr als doppelt so viel Kabel wie konventionell, man benötigt wie schon bemerkt die Steuerenelektronik… und dann muß man das Ganze noch programmieren. Mag sein, dass Männer daran Spaß haben, aber die meisten Frauen sicher nicht.
    Es ist auch Unsinn, die Heizung häufig runter zu regeln, da hochheizen bzw. eine lebhafte Heizkurve wesentlich mehr Energie benötigt als eine ruhige Heizkurve. Das trifft zumindest bei Strahlungsheizungen zu. Nach wie vor ist es sinnvoll, einfach auf Stromverbraucher zu verzichten, bzw. die gute alte Steckdosenleiste mit Schalter einzusetzen und – zu Anbietern von regenerativem Strom zu wechseln….,auf keinen Fall die Fenster zu kippen und LED Birnen einzusetzen… und dann kann man auch noch, wenn man will, (wie ich und meine Feriengäste) auf Fernseher, Elektroherde, (Gasherde sind chicker und und man kocht zudem gesünder) Wäschetrockner, und sämtliche Küchengeräte (außer einem Zauberstab) incl. Kaffeemaschinen verzichten. Das spart enorm viel Geld und Zeit und natürlich
    Energie. Installateuere und die Verkäufer von Weißer Ware verdienen dann jedoch leider nichts. Statt 24 Steckdosen in der Küche (wie es heute Standard ist) habe ich 20 Steckdosen in einer 100 qm Wohnung mit Büro.
    Mag sein, dass diese Steuerungen für öffentliche und gewerbliche Gebäude sinnvoll sind, aber auch da wäre es vermutlich wirtschaftlicher, das Hirn einzusetzen und einfache Lösungen zu entwickeln, statt Fernsteuerung. Wir haben bei einem Gastronomieprojekt eine zentrale Steuerung eingesetzt – die Konsequenz ist, dass vom Personal nur zwei Schalter benutzt werden – ein und aus. Bei ein brennen ca. 200 Lampen und Strahler. Ohne zentrale Steuerung wäre es wesentlich wirtschaftlicher.

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