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Gutes tun: Steckt dir helfen im Blut?

TK Weltverbesserer Blut spenden
Foto: ctvvelve / stock.adobe.com

Der Weltblutspendentag am 14. Juni sollte uns jedes Jahr daran erinnern, dass Gutes tun ganz einfach sein kann. Dafür brauchen wir weder große Summen Geld noch einen einflussreichen Job, es erfordert lediglich ein bisschen Zeit – und deine Blutspende.

Gutes tun kann dir nämlich wortwörtlich im Blut stecken. Zum Beispiel, wenn aufgrund eines Unfalls oder einer Erkrankung dringend eine Blutkonserve benötigt wird. Jede Blutspende besitzt das Potenzial, Leben zu retten und niemand von uns weiß, wann er selbst in die Situation kommt, auf eine Bluttransfusion angewiesen zu sein. Dennoch geht die Zahl der Blutspenden in Krisenzeiten eher zurück. Der Weltblutspendentag am 14. Juni erinnert jährlich daran, wie wichtig es ist, Gutes zu tun und Blut zu spenden.

Ob in einer Krise oder zu normalen Zeiten – unser Gesundheitssystem ist auf freiwillige Blutspenden angewiesen. Das schöne dabei ist, du tust dir mit der Spende deines Blutes auch selbst etwas Gutes. Da nur Blut von gesunden Menschen ohne Infektionskrankheiten für Transfusionen eingesetzt werden kann, wird die Spende nach der Entnahme von Labormitarbeitern durchgecheckt. Wer regelmäßig Blut spendet, behält nebenbei auch seine eigene Gesundheit im Blick und erfährt frühzeitig von auftretenden Problemen, ohne lange beim Arzt dafür anstehen zu müssen.

TK Weltverbesserer Blut spenden
Nur rund 10 Minuten dauert es, bis ein halber Liter Blut aus dem Körper in einen Beutel geflossen ist. (Foto: CC0 Public Domain / Unsplash – Luann Hunt)

Gutes tun und Blut spenden

Legenden zufolge waren die ersten „Blutspender“ 1492 drei Kinder, deren Blut der damals schwer erkrankte Papst trank, um „verjüngt“ zu werden. Ob diese Geschichte stimmt, ist heute umstritten. Die erste „echte“ erfolgreiche Bluttransfusion von Mensch zu Mensch erfolgte 1823 in England, in Deutschland gelang die Übertragung von Blut erstmals 1828.

Diese Transfusionen waren eine gefährliche Sache und endeten meist tödlich, man wusste damals noch viel zu wenig über das menschliche Blut.

Erst die Entdeckung der Blutgruppen durch den Arzt Karl Landsteiner, dessen Geburtstag der 14. Juni ist, im Jahr 1901 machte Bluttransfusionen sicherer. Er entwickelte das bekannte AB0-System und entdeckte 1937 gemeinsam mit einem Kollegen auch den sogenannten Rhesusfaktor (positiv oder negativ). Für seine Leistungen erhielt Landsteiner den Medizinnobelpreis.

Heute kennt man etwa 30 verschiedenen Blutgruppensysteme, in die Menschen eingeteilt werden. Relevant sind aber nach wie vor die beiden Systeme von Landsteiner sowie das Kell-System. Stimmen diese Faktoren nicht überein, stößt das Immunsystem des Empfängers die Blutkonserve ab. Am häufigsten sind in Deutschland die Blutgruppen A und 0 mit einem Anteil von jeweils über 40 Prozent. Blutgruppe B haben nur etwa 11 Prozent der Deutschen, die seltenste Blutgruppe AB sogar nur 5 Prozent. Ganz ähnlich ist es mit dem Rhesusfaktor, rund 85 Prozent sind Rhesus positiv, der Rest negativ.

Blutspenden für die Gesundheit

Alle gesunden Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 68 Jahren dürfen regelmäßig einen Teil ihres Blutes „abzapfen“ lassen. Dabei dürfen Männer öfter als Frauen, da letztere auch während der Menstruation Blut verlieren. Der Grund ist nicht der Flüssigkeitsverlust, dieser ist durch Trinken schnell ausgeglichen. Der Körper braucht allerdings rund acht Wochen, um den Eisenspeicher wieder aufzufüllen. Natürlich sind die selteneren Blutgruppen bei den Blutspendediensten begehrter, weil schwerer zu bekommen. Da aber der Großteil der Bevölkerung den Blutgruppen A und 0 angehört, ist natürlich auch der Bedarf an Konserven hier deutlich höher.

Eine Ausnahme für die zur Blutspende zugelassenen Personen gibt es aber. Neben Drogenabhängigen, männlichen und weiblichen Sexarbeiter:innen und Häftlingen waren bis 2017 auch Männer, die Sex mit anderen Männern haben von dem Verbot zur Blutspende betroffen. Das Verbot geht auf die HIV-Krise in den 1980er Jahren und den sogenannten Blutskandal 1993 zurück. Damals wurde bekannt, dass es zu Ansteckungen mit verseuchte Blutpräparate gekommen war. Später entstand daraus das sogenannte Transfusionsgesetz. Seit 2017 dürfen Männer, die Sexualverkehr mit anderen Männern haben zwar Blut spenden, aktuell jedoch nur dann, wenn sie vorher ein Jahr lang enthaltsam waren.

Ungefähr 10 Minuten dauert es, bis ein halber Liter Blut aus dem Körper in einen Beutel geflossen ist, danach sollte man etwa eine halbe Stunde ausruhen. Während wir Pause machen, wird unser „Lebenssaft“ bereits vom Labor untersucht, in Blutgruppen eingeordnet, auf Krankheiten getestet und, zumindest für eine Zeit, haltbar gemacht, sofern alles in Ordnung ist.

Lies dazu auch: Die wichtigsten Ärzt:innen der Geschichte

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Warum Blutspenden immer gebraucht werden

Etwa 15.000 Blutkonserven werden in Deutschland pro Tag benötigt, aber nur 3 Prozent der Deutschen gehen regelmäßig, sprich mindestens jährlich, zur Blutspende. Manche gehen sporadisch, andere nie. Ferienzeit, Grippesaison oder große Hitze führen dazu, dass auch die regelmäßigen Spender ihren Besuch beim Roten Kreuz verschieben oder ausfallen lassen.

Im Sommer 2020 war die Situation besonders dramatisch. Corona hatte die Menschen vorsichtig werden lassen, die große Hitze tat ihr Übriges dazu. Teilweise waren die Kühlschränke, die sonst einen Vorrat für drei bis vier Tage enthielten, fast leer, berichtete das DRK.

Aktuell (Juni 2021) ist die Versorgungslage zwar stabil, doch die heißen Tage des Sommers stehen erst noch bevor und mögliche Lockerungen im Sommer könnten zu mehr Reisen und damit zu weniger Freiwilligen führen. Die verschiedenen Organisationen suchen daher nach Wegen, das Blutspenden attraktiver zu machen, etwa mittels einer App, die als digitaler Spenderausweis funktioniert. Dort sind alle wichtigen Informationen wie Blutgruppe oder der Zeitpunkt der nächsten möglichen Spende gespeichert. Zusätzlich zeigt die App auch an, wenn die Konserve verwendet wurde und deine Hilfe angekommen ist.

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Solange du gesund bist und im richtigen Alter, spricht nichts gegen eine Blutspende – im Gegenteil. (Foto: CC0 Public Domain / Unsplash – US National Cancer Institute)

Gründe, warum du Gutes tun und dein Blut spenden solltest

Immer noch nicht sicher, ob du Blut spenden solltest? Wenn du gesund bist und im richtigen Alter, haben wir hier gute Gründe für dich, es zumindest einmal auszuprobieren:

Hilfe für andere

Blutkonserven, egal ob Vollblut, Plasma oder andere Bestandteile, werden in vielen Situationen gebraucht. Und das nicht nur in Notfällen, bei schweren Unfällen oder Krankheiten. Schon normale Routine-Operationen benötigen häufig eine Bluttransfusion, ebenso Menschen mit Krebserkrankungen, nach einer Immuntherapie oder schweren Infektionskrankheit. Mit deinem Blut kannst du bis zu drei Menschen das Leben retten, ist das nicht schon Grund genug?

Das System aufrechterhalten

Jeder von uns kann in die Situation kommen, Blutkonserven zu benötigen, manchmal schneller, als einem lieb ist. Unsere medizinische Versorgung ist nur dann sichergestellt, wenn genug Blut für alle notwendigen Operationen und Therapien zur Verfügung steht. Da wir alle unser Gesundheitssystem brauchen, sollten wir auch unseren Beitrag dazu leisten.

Kostenloser Gesundheitscheck

Bei einer Spende wird das abgenommene Blut auf verschiedene Krankheiten überprüft. Dazu zählen neben HIV auch Hepatitis B und C oder Antikörper gegen Syphilis. Zusätzlich wird während der Blutspende auch der Blutdruck, der Hämoglobinwert, der Eisenwert und die Körpertemperatur gemessen, mögliche Erkrankungen und Mängel in diesem Bereich werden also frühzeitig erkannt.

Blutspenderausweis

Last, but not least gibt es auch noch einen Blutspenderausweis, der alle wichtigen Informationen rund um deine Blutgruppe beinhaltet. Im Notfall, wenn es um Sekunden geht, kann das ein entscheidender Vorteil sein. Dein Blut muss nicht erst getestet werden, sondern dir kann gleich die passende Konserve verabreicht werden und so im Extremfall nicht das eines anderen, sondern dein Leben retten!

Blutspenden kann Leben retten

Eine Blutspende ist wesentlich mehr als nur etwa einen halben Liter Blut in einen Beutel rinnen zu lassen. Mit geringem Aufwand kann auf diese Weise jeder von uns zum Lebensretter werden, ohne negative Folgen für die eigene Gesundheit. Ganz im Gegenteil, wer regelmäßig Blut spendet, kann eventuelle Probleme oder Mängel frühzeitig erkennen und gegensteuern. Uns selbst und anderen. Gutes tun steckt uns also wahrhaftig im Blut.

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