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Wie du stressfreier durch die neue Arbeitswelt kommst

© CCO Public Domain / Unsplash - Charles Deluvio

Unsere Arbeitswelt wurde dieses Jahr komplett auf den Kopf gestellt. Den einen mangelt es plötzlich an Arbeit, andere hangeln sich tagtäglich durch Homeoffice und Haushalt, wieder andere versuchen unter den neuen Hygiene-Bestimmungen am Arbeitsplatz so gut es geht ihren Job zu machen. Kurz: Die Arbeitswelt kann in diesen Tagen manchmal frustrierend sein. Hier ein paar Tipps, wie ihr mit Stress in der neuen Arbeitswelt besser umgehen könnt.

Sie zahlt unseren Lebensunterhalt, ist der Ort wo wir Gleichgesinnte treffen und uns selbst verwirklichen: unsere Arbeit. Doch sie kann auch eine ernstzunehmende Quelle für Stress und Unzufriedenheit sein. Warum ist das so? Und wie kann uns Resilienz im Job helfen?

Warum Arbeit uns stressen kann

Statistisch verbringen wir ganze acht Jahre unseres Lebens ununterbrochen mit Arbeit. Das allein ist allerdings nicht das Problem, vor allem, wenn wir überlegen, dass wir durchschnittlich 24 Lebensjahre verschlafen und 12 Jahre vor dem Fernseher sitzen. Doch unter bestimmten Umständen kann Arbeit sich in eine enorme Belastung verwandeln.

„Lange arbeiten ohne Pausen, Überstunden, eine hohe Arbeitsdichte und Zeitdruck können uns stressen“, erklärt Nils Backhaus, Arbeitswissenschaftler und Psychologe, der an der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin über Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit forscht. Fühlen wir uns dauerhaft überlastet, leidet unser Schlaf, wir fühlen uns erschöpft und unmotiviert – und unsere Leistung leidet. „Langfristig treten auch chronische Erkrankungen auf, das Risiko für Diabetes, Herzinfarkte oder Schlaganfall kann ansteigen“, erklärt Backhaus.

Arbeitspausen, Stress reduzieren vermeiden
Lange, pausenlose Arbeitsphasen können Stress erzeugen und damit langfrsitig unserer Gesundheit zusetzen. (© CCO Public Domain / Unsplash / Corinne Kutz)

8 Tipps, mit denen du noch heute resilienter arbeitest

Hier hilft uns Resilienz – unsere psychische Widerstandskraft – gelassen zu bleiben. Aber wie hilft sie uns, wenn wir uns jeden Morgen ins Büro schleppen müssen oder regelmäßig alleine auf der Unternehmenstoilette heulen? Etwa 25 Prozent der Beschäftigten erleben ihren Job als Nummer 1 Stressor in ihrem Leben (Quelle: International Differences in Well-Being). Seit Beginn der Pandemie fühlen sich viele Menschen im Homeoffice produktiver – wenn sie sich nicht neben der Arbeit um ihren Nachwuchs kümmern müssen. Doch die Isolation macht auch den Produktivsten zu schaffen. Zudem geben 50 Prozent der von der Techniker Krankenkasse befragten Menschen an, dass die Corona-Pandemie sie stresst. Ganze 80 Prozent der Befragten gaben an, dass sie den Kontakt zu ihren Freunden und zu den Kollegen vermissen. Um mit diesem Stress zurechtzukommen, können dir diese Resilienz-Tipps direkt helfen:

1. Stressoren erkennen – und konstruktiv lösen

Nimm dir etwas Zeit, um herauszufinden, was genau dich an deinem Job stresst: Der Zeitdruck? Die Arbeitsweise des*r Kollegen*in? Die Bezahlung? Sobald du deine Stressoren erkannt hast, kannst du dich auf die Suche nach konstruktiven Lösungen machen. Einige davon findest du im Folgenden.

2. Bringe deine Talente ein – aber nicht zu sehr

Wissenschaftler*innen wie der Psychologe und Nobelpreisträger Daniel Kahneman nehmen an, dass es uns glücklich macht, unsere Talente und Stärken in unserem Job einzubringen. Doch auch bei Talenten gilt: Die Dosis macht das Gift. Denn Perfektionismus kann uns zwar zu Höchstleistungen treiben, tut dies aber oft auf Kosten unseres Wohlbefindens. Füttere deine Resilienz, indem du deinen Perfektionismus auf Diät setzt.

Stress Pausen, Arbeitspausen, Perfektionismus zügeln
Mit unseren Talenten haushalten lernen: Perfektionismus, ja! Aber, nicht um jeden Preis! (© CCO Public Domain / Unsplash / Mikey Harris)

3. Wertschätze dich und andere

Einer der stärksten Resilienzfaktoren sind andere Menschen: Menschen, die uns an schlechten Tagen aufmuntern, uns einen Kaffee organisieren, wenn wir zu spät zur Besprechung kommen und die wir auch noch Feierabend noch mögen. Auch Empathie und Mitgefühl stärken unsere Resilienz, denn wenn wir versuchen, die Motive und Gründe für das Handeln unserer Mitmenschen zu verstehen, müssen wir uns nicht mit negativen Gefühlen wie Wut oder Genervtsein aufhalten. Stattdessen können wir gemeinsam eine Lösung finden.

Wenn uns etwas besonders gut gefällt, wir die Leistung von Kolleg*innen wahrnehmen oder uns mit jemandem freuen, dann dürfen wir das gerne auch laut sagen. Das freut unsere Kolleg*innen – und macht uns selbst auch ein bisschen glücklicher. „Deshalb empfiehlt sich auch für Führungskräfte ein wertschätzender Umgang mit den Mitarbeitenden“, sagt Backhaus. Und das geht während der Pandemie natürlich auch per Video-Chat.

Lies hierzu auch: Wie du mit dem Anti-Stress-Coaching der Techniker Krankenkasse online mehr Gelassenheit findest, lernst den Stress zu reduzieren und mit effektiven Entspannungsmethoden einen Ausgleich schaffst.

4. Deep Work statt digitalem Burnout

Wir müssen nicht ständig erreichbar sein. Die konsequente Fokussierung auf bestimmte Arbeiten hält der Informatik-Professors Cal Newport in seinem gleichnamigen Buch als „Deep Work“. Er empfiehlt, dass wir Smartphone und E-Mail-Eingang für intensive Arbeitsphasen auch mal abschalten dürfen. Die Illusion, dass wir durch Multitasking schneller fertig werden, können wir also getrost ad acta legen.

5. Work-Life-Balance schaffen

„Digitale Technologien ermöglichen uns, auch nach der Arbeit für Berufliches erreichbar zu sein“, sagt Backhaus. „Außerhalb der Arbeitszeit gilt deshalb: Abschalten.“ Im Feierabend sollten wir weder auf berufliche Mails antworten noch ans Diensttelefon gehen – oder uns diese Zeit als Überstunden aufschreiben. „Gerade momentan arbeiten viele Menschen im Homeoffice. Hier müssen wir besonders darauf achten, dass uns die Trennung zwischen Arbeit und Freizeit gelingt“, rät Backhaus.

6. Hör dir selbst zu

Wenn wir achtsam sind, betrachten wir uns, unser Leben und unser Handeln von einer Metaebene. Dadurch können wir die Dinge realistischer einschätzen und agiler auf Herausforderungen reagieren. Wenn wir achtsam sind, merken wir auch schneller, was uns wann und warum stresst. Dadurch können wir schon bald eine passende Lösung dafür finden. So kann Achtsamkeit uns aktiv dabei helfen, den Stress aus unserem Leben auszuladen.

Achtsamkeit, Perpektivenwechsel, Pausen, Metaebene
Perspektivenwechsel durch mehr Achtsamkeit. Stress schneller erkennen und vermeiden lernen. (© CCO Public Domain / Unsplash / Maria Shanina)

7. Bleib in Kontakt

Um einander vor der Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen, gehen wir momentan auf Abstand. Auch wenn wir uns momentan vor allem virtuell begegnen, ist dieser Kontakt wichtig. „Andere Menschen sind wichtig für unser Wohlbefinden“, sagt Backhaus. „Auch der Zusammenhalt zwischen Kolleg*innen kann während der Pandemie gestärkt werden. Hier ist insbesondere der informelle Austausch wichtig. Fachliche Diskussionen finden nach wie vor statt, aber der Austausch auf dem Flur oder in der Kaffeeküche entfällt. Dafür müssen wir neue Formate finden und ausprobieren, zum Beispiel virtuelle Kaffeepausen.“

8. Schlaf dich resilient

Pausen helfen uns, unsere Akkus aufzuladen. Sie sind wichtig, damit wir dauerhaft gesund bleiben und auch kurz vor Dienstschluss noch klar denken können. Außerdem sind sie wichtig für den Austausch mit unseren Kolleg*innen. Pausen sind damit ein wertvoller Baustein unserer Resilienz – und unserer Produktivität. „Die lange Pause nach der Arbeit ist wichtig, um die Belastung der Arbeit zu verarbeiten“, erklärt Backhaus. „Die Ruhezeit sollte so lang sein, dass sie Zeit für soziale Kontakte und Freizeitaktivitäten, aber auch eine ausreichende Portion Schlaf ermöglicht. Nur so sind wir am nächsten Arbeitstag wieder fit, belastbar und motiviert. Erholung lässt sich nicht auf die lange Bank schieben“. (Quelle: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin)

Der Schlüssel zum resilienten und zufriedenen Arbeiten lautet also: Such dir Verbündete und sei nicht so hart zu dir. Und: Schalte ab! Resiliente Menschen erlauben es sich, gut für sich zu sorgen. Dann ist man auch am nächsten Morgen noch leistungsfähig und kann mit guter Laune in den Tag starten.

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