Coca-Cola Life: Wie grün ist die grüne Cola?

Foto: © Coca Cola Deutschland

Auf der Fachmesse Internorga 2015 stellte Coca-Cola neue Produkte vor, darunter auch die schon seit 2013 gehypte „grüne Cola“. Sie heißt „Coca-Cola Life“ und soll in Deutschland Ende März erscheinen – doch was ist eigentlich grün an der braunen Brause?

Bei der Coca-Cola Life ersetzen „Steviolglykoside“ etwa ein Drittel des Zuckers, nämlich 37 Prozent der 106 Gramm Zucker pro Liter Cola. Ein Liter Coca-Cola Life enthält daher „nur“ noch 270 Kilokalorien, also etwa so viel wie eine Portion Pommes Frittes mit Mayo (klassische Coke: 420 Kilokalorien/Liter). Wem es auch bei diesen Kilokalorienwerten noch schwindelt, der greift wie gehabt zu Coca-Cola light oder Coke Zero – oder trinkt besser gleich Leitungswasser, das ist ohnehin gesünder.

Die Stevia-Pflanze, auch Süßkraut genannt, stammt ursprünglich aus Paraguay; heute wird sie unter anderem in China, USA, Vietnam, Brasilien, Indien und Kolumbien angebaut. Die Steviolglykoside aus Stevia-Blättern können bis zu 350 Mal süßer sein als Zucker und sind dabei trotzdem kalorienfrei. Erstaunlich ist, wie Coca Cola versucht, auf seinen Webseiten den Süßstoff in Wortwolken einzubetten, in denen stets von „natürlich“ oder „gereinigt“ die Rede ist.In Großbritannien heißt es gar „Sweetness from natural sources“.

Dabei setzt Coca-Cola bei seiner neuen grünen Koffein-Limonade leider weder auf Bio noch auf andere revolutionär natürliche oder „grüne“ Dinge – grün ist hier einfach nur die Banderole um die Flasche (und der Kronkorken). Immerhin ist es eine Pfandflasche, anders als in UK, wo es die grüne Coke schon in der Wegwerf-Dose gibt.

Die „grüne Cola“ wird ab Ende März zunächst im Außer-Haus-Handel (Gastronomie, Imbissbuden) erhältlich sein, derzeit gibt es sie schon bei „Vapiano“-Restaurants. Ab Mai soll eine Endkundenkampagne starten. Prost?

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