„Der Arbeitsplatz“ – nach diesem Kurzfilm willst du einen Job mit Sinn

Bild: Vimeo / el empleo

Arbeiten wir, um zu leben oder leben wir, um zu arbeiten? „El Empleo“ (dt.: die Anstellung / der Arbeitsplatz) wirft einen düsteren Blick auf die Instrumentalisierung des Menschen – um mit einer einfachen Botschaft wachzurütteln. Für diese muss man allerdings auch den Abspann ansehen.

Good Jobs – Hier findest du einen Job mit Sinn

Der Kurzfilm des argentinischen Illustrators Santiago Grasso stammt aus dem Jahr 2008 und hat seit seinem Erscheinen zahlreiche internationale Filmpreise gewonnen.

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(23) Kommentare

  1. Hi,

    ich würde auch gerne einen Job mit Sinn machen. Aber mal ehrlich … Will ich aus meiner Komfortzone raus? Ich würde gerne anderen mit meinem Job ein Segen sein nur leider verdient man in solchen Berufen einen Bruchteil von dem was ich jetzt verdiene und ich bin geschieden und hab zwei Kinder … In der Praxis ist es leider nicht so einfach … schade!

  2. Ich kann das gut verstehen, denn mir ging es bis vor kurzem ähnlich, bis ich im Büro kürzlich einen Zusammenbruch hatte, bei dem ich das Gefühl hatte, das wäre es jetzt gewesen. Da fragt man sich dann, was nun wirklich wichtig ist. Ich bin jetzt bereit den Weg meiner Freude zu gehen, wohin dieser mich auch immer führen mag. Wir glauben, wir hätten keine Wahl, aber ich denke inzwischen, dass das nicht stimmt. Wenn wir statt unserem eigenen Weg, also den Weg unserer Freude, den Weg, den andere für uns bestimmen, gehen, dann werden wir vom Leben früher oder später darauf hingewiesen, in welcher Form auch immer. Manchmal kann das auch zu spät sein.

  3. Da wollen wir doch mal bitte realistisch bleiben: Viele Menschen arbeiten um existieren zu können! Und dafür benötigt man ein bestimmtes Einkommen, selbst wenn man dafür strunzdämliche Tätigkeiten verrichtet oder in Firmen arbeitet, auf die hier gerne mit dem Finger gezeigt wird. Mit guten Taten für wenig Geld kommt man im Alltag nämlich nicht allzu weit. Und wenn ich mich bei „Good Jobs“ so umschaue, sehr ich viele „Klinkenputzerjobs“, vieles nur in Berlin oder gar im Ausland oder mit einem höheren Bedarf an Qualifikation wie Dipl.Ing.. Für die wechselwillige Verkäuferin von nebenan, die sich und ihre Kinder durchbringen muss, findet sich so gut wie nichts. Da macht es auch wenig Sinn zu „appellieren“, die Menschen sind heutzutage oft schon froh, wenn sie ohne staatliche Unterstützung auskommen dürfen.

  4. Wo soll das hinführen, wenn alle aufhören zu arbeiten – sollen wir dann am Ende wieder in Höhlen sitzen und den ganzen Tag mit unseren Freunden und Familien verbringen?
    Nicht jeder Bürojob ist so schlecht, wie in dem Film dargestellt. Leider sind Wohltätigkeitsjobs halt auch steuer- oder spendenfinanziert, ein hohes Einkommen um seine Familie zu versorgen, wird man damit kaum erreichen. Und das ist ja für die meisten Menschen der vorrangige „Sinn“ von Arbeit.

  5. „Wo soll das hinführen, wenn alle aufhören zu arbeiten“
    Wo ist denn die Rede davon, daß alle mit Arbeiten aufhören sollen?

    Du bist offensichtlich noch nicht ganz in der heutigen Welt angekommen.
    Bürojobs wird es bald so gut wie keine mehr geben.
    Bereits in den kommenden Jahren werden 500000 Jobs durch selbstfahrende Lastwagen wegfallen ect.
    Chat-Bots ersetzen Call-Center-Mitarbeiter u.s.w.

    Aber auch hochqualifizierte Leute sind davon betroffen.

    Das nächste was Du nicht verstanden hast, daß man „Job mit Sinn“ nicht unbedingt mit „Wohltätigkeitsjob“ übersetzen kann.

    Hohes Einkommen?
    Eher doch wichtig: gerechtes Einkommen für alle.
    Andernfalls wird es Verteilungskriege geben, wie sie sich jetzt bereits abzeichnen.

    Höchste Zeit, sich über diese Themen Gedanken zu machen.
    Dieser von Dir gezeichnete Sinn von Arbeit für Wohlstand durch Wachstum ist ja komplett am Ende der Fahnenstange angekommen.

  6. Hallo
    Danke
    ja ich will nix zerlavern….. auf den Punkt, dein Kommentar : richtig, dem gibts nix hin zuzufügen, netten freundlichen Gruss

    REFRATHunverpackt Facebook

  7. Ich habe in Japan Männer gesehen, die standen vor Parkhäusern und ihre Arbeit bestand offensichtlich darin, die herausfahrenden Autos in den Verkehr einzuwinken. In den USA begegneten mir Menschen am Strassenrand, die den Job hatten Werbeschilder hoch zu halten.
    Das waren für mich Helden, die ich jedem Hartzer vorziehe, der seinen Hintern nicht hochkriegt mit der Begründung, dass er keinen Job macht, bei dem er sich nicht selbst verwirklichen kann.
    Ich denke, man kann sich auch in seiner Freizeit snnvollen Tätigkeiten zuwenden, oder auf die Abendschule gehen.
    Wichtig wäre nur, dass man diesen von der Globalisierung profitierenden Steuervermeidern ein heftigen Stich in ihre Geldsäckel versetzt, damit man die Voraussetzungen der Chancengleichheit finanzieren kann.

  8. Da geb ich dir recht, lieber einen( für einen Persönlich) sinnlosen Job zur Not für Mindestlohn , wie Hartz 4 und sich von denen die bereit sind für wenig Geld zu Arbeiten um für sich selbst zu sorgen mit finanzieren zu lassen . Den wo ist das Fair? Auch das ist Ausbeute.

  9. Dass „Harzer“ ihren Hintern nicht hochkriegen hat vielleicht manchmal etwas mit Faulheit zu tun, keine Ahnung. Aber viele Menschen, welche auf Hartz 4 angewiesen sind werden so unwürdig vom Amt behandelt und haben so geringe gesellschaftliche Anerkennung, dass sie unter lähmender Depression leiden und es so nicht schaffen aus eigenem Antrieb einen Job zu finden.
    Zu diesem Thema empfehle ich den Film „FREIgestellt Die Zukunft der Arbeit“ (https://www.youtube.com/watch?v=lEb45_Yfzug)

    Liebe Grüße
    Manu

  10. Da hast du den wichtigsten Punkt vergessen: Es gibt schlicht nicht genug Stellen für alle. Selbst wenn alle arbeiten wöllten, müssten wir 3 Millionen Arbeitslose versorgen. Kann man die Menschen dafür verantwortlich machen, dass sie beim „Reise nach Jerusalem Spiel“ um Arbeitsplätze verloren haben? Muss man sie dann auch noch gängeln und als Faulpelze diffamieren? Zur Erinnerung: Die Würde des Menschen ist unantastbar!

  11. Gerano, das Problem ist doch nicht (nur), daß keiner Bock hat (also ich jedenfalls nicht), diese Jobs aus Deinem Beispiel zu machen.
    „herausfahrenden Autos in den Verkehr einzuwinken. In den USA begegneten mir Menschen am Strassenrand, die den Job hatten Werbeschilder hoch zu halten.“

    Sondern, daß diese Jobs im Zeitalter der bald selbstfahrenden Autos ect. automatisiert billiger gemacht werden.

    Und bekanntlich hat es keinen Sinn drüber zu diskutieren, ob es sinnvoll ist, diese Jobs zu automatisieren und damit weg zu rationalisieren.
    Die Vergangenheit zeigt, daß dies getan wird, sobald es technisch möglich ist.

    Die Frage ist also nicht, ob die automatisierung sinnvoll ist, sondern wie man sinnvoll damit umgehen kann.
    Was also wären sinnvollere Aufgaben für diese Menschen, als Werbeschilder hoch halten? Ich denke, im sozialen Bereich gäbe es genug zu tun.

  12. @ manu: depression ist ein großes problem. da gebe ich dir recht. und tatsächlich stelle ich mir die frage, wo das herkommt und was man dem entgegnen kann. sicher einige haben einfach kindische vorstellungen und das man einen termin beim arbeitsamt nicht absagen kann, weil man seine monatlichen blutungen hat, ist auch nicht jeder verständlich…
    und von der entfremdung des menschen zu sprechen hat sicherlich auch seine berechtigung.
    aber ich denke, letzlich ist es doch so,
    dass jesus, die hart arbeitenden menschen liebt
    https://www.youtube.com/watch?v=EDS00Pnhkqk

  13. Hallo, ich bin neu bei Utopia und finde die Diskussion sehr interessant. Teilweise hatte ich das Gefühl, manche haben Kommentare abgegeben nur des diskutierens Willen. Ich möchte hier gerne das Thema sinnvoller Job aufgreifen. Hier war die Rede von Burn out, Klinkenputzen, sofern man an nachhaltige Jobs ranwill etc.
    In Hamburg ruft meine Freundin Anja Germershausen gerade die Ausbildung und den Beruf ´Responsible Designer´ ins Leben. Grob erläutert ist die Ausbildung angelehnt an die Tätigkeiten eines Kommunikationsdesigners mit Hauptaugenmerk auf Nachhaltigkeit im Unternehmen, um diese durch Kommunikation und Marketing hervorzuheben. Die umfassende Perspektive zur Nachhaltigkeit und ihrem Nutzen für Unternehmen wird mit dieser Ausbildung erstmalig deutschlandweit angeboten.
    Die Ausbildung dauert 2 Jahre – halbtags, nachmittags.
    Sinnvoll: JA
    ökologisch wertvoll: JA
    Todarbeiten: NEIN
    mit Gleichgesinnten arbeiten: JA
    Kreativität: JA
    Wenn euch das interessiert, schaut gerne bei http://www.green-brand-academy.de vorbei oder meldet euch einfach per Mail: [email protected] oder telefonisch 040/88.23.32.80 wir sind für alle Fragen offen 🙂
    Ich bin Immobilienkauffrau und wurde sehr krank, hierdurch bin ich in eine Orientierungsphase gelangt und schätze mit glücklich dieses Arbeits-Feld gefunden zu haben.
    So genug jetzt von mir. Ich freue mich auf eure Impressionen.
    Liebe Grüße Tanja

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