Jeder Dritte kann sich vorstellen, Gegenstände übers Internet zu teilen

Illustration: Miro Poferl

Autos, Schlafplätze, Kleidung oder Mitfahrgelegenheit: Allein in Deutschland gibt es über 100 Online-Portale, die das Teilen zwischen Privatpersonen ermöglichen. Bislang kennt nur jeder Zehnte solche Angebote, aber fast jeder Dritte könnte sich vorstellen, Dinge übers Internet mit anderen zu teilen.

Das ergab eine deutschlandweite Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Rahmen des Forschungsprojektes PeerSharing. PeerSharing meint das Teilen von Gütern zwischen Privatpersonen, welches online von Dritten abgewickelt wird. Knapp sechs Prozent der Befragten nutzen bisher als Mieter Angebote zum Wohnungs-Sharing. Beim privaten Car-Sharing sind es bislang nur rund zwei Prozent, die ihr eigenes Auto für die Nutzung durch Fremde zur Verfügung stellen.

Über 100 Sharing-Portale

Doch das künftige Potenzial von Peer-to-Peer Sharing-Portalen liegt deutlich höher: So können sich fast ein Drittel der Befragten vorstellen, entsprechende Angebote in Zukunft zu nutzen. Insbesondere Kleider-Sharing und Mitfahrgelegenheiten sind für viele attraktiv. 

Allein in Deutschland gibt es über 100 Sharing-Portale, die das Teilen von privat zu privat ermöglichen. Die Datenbank „onlinegestütztes Peer-to-Peer Sharing in Deutschland“ (pdf) listet Plattformen aus den Bereichen Mobilität, Kleidung, Ernährung, Übernachten, Medien und Gebrauchsgegenstände auf.

PeerSharing Umfrage
Fast ein Drittel der Befragten können sich vorstellen, Peer-to-Peer-Sharing in Zukunft zu nutzen. (© Institut für ökologische Wirtschaftsforschung)

Wie wirkt sich das Teilen ökologisch aus?

Die Wissenschaftler vom Forschungsprojekt PeerSharing haben in ihrer Befragung auch untersucht, wer am meisten Interesse am Teilen von privat zu privat hat. So wurde festgestellt, dass zwar derzeit überproportional viele Männer Peer-to-Peer-Sharing nutzen, das größere Potenzial liegt allerdings bei weiblichen Verbrauchern. Vor allem junge Menschen (unter 34 Jahren) mit höherem Bildungsabschluss lassen sich als Zielgruppe für Peer-to-Peer-Sharing ausmachen.

Das Projekt untersucht zudem, wie sich onlinebasiertes Teilen von privat zu privat ökologisch auswirkt und was Verbraucher motiviert oder hindert mitzumachen.

Utopia ist Transferpartner des Projektes des Forschungsverbunds aus IÖW, IZT und ifeu und begleitet das Vorhaben und seine Ergebnisse redaktionell und führt zusätzlich Produkttests und Umfragen durch. Die Praxispartner des Projektes Kleiderkreisel, Drivy, flinc und Wimdu findet ihr auch bei uns auf Utopia.de.

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