Eckart von Hirschhausen warnt: Es ist der „höchste Preis, den wir zahlen“

Eckart von Hirschhausen: "Das ist der höchste Preis, den wir zahlen" "
Foto: Screenshot, ZDF Mediathek

Der bekannte Arzt Eckart von Hirschhausen stellt dem Planeten eine ernste Diagnose: Die Klimakrise mache die Welt für uns Menschen unbewohnbar. Bei Maybrit Illner appelliert er, jetzt in Lösungen zu denken und Dinge zu hinterfragen – zum Beispiel, warum Fleisch noch immer subventioniert wird.

Hitze und Trockenheit sind nur zwei aktuelle Begleiterscheinungen der Klimakrise, die eine Gefahr für die Menschheit darstellen. Auch Nahrung könnte infolge der Dürre knapp werden, da es zu Ernteausfällen kommt. Kurzum: Die Lage, in der wir uns befinden, ist ernst. Das sieht der Arzt und Moderator Eckart von Hirschhausen ähnlich. Vergangene Woche wies er in der Sendung von Maybrit Illner auf die gravierenden Konsequenzen hin, die der Klimawandel für die Menschen haben kann. Der „höchste Preis, den wir zahlen“ ist ihm zufolge, dass der Planet für uns sogar unbewohnbar werden könnte.

„Wir sind in einer extrem bedrohlichen Situation“

Durch Auswirkungen der Klimakrise ist das Leben auf dem Planeten bedroht, meint Hirschhausen in der Talkrunde. Unter anderem, weil die Nahrungssicherheit nicht mehr gewährleistet werden kann. Dass dennoch circa 60 Prozent des Getreides in Deutschland als Tierfutter eingesetzt werden, anstatt diese direkt zu Lebensmitteln zu verarbeiten, erschließt sich dem Arzt nicht.

Außerdem wird die bekanntermaßen klimaschädliche Fleischproduktion nach wie vor subventioniert, während die Mehrwertsteuer auf gesunde Lebensmittel wie Obst und Gemüse vergleichsweise hoch ist. Diese Umstände prangert Hirschhausen nun an und ergänzt: „Die größte Belastung ist und bleibt die Klimakrise. Sie macht das Leben für uns Menschen auf diesem Planeten unmöglich.“ Nicht zuletzt deshalb sollten wir umgehend handeln und zukunftsorientiert an Lösungen arbeiten, so Hirschhausen in einem Videoausschnitt der Sendung auf Twitter.

Die nächsten Generationen trifft es am stärksten

Kurzfristig steigende Energiepreise oder langfristig steigende Meeresspiegel, was werden uns die nächsten Generationen weniger verzeihen? Diese Frage stellt Eckart von Hirschhausen, als er darauf verweist, dass wirtschaftliche Betrachtungen alleine nicht ausreichen, zumal die Klimakrise unweigerlich Auswirkungen auf die Wirtschaft sowie auf die zugehörige Infrastruktur hat. Viel mehr aber noch: Die Folgen des Klimawandels werden künftige Generationen am meisten treffen, so Hirschhausen.

Auch wenn er selbst sie kurz zuvor angestoßen hat: Diskussionen über Mehrwertsteueranpassungen werden es dem Arzt zufolge nicht richten, wenn wir uns nicht gemeinsam auf „das große Ganze konzentrieren“. Den Ausbau erneuerbarer Energien nennt Hirschhausen als ein Beispiel, um zukunftsgerichtet gegen den Klimawandel vorzugehen und dabei gesundheitlichen Gefahren durch Luftverschmutzung vorzubeugen. Hier habe man in der Vergangenheit massiv versäumt, eine grüne Energiewende voranzutreiben, und man habe sich zu lange von den falschen Interessensgruppen beeinflussen lassen, so Hirschhausen. Er betont zudem: „Die Klimakrise ist da, sie ist echt, sie ist menschengemacht und sie wird jedes Jahr schlimmer. Auch die Kosten, die sie für die Wirtschaft verursacht.“

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