9 Lebensmittel, die du immer falsch gelagert hast

Lebensmittel lagern: Fehler
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay.com - luboshouska

Wer seine Lebensmittel richtig lagert, hat mehr davon – nämlich mehr Geschmack und weniger Müll. Die folgenden Tipps helfen dir, häufige Fehler zu vermeiden und dein Essen optimal aufzubewahren.

Etwa 18 Millionen Tonnen Essen landen in Deutschland jährlich im Müll. Daran sind auch wir Verbraucher schuld. Weil wir zu viel einkaufen, uns vom Mindesthaltbarkeitsdatum verunsichern lassen oder weil wir Lebensmittel falsch lagern und diese so schneller verderben. Die Nahrungsmittel richtig aufzubewahren, hilft also nicht nur Nährstoffe und Geschmack zu erhalten, sondern auch Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.

Tomaten gehören nicht in den Kühlschrank

Lebensmittel richtig lagern: Tomaten nicht in den Kühlschrank
Tomaten mögen keine Kälte. (Foto: © Colourbox.de)

Tomaten verlieren im Kühlschrank an Aroma und können sogar schneller schimmeln. Besser ist es, wenn man sie in einem kühlen Raum aufbewahrt (zum Beispiel Keller oder Speisekammer); ideal ist eine Temperatur von circa 15 Grad.

Wenn du keinen solchen Raum hast: Tomaten bei Zimmertemperatur zu lagern ist immer noch sinnvoller als im Kühlschrank. Das gilt übrigens auch für einige andere Gemüsesorten mit hohem Wasseranteil, zum Beispiel Gurken, Paprika, Zucchini und Auberginen.

Brot schimmelt in Plastik

Lebensmittel richtig lagern: Brot nicht in Plastik
Ideal: Brot im Tontopf lagern. (Foto: © Miro Poferl / Utopia)

Mal davon abgesehen, dass man plastikverpacktes Supermarkt-Brot besser nicht kaufen sollte: Brot hält sich am besten, wenn man es in einem luftdurchlässigen Behälter lagert. Luftdicht in Plastik verpackt fängt es schnell an zu schimmeln. Die vermeintlich altmodischen Brotkästen machen darum durchaus Sinn. Optimal sind Tongefäße, darin bleibt das Brot am längsten frisch.

Bananen und Äpfel vertragen sich nicht

Lebensmittel richtig lagern: Bananen und Äpfel nciht zusammen lagern
Optimal: Bananen hängend lagern (Foto: © labalajadia - Fotolia.com)

So schön eine bunte Obstschale auch aussieht: (reife) Bananen und Äpfel sollte man nicht zusammen lagern. Denn beide geben das Reifegas Ethylen ab. Dieses beschleunigt die Reifung – in diesem Fall gegenseitig. Das Obst verdirbt so schneller. Auch Birnen und Tomaten geben übrigens Ethylen ab.

Weil von reifen Bananen besonders viel Ethylen ausgeht, sollte man sie grundsätzlich getrennt von anderem Obst und Gemüse lagern – idealerweise hängend, denn in der Obstschale bekommen sie leicht Druckstellen. In den Kühlschrank gehören sie auf keinen Fall: Dort werden Bananen schnell braun.

Käse muss atmen können

Lebensmitel richtig lagern: Käse luftdurchlässig verpacken
Käse lieber in Wachspapier als in Plastik verpacken (Foto:© Colourbox.de)

Käse sollte man nicht in Plastik verpackt und/oder luftdicht lagern. Er hält sich besser, wenn man ihn in einer luftdurchlässigen Verpackung aufbewahrt, also beispielsweise in einem leicht angefeuchteten Tuch oder in Käsepapier (Wachspapier).

Tipp: Viele Käsehändler auf dem Wochenmarkt packen dir den Käse in Käsepapier ein – im Supermarkt bekommt man meist nur Plastik.

Essensreste ohne Plastikmüll lagern

Lebensmittel richtig lagern: Reste in Dosen anstatt in Folie lagern
Mittagessen To Go (Foto: © zoeytoja - Fotolia.com)

Reste vom Abendessen oder angeschnittenes Obst und Gemüse bedecken viele Menschen mit Frischhaltefolie, um es dann bis zum nächsten Tag im Kühlschrank aufzubewahren.

Das ist eine vollkommen unnötige Verschwendung von Plastik: du kannst solche Reste genauso gut in wiederverwendbaren, verschließbaren Dosen, Boxen oder sogar alten Schraubgläsern aufbewahren.

Vorteil: Du kannst deinen Rest gut verpackt mitnehmen – zum Beispiel als fertiges Mittagessen ins Büro. So sparst du auch dort noch einmal Verpackungsmüll.

Zitronen mögen keine Kälte

Zitronen und andere Zitrusfrüchte wie zum Beispiel Orangen oder Mandarinen vertragen keine Kälte – du solltest sie darum nicht im Kühlschrank aufbewahren. Bei (nicht allzu hoher) Zimmertemperatur und offener Lagerung bleiben sie länger frisch.

Lebensmittel richtig lagern: Zitronen nicht in den Kühlschrank legen
Zitronen und andere Südfrüchte haben es gerne etwas wärmer. (Foto: © Colourbox.de)

Selbst angeschnittene Zitronen halten sich bei Zimmertemperatur gut eine Woche. Am besten legt man sie mit der Schnittseite nach oben auf einen Teller, damit diese nicht schimmelt.

Champignons brauchen Luft

Lebensmittel richtig lagern: Champignons in Papiertüten aufbewahren
Pilze in Papier lagern (Foto: © Colourbox.de)

Champignons kauft man im Supermarkt meist in Plastikschalen. Besser geht es ihnen aber, wenn man sie zuhause im Kühlschrank in Papiertüten oder eingeschlagen in ein Geschirrtuch aufbewahrt: Die Pilze müssen „atmen“ können, in luftdichten Plastikverpackungen werden sie schnell feucht und verderben.

Außerdem lagert man Pilze am besten nicht unmittelbar neben geruchsintensiven Lebensmitteln, da sie leicht fremde Gerüche annehmen.

In jedem Fall sollte man Pilze schnell verbrauchen, denn länger als ein paar Tage halten sie sich nicht.

Dosen lieber leeren

Angebrochene Konservendosen stellt man besser nicht in den Kühlschrank: Aus dem Weißblech der Dose kann ungesundes Zinn in die Lebensmittel übergehen. Zwar sind inzwischen die meisten Dosen von innen mit Kunststoff beschichtet – doch auch diese Beschichtung steht wegen der oft enthaltenen bedenklichen Chemikalie BPA in der Kritik.

Lebensmittel richtig lagern: Konservendosen lieber leeren
Offene Dosen gehören nicht in den Kühlschrank. (Foto: © HandmadePictures - Fotolia.com)

Auf der sicheren Seite bist du, wenn du den Inhalt der offenen Dose in ein wiederverwendbares, verschließbares Gefäß umfüllst, zum Beispiel in ein sauberes leeres Schraubglas.

Radieschengrün muss nicht in den Müll

Zugegeben: Dieser Tipp gehört nicht unmittelbar in die Kategorie „Lebensmittel lagern“. Aber er hilft ebenfalls, Lebensmittelverschwendung zu vermeiden: Die Blätter von Radieschen, Rettich und Kohlrabi sind essbar und lecker. Man kann sie in Suppen, als Füllung für Ravioli oder Lasagne oder als Pesto verarbeiten. Ein Pesto-Rezept gibt es zum Beispiel hier.

Noch mehr Tipps zur richtigen Lebensmittel-Lagerung

In unserer Bilderstrecke findest du 10 Lebensmittel, die du nicht im Kühlschrank lagern solltest – und Tipps, wie du sie richtig aufbewahrst.

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(27) Kommentare

  1. Warum regt es die Gemüter so auf? Fühlen sich angesprochen und dumm? „…Lebensmittel die du immer falsch gelagert hast“ finde ich treffend, bei „praktische Tipps zum Lagern von Lebensmitteln“ verliert sich der Aufruf!
    Niemand kannn dir das Gefühl von Dummheit vermitteln, wenn nicht du selbst einen Anteil in dir hast, der selbst so von dir denkt……..
    Komisch auch warum sollte man sich auch dumm fühlen, wenn man eh fast alles schon so gemacht hatte?? Hatte man doch schon so klug gehandelt! Alles ist dein Spiegel, die Antwort ist immer in sich selbst und niemals im Außen.

    Super Tipps!! Hatte einiges nicht gewußt, Danke! Weiter so.

  2. Soweit ja gute Tipps 🙂 Nur das mit der Konservendose will mir nicht in den Kopf. Weshalb ist es kein Problem, die Lebensmittel aus frisch geöffneten Dosen zu essen, wenn sie aber drin verbleiben, löst sich (plötzlich?) Zinn und/oder BPA?
    Ändert sich das durchs Öffnen?

  3. Es scheint so zu sein, dass sich aus den Dosen Schadstoffe vor allem nach Kontakt mit Sauerstoff lösen können. Zudem kann durch Dosenöffner, Löffel o.Ä. die Dose bzw. deren Beschichtung beschädigt werden, wodurch wiederum Schadstoffe frei werden können.

  4. Das mit den Dosen scheint mir auch an den Haaren herbei gezogen.
    Wo sollte Zinn in der Dose sein? Ist da vielleicht Zink gemeint? Aber das verändert sich doch auch nicht, wenn die Dose offen ist.
    Wenn ein Dose halb leer ist sollte es mit der Schnittkante kein Problem geben, da die ja meist oben ist 🙂

  5. Der Unterschied ist, dass nach dem Öffnen Sauerstoff ran kommt.
    Häufig sieht man z. B. bei angebrochenen Obstkonserven, dass das blanke Metall oxidiert (es wird dunkler). Als entweder aufessen oder umfüllen.

  6. Ich finde die Überschrift auch ziemlich unglücklich gewählt. Wer utopia regelmäßig liest und sich auch ansonsten mit den hier behandelten Themen befasst, hat vermutlich beim Lesen dieses Artikels keine großen Überraschungen erlebt.

  7. Ich finde den Titel auch…merkwürdig. Das hat mit „Aufruf“ nichts zu tun, da wird der Leser pauschal für blöd erklärt. 🙁 Ein sachlicherer Titel hätte mich mehr angesprochen.

    Wobei ich eine Frage dann doch noch hätte: Warum soll eine Zitrusfrucht nicht in den Kühlschrank? Ich habe schon Zitronen und Grapefruits sowie Orangen wochenlang im Kühlschrank (offen im Gemüsefach) gelagert und da vergammelte nichts. Das ist bei den bei Zimmertemperatur gelagerten Früchten nicht so, die verderben mir deutlich schneller.

    Bei den Konserven ist anzumerken, dass es auf die Dose ankommt. Unbeschichtete Dosen eignen sich nach Anbruch tatsächlich nicht zum Aufbewahren, sobald Luft dran gekommen ist. Die innen weiß lackierten Dosen dagegen oxidieren nicht und sind damit ungefährlich für den Inhalt. Ein Umfüllen ist bei diesen Dosen nicht mehr notwendig.

  8. Ich habe meine Zitronen auch im Kühlschrank. Im Sommer würden sie außerhalb viel zu schnell schimmeln, als habe ich sie aus Gewohnheit immer im Kühlschrank und sie halten sich da lange.
    Allerdings stelle ich meinen Kühlschrank auch nicht so kalt ein, wie oft empfohlen.
    Der steht auf ca. 8°C und da kann man auch Zitronen und Eier aufbewahren, von denen es auch oft heißt, sie sollen nicht in Kühlschrank.

  9. Was ist ökolosch besser was in dünne Folie einpacken oder in so superteure Tupperware die gespült werden muss- und irgendwann auch auf dem Müll oder Flohmarkt landet. ?

  10. Warum soll Tupper oder überhaupt Plastik eine Alternative zu Frischhaltefolie sein? Besser: In wiederverwertete Schraubdeckelgläser, z.B. von Tomatsensoße etc.. Oder auch Porzellan- oder Glasschalen mit Deckel – die gibts auch Materialrein, dann aber mit Bruckgefahr, da der Deckel meist eher mal runterfällt. Ich bin daher auf Plastikdeckel übergegangen.
    Aber sicher ist es ökologisch immer noch besser, bereits vorhandene (!!!) Platikboxen zu benutrzen als Wegwerffolie. Ob man LBM allerdings überhaupt in Plastik lagern will, ist die andere Frage.

  11. Seit wir das – meist frische – Brot in der Papiertüte im Kühlschrank lagern (+7° C), wurde es nie mehr schimmelig. Es trocknet ein wenig ein, ist aber auch nach mehreren Tagen noch völlig genießbar! Keramik- oder Alu-Behälter – konstant schlechte Erfahrungen!

  12. Wie arrogant muss man sein um so eine Überschrift zu machen,
    (absolutes Bildzeitungsniveau/Effekthascherei,macht alles unseriös)

    9 Lebensmittel, die du immer falsch gelagert hast

    Woher will Frau Annika Flatley wissen, wie ich meine Lebensmittel lagere?
    Noch mehr solche Überschriften, dann bestelle ich diese Newsletter ab.

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