Eine neue Pfanne sollte in der Küche nicht sofort in Betrieb genommen werden. Zumindest bei einigen Modellen gilt, dass du die neue Pfanne auskochen solltest, bevor du sie das Erste mal benutzt.
Du hast eine neue Pfanne gekauft und kannst es kaum erwarten, sie einzuweihen? Doch Vorsicht: Bei einigen Modellen solltest du nicht direkt mit dem Kochen loslegen. Denn je nach Material musst du eine neue Pfanne auskochen, beziehungsweise einkochen oder einbrennen, bevor du sie das erste Mal benutzt.
Hinweis: Das Auskochen neuer Pfannen wird zwar von einigen Seiten empfohlen, ist jedoch keine verbreitete Methode. Zur Sicherheit kann es aber dennoch nicht schaden, deine Pfanne vor dem Erstgebrauch auszukochen. Alternativ kannst du diese Methode auch zur schonenden Reinigung bei hartnäckigen Rückständen oder Angebranntem in der Pfanne nutzen.
Teflon-Beschichtung: Wann du eine neue Pfanne auskochen musst
Die Verbraucherzentrale erklärt, warum du manche neuen Pfannen auskochen solltest, bevor vor Essen darin zubereitet wird:
Pfannen mit Teflon-Beschichtung können bei der Produktion Schadstoffe wie PFOA oder GenX abbekommen. Eventuell können davon noch einige in der Pfanne verblieben sein, wenn du sie im Laden kaufst. Weil diese Substanzen deiner Gesundheit und der Umwelt schaden können, wenn die Pfanne zu hoch erhitzt wird, müssen sie entfernt werden, bevor du deine Pfanne erstmals benutzt. Das Auskochen kann solche Rückstände aus der Pfanne auswaschen.
Auch einige Hersteller wie Fissler empfehlen, deine neue Pfanne vor dem Erstgebrauch auszukochen.
Neue Pfanne auskochen: So geht’s

Hauptsächlich bei Pfannen mit Teflon-Beschichtung empfiehlt die Verbraucherzentrale das Auskochen. Du kannst aber auch andere neue Pfannen auskochen. Bei unbeschichteten Pfannen kannst du beim Auskochen laut Fissler etwas Saft einer Zitrone hinzugeben für besondere Reinigung und Pflege vor der ersten Anwendung.
So kochst du eine neue Pfanne aus, Schritt für Schritt:
- Spüle die neue Pfanne per Hand mit Spülmittel und Spülbürste oder -lappen gründlich aus. Achtung: In die Spülmaschine gehört die Pfanne nicht.
- Fülle die Pfanne mit kaltem Wasser.
- Stelle die Pfanne auf eine Herdplatte und erhitze das Wasser langsam (zuerst mittlere Hitze einstellen, dann höher gehen).
- Sobald das Wasser kocht, kannst du die Hitze abstellen und die Pfanne auf dem Herd stehen und auskühlen lassen.
- Gib anschließend drei bis vier Tropfen Fett auf ein Küchentuch und reibe die Pfanne damit innen ein.
Übrigens ist das Auskochen auch eine beliebte Methode, um hartnäckige Rückstände vom Anbraten aus Pfannen zu entfernen, ohne die Pfanne zu beschädigen.
Statt auskochen: Welche Pfannen du einbrennen solltest

Neue Pfannen mit Teflon-Beschichtung sollten ausgekocht werden. Einbrennen ist stattdessen bei Eisenpfannen nötig. Das liegt daran, dass diese Pfannen keine Antihaftbeschichtung haben. Erst durch das Einbrennen bildet sich eine natürliche Schutzschicht, durch die deine Pfanne Antihaft-Eigenschaften erhält.
Wie das Einbrennen funktioniert, kannst du hier nachlesen: Eisenpfanne einbrennen: Anleitung für verschiedene Methoden
So halten deine Pfannen länger

Wenn du deine neue Pfanne ausgekocht oder eingebrannt hast, dann kannst du mit der richtigen Nutzung und Pflege für eine lange Lebensdauer sorgen. Beherzige dazu folgende Tipps:
- Erhitze Teflon-Pfannen nicht zu stark. Bei zu hohen Temperaturen können sich billigere Modelle schnell verziehen. Der Boden wölbt sich. Ab Temperaturen über 360 Grad Celsius kann sich zudem die Beschichtung lösen und giftige Dämpfe in die Luft gelangen.
- Nutze kein kaltgepresstes Olivenöl in Keramikpfannen bei hohen Temperaturen. Das Olivenöl kann beim Braten mit hohen Temperaturen die Beschichtung der Pfanne ruinieren – im schlimmsten Fall bereits beim ersten Mal.
Lesetipp dazu: Welches Speiseöl eignet sich wofür? Alles zu Rauchpunkt & Co.
- Erhitze Keramikpfanne nur langsam, weil sonst ebenfalls die Beschichtung kaputtgehen kann.
- Kratze nicht mit Messern oder Gabel in der Pfanne herum. Pfannenwender aus Holz schonen die Antihaftbeschichtung und sind somit für Pfannen besser geeignet.
- Wasche die Pfanne per Hand. Reinigung in der Spülmaschine kann die Lebensdauer deiner Pfannen massiv verkürzen (die Ausnahme: reine Edelstahlpfannen). Selbst bei Exemplaren, die als spülmaschinengeeignet verkauft werden.
- Verzichte auf Stahlwolle, um Verkrustungen zu entfernen. Nur bei reinen Edelstahlpfannen ist das okay. Stattdessen hilft: Die Pfanne mit Wasser füllen, einen Teelöffel Backpulver hinzugeben und alles kurz aufkochen. Anschließend etwas einweichen lassen und mit einem weichen Schwamm spülen.
- Fülle kein kaltes Wasser in eine heiße Pfanne. Dadurch kann sie sich verziehen und die Beschichtung beschädigen.















