Vertrauen aufbauen: So stärkst du deine Beziehung

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Vertrauen aufbauen ist ein Prozess. Es erfordert Geduld nach einer Enttäuschung erneut Vertrauen entgegenzubringen und es braucht Wertschätzung sowie Offenheit, um das Vertrauen von anderen zu verdienen.

Vertrauen ist eines der wichtigsten Fundamente für intakte Beziehungen. Dabei ist es egal, ob es sich um eine Liebesbeziehung, eine Freundschaft, die Familie oder das Verhältnis zu Kollegen handelt.

Vertrauen sorgt dafür, dass wir uns wohlfühlen und zuversichtlich sind. Es hilft uns, Kontrolle abzugeben und gelassen zu sein. Damit Vertrauen wachsen kann, braucht es Zeit und positive Erfahrungen. Besonders wichtig sind Offenheit und Wertschätzung, um eine vertrauensvolle Basis zu schaffen.

Demütigungen, Betrug, oder Heimlichtuerei können eine vertrauensvolle Beziehung in wenigen Augenblicken erschüttern. Mangelndes Vertrauen weckt unsere Urängste und man bekommt das Bedürfnis, das Gegenüber kontrollieren zu müssen. Damit zermürbst du nicht nur die andere Person, sondern auch dich selbst. Deine Angst vor einer erneuten Enttäuschung kann sogar soweit gehen, dass du dich emotional von anderen isolierst.

Wie schaffst du es nach einer Enttäuschung wieder Vertrauen aufzubauen? Vielleicht willst du aber auch das Vertrauen einer anderen Person (zurück)gewinnen. In diesem Artikel bekommst zu zahlreiche Tipps rundum das Thema Vertrauen aufbauen.

Erneut Vertrauen aufbauen: So kommst du mit einer Enttäuschung klar.

Nimm dir Zeit den Vertrauensbruch zu verabeiten.
Nimm dir Zeit den Vertrauensbruch zu verabeiten. (Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)

Für einen Vertrauensbruch muss es nicht immer gleich ein Seitensprung oder eine Affäre sein. Unzuverlässigkeit, Heimlichtuerei, Lügen oder Demütigungen können das Vertrauen zwischen zwei Personen erheblich erschüttern. Wird dein Vertrauen enttäuscht, fühlst du dich zutiefst verletzt. Ängste, Eifersucht, Konflikte und innere Unruhe sind oftmals die Folgen.

So kannst du Vertrauen zu einer Person aufbauen, die dich enttäuscht hat:

  • Du wurdest verletzt und bist wütend und traurig. Um den Vertrauensbruch zu verarbeiten, darfst und musst du deine ganzen Emotionen zulassen. Schlucke nichts herunter, sondern schreie und weine, wenn dir danach ist. Je mehr du deine Gefühle wahrnimmst, desto besser kannst du die Enttäuschung verarbeiten.
  • Wenn du dazu bereit bist, kann ein offenes Gespräch sehr hilfreich sein. Setzt euch zusammen und überlegt, wie es zum Vertrauensbruch kommen konnte. Gib deinem Gegenüber die Möglichkeit, seine Sicht zu schildern. Vielleicht kannst du sein Verhalten oder seine Gedanken sogar nachvollziehen. Sprich auch offen an, wie du dich in der Situation fühlst. Versuche dabei auf Vorwürfe zu verzichten.
  • Nimm dir ausreichend Zeit zu entscheiden, ob du bereit bist deinem Gegenüber zu verzeihen. Überlege dir, ob du dir vorstellen kannst ihm oder ihr irgendwann wieder zu vertrauen. Spürst du, dass du dich darauf nicht einlassen kannst? Dann ist es vielleicht besser die Beziehung oder die Freundschaft zu beenden oder den Kontakt abzubrechen.
  • Egal, welchen Schritt du als nächstes gehst: Der Vertrauensbruch wird dadurch nicht in Vergessenheit geraten. Das ist auch in Ordnung, wenn du bereit bist, den richtigen Umgang damit zu finden. Nimm dir alle Zeit der Welt, um zu vergeben. Danach solltest du das Thema nicht mehr hervor holen. Denn das ist Gift für dich und jede Art von Beziehung. Verzeihe oder lass es bleiben, aber sei niemals nachtragend.
  • Die Bitte um Verzeihung ist der erste Schritt, um erneut Vertrauen aufbauen zu können. Du solltest spüren können, das sich dein Gegenüber ehrlich Mühe gibt. Dazu zählt, dass er oder sie bereit für eine Wiedergutmachung ist. Auf Worte sollten Taten folgen und Versprechen sollten gehalten werden. Nur so kannst du dein Vertrauen in die andere Person stärken.
  • Überlegt gemeinsam, wie ihr künftig offener miteinander kommunizieren könnt, um Enttäuschungen zu vermeiden. Dein Gegenüber muss offen und aufrichtig mit dir sein. Auf diesem Weg könnt ihr gemeinsam an einer vertrauensvollen Beziehung arbeiten.

Vertrauen aufbauen: So überwindest du Misstrauen

Vertrauen aufbauen ist wichtig für eine innige Beziehung.
Vertrauen aufbauen ist wichtig für eine innige Beziehung. (Foto: CC0 / Pixabay / Free-Photos)

Vielleicht wurdest du von einer vertrauten Personen so sehr hintergangen, dass es kein Zurück mehr gibt. Die Enttäuschung schleppst du nun mit dir durch das Leben und überträgst sie auf neue Partner oder Freunde. Auch dafür gibt es Auswege. So lernst du, Vertrauen in neue Personen aufzubauen:

  • Nicht zu vertrauen bedeutet, sich nicht richtig auf eine neue Beziehung einzulassen. Du schützt dich zwar vor erneuten Verletzungen, dafür lebst du aber mit angezogener Handbremse. Mache dir bewusst, dass alte Enttäuschungen deine neuen Beziehungen belasten. Und das du damit dein Gegenüber, aber vor allem auch dir selbst schadest.
  • Teile mit deinem Partner oder mit deinem Freund deine Ängste. Kommuniziere offen, was du brauchst, um dich sicher zu fühlen. Dein Gegenüber ist zwar nicht für dein Selbstvertrauen verantwortlich. In einer liebevollen Beziehung kann er oder sie dich aber unterstützen, es schrittweise wieder aufzubauen.
  • Habe Geduld mit dir. Insbesondere, wenn du bereits sehr enttäuscht wurdest, kann es etwas dauern, Vertrauen aufbauen zu können. Wenn du dich wohl fühlst, übe dich darin Kontrolle abzugeben und die Zweifel loszulassen.

Vertrauen aufbauen: So erweist du dich als vertrauenswürdig

Grundregel um Vertrauen aufzubauen: Halte dein Wort
Grundregel um Vertrauen aufzubauen: Halte dein Wort (Foto: CC0 / Pixabay / rawpixel)

Für dein Wohlbefinden ist es nicht nur wichtig, dass du vertrauen kannst. Auch die Menschen in deinem Umfeld sollten zu dir Vertrauen aufbauen, damit ihr harmonische und intakte Beziehungen führen könnt.

So erweist du dich als vertrauenswürdig:

  • Zeige aufrichtiges Interesse und Wertschätzung an deinem Gegenüber. Lass ihn oder sie ausreden, stelle Fragen und halte dabei Augenkontakt.
  • Ehrlichkeit ist besonders wichtig, um Vertrauen zu gewinnen. Das bedeutet aber nicht, dass du jedem ungefragt deine Meinung überstülpen musst. Sprich und verhalte dich aufrichtig, lass Taktgefühl in kniffligen Situationen walten und gib dem anderen die Möglichkeit, seine Intuitionen zu kommunizieren.
  • Öffne dich, stehe zu seinen Schwächen und zeige deine Verletzlichkeit. Auf diese Weise lernt dein Gegenüber, dass du ihm oder ihr vertraust. Das hilft ihm, selbst Vertrauen aufzubauen.
  • Vage Informationen geben immer Raum für Spekulationen und Misstrauen. Sei deshalb konkret und spare keine wichtigen Details aus. Wenn es etwas gibt, worüber du nicht sprechen willst, kannst du das auch genauso deutlich machen. Mit dem Satz:“ Ich kann darüber gerade nicht sprechen. Es gibt aber keinen Grund dass du dir Sorgen machen musst“, kannst du dein Gegenüber beruhigen und Fehlinterpretationen vermeiden.
  • Sei loyal und tritt auch für die Wünsche und Interessen deines Partners oder Freundes sein. So beweist du deine Verlässlichkeit.
  • Halte dein Wort. Dein Gegenüber sollte spüren können, dass er oder sie sich auf dich verlassen kann. Manchmal passieren ungeplante Dinge. Ist es dir nicht möglich, ein Versprechen einzuhalten, solltest du dies ehrlich und rechtzeitig kommunizieren. Bitte um Entschuldigung und überlege dir, mit welcher Geste du das Nichteinhalten wiedergutmachen kannst.
  • Einmalige Versprechen und Handlungen genügen nicht, damit jemand Vertrauen aufbauen kann. Halte dich deshalb immer an deine Aussagen und lass Taten folgen.
  • Wenn dir ein Missgeschick passiert, stehe dazu, statt es zu leugnen. Oftmals ist es halb so schlimm, wenn du einfach davon erzählst. Vielleicht könnt ihr sogar beide darüber lachen. Solltest du dich aber für eine Notlüge entscheiden, kann das eurer Vertrauensbasis einen ordentlichen Knick verpassen.
  • Behalte Vertraulichkeiten für dich. Zeige, dass du vertrauenswürdig bist, indem du Geheimnisse oder private Details für dich behältst und auch nach dem Ende einer Freundschaft sicher aufbewahrst.

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