Zwischenfrüchte: So wichtig sind sie für die ökologische Landwirtschaft

Raps kann als Zwischenfrucht dienen
Foto: CC0 / Pixabay / Ehrecke

Zwischenfrüchte sind sehr wichtig für die ökologische Landwirtschaft. Was du dir darunter vorstellen kannst und welche Rolle sie für den Umweltschutz spielen, kannst du in diesem Artikel lesen.

Ökologische Landwirtschaft

Im Ökolandbau sind Zwischenfrüchte besonders wichtig, um Stickstoff im Boden zu binden und Unkraut zu unterdrücken. Laut NABU handelt es sich bei ökologischer Landwirtschaft um eine besonders ressourcenschonende und umweltfreundliche Art des Landbaus. Das bringt positive Effekte für den Umweltschutz mit sich. Die Artenvielfalt ist größer und die Gewässer- und Bodenqualität besser als bei konventionellem Landbau.

Im Vordergrund stehen der Einklang mit der Natur, gebündelte Arbeitsabläufe und ein geschlossenes System.  Dieses wird auch als geschlossener Betriebskreislauf bezeichnet. Konkret geht es darum, auf Importe und Gentechnik zu verzichten, Futtermittel selbst zu produzieren und möglichst wenig Düngemittel zu verwenden.

Gerade deshalb ist der Anbau von Zwischenfrüchten so wichtig. Der Anteil ökologisch arbeitender Landwirt:innen wächst seit Jahren stetig. Dennoch sind wir vom 20-Prozent-Ziel der Bundesregierung noch weit entfernt. Aktuell (Stand 2020) werden gerade einmal 9,6 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche ökologisch bewirtschaftet.

Zwischenfrüchte in der ökologischen Landwirtschaft

Ökolandwirtschaft ist gut für die Artenvielfalt.
Ökolandwirtschaft ist gut für die Artenvielfalt.
(Foto: CC0 / Pixabay / TF3000)

Schon der Name „Zwischenfrüchte“ verrät, worum es geht: Eine Hauptfrucht soll durch eine Zwischenfrucht unterbrochen werden. Wenn ein:e Landwirt:in hauptsächlich Mais anbaut und in der nächsten Saison eine andere Pflanze, wie etwa Senf, dazwischenschiebt, so ist diese die Zwischenfrucht. 

In der ökologischen Landwirtschaft geht es vor allem um die Optimierung der Bodenqualität, also darum, die Wachstumsbedingungen für die Hauptfrucht durch Anbau von Zwischenfrüchten auf naturnahe Art und Weise zu verbessern.

Da Pflanzen ohne Stickstoff nicht wachsen können, sind Zwischenfrüchte so wichtig. Laut Naturland kommt es durch Zwischenfrüchte zu einer Bindung von Stickstoff im Boden, Nährstoffe werden konserviert, die biologische Aktivität und die Mineralisierung des Bodens verbessert sowie vor Erosionen geschützt. 

Zwischenfrüchte: Beispiele und Mischungen

Gerstenfeld: Als Zwischenfrucht zu Gerste kannst du Senf oder Buchweizen säen
Gerstenfeld: Als Zwischenfrucht zu Gerste kannst du Senf oder Buchweizen säen
(Foto: Utopia / Johannes Renner)

Einige Beispiele für Zwischenfrüchte sind:

  • Rauhafer
  • Roggen
  • Raps
  • Senf
  • Futtererbse
  • Ackerbohne
  • Wicke
  • Futterkohl

Zur richtigen Mischung kannst du dir Tipps von Ökolandbau anschauen: Demnach musst du die Standortbedingungen und die Jahreszeit berücksichtigen. Es gibt Sommer- und Winterzwischenfrüchte. Sommerzwischenfrüchte werden je nach Sorte zwischen Juni und August ausgesät, Winterzwischenfrüchte bis Ende September.

Auf Wintergerste könnte als Sommerzwischenfrucht beispielsweise ein Alexandrinerklee-Weidelgrasgemenge mit Sommerwicken folgen. Als Winterzwischenfrucht gilt Landsberger Gemenge als ökologisch besonders wertvoll, da es eine sehr gute Wurzelleistung und Stickstofffixierung bietet.

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