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Bitte recht freundlich: 5 Tipps, wie das gelingt

Foto: CCo Public Domain / Unsplash - A.R.T.Paola

Ein Lächeln sagt mehr als tausend Worte. Doch aktuell sind wir alle angehalten mit dem Tragen der Mund-Nasen-Schutzmaske unsere Mitmenschen und uns selbst vor der Ansteckung zu schützen. Manche fühlen sich dadurch sicher, andere reagieren angespannt. Befremdlich, weil ungewohnt wirkt die Situation auf uns alle. Nicht nur, weil sie unser Erscheinungsbild verändern, sondern auch unsere Kommunikation. Dabei zeigt die neue Kommunikation auch: Freundlichkeit und nonverbale Kommunikation kennt viel mehr als nur die uns bekannten Wege.

Heuschnupfen ist grundsätzlich eine lästige Angelegenheit, in Corona-Zeiten fühlt man sich doppelt bestraft. Es reicht nicht, dass die Augen gerötet sind und jucken, die Nase rinnt und man sogar um Luft kämpft, jetzt erntet man dank dieser Symptome auch noch misstrauische, wenn nicht sogar böse Blicke.

Warum ist das so? Der 500 Millionen Jahren-Evolution sei Dank. Unser Überlebensinstinkt sitzt tief in uns und sorgt dafür, dass wir Gefahren erkennen, einschätzen und entsprechend darauf reagieren. Dafür ist unser limbisches System zuständig, das in Bruchteilen von Sekunden Signale an das Stammhirn sendet und unsere drei Notfallprogramme Kampf, Flucht oder Erstarrung aktiviert.

Wenn das passiert, sind wir nur sehr bedingt in der Lage, logisch und lösungsorientiert zu handeln, weil wir kaum oder gar keinen Zugang mehr zu unserem präfrontalen Cortex haben, der für das rationale Denken zuständig ist. Mit anderen Worten ist bei einer potentiellen Gefahr unser Handeln emotional geprägt, was irrationale Reaktionen zur Folge hat.

Die aktuelle Situation macht es gerade nicht einfach mit Mitmenschen in Kontakt zu treten. Doch gerade jetzt gilt: Ein Lächeln sagt mehr als tausend Worte. (Foto: tim gouw/ unsplash.com)

Unser Bewusstsein hat auf diese Prozesse keinen Einfluss. Hinzu kommt, dass wir in unserem Kulturkreis die geforderte körperliche Distanz ebenfalls als ein Zeichen von Ablehnung deuten. Das kann dazu führen, dass wir uns ungeliebt und einsam fühlen. So funktioniert unser Gehirn – da sind wir alle gleich und brauchen uns deswegen nichts vorzuwerfen.

Unsere Haltung ist gerade unter dem Aspekt einer Ausnahmesituation verständlich. Doch rechtfertigt das ein unfreundliches, gar aggressives Verhalten gegenüber anderen Mitmenschen? Mitnichten. Das können wir doch besser und haben jetzt eine einzigartige Möglichkeit, das zu zeigen.

Denn was wir alle gemeinsam haben, sind nicht nur unsere angeborenen Stressreaktionen. Die aktuelle Situation bringt uns auch dazu, uns auf einen weiteren urmenschlichen Aspekt zu besinnen: soziale Unterstützung und emotionale Zuwendung. Beides gehört zu den wirksamsten Mitteln zur Stressreduktion.

Versetze dich einfach mal in dein Gegenüber: Verlasse die emotionale Ebene und wechsel in einen freundlichen und reflektierenden Beobachtermodus. (Foto: max van den oetelaar / unsplash.com)

Tipp Nr. 1: Einatmen, ausatmen, handeln

Die Empathie-Brücke zu schlagen, also sich in sein Gegenüber hineinzuversetzen, ist nicht immer einfach. Dennoch ist es machbar. Der erste und wichtigste Schritt ist, sich bewusst zu machen, welche Gedanken und Emotionen uns in Alarmbereitschaft versetzen und diese schlicht akzeptieren, ohne sie zu bewerten.

Damit gelingt es uns, die emotionale Ebene zu verlassen und in einen freundlichen und reflektierenden Beobachtermodus zu wechseln. Dieser Schritt erfordert etwas Achtsamkeit und bedarf einiger Übung, ist aber nicht schwer zu verinnerlichen. Gewiss machen die Masken die gewohnte Kommunikation nicht leichter und erfordern ein Umdenken im Umgang miteinander, doch man sollte bedenken: Man kann sich zum Wohle aller daran gewöhnen.

Mehr Mut zu Lachfalten, auch unter der Maske! (Foto: mark adriane / unsplash.com)

Tipp Nr. 2: Mehr Mut zu Lachfalten

Da ein Großteil des Gesichts oftmals durch die Schutzmaske bedeckt ist, kann ein entschuldigendes Lächeln Missverständnisse nicht mehr so leicht ausbügeln. Dieser Bruch in der Kommunikation löst Verunsicherung aus, weil wir es gewohnt sind, viele Dinge mit einem intuitiv verständlichen Gesichtsausdruck zu lösen. Hinzu kommt, dass wir uns wegen der Schutzmaske akustisch schlechter verstehen.

Experten raten, in so einem Fall ruhig nachzufragen, wie etwas gemeint ist – das kann eine angespannte Situation in Nu lockern. Der Kommunikationswissenschaftler und Psychotherapeut Paul Watzlawick sagte: „Wir können nicht nicht kommunizieren“.

Das gilt auch dann, wenn wir unsere Mund-Nasen-Schutzmasken tragen. Es liegt an uns, kreativ zu werden und uns verschiedene Möglichkeiten einfallen zu lassen, Verständnis, Freude und Dankbarkeit zu zeigen. Ja, das Gesicht ist für den zwischenmenschlichen Kontakt entscheidend, aber zur nonverbalen Kommunikation gehört nicht nur die Mimik, sondern auch die Körperhaltung, die Gestik sowie der Blickkontakt. Nutze die Maske als Chance, deinem Gegenüber öfter in die Augen zu schauen und so ehrlich zu lachen, dass man deine Lachfalten deutlich sieht.

Dass Worte auch durch Gestik ersetzt werden können, zeigen zum Beispiel Italiener oder Spanier. Die Kommunikation wird hier oftmals durch wildes gestikulieren unterstrichen. Dabei zeigt sich, es geht auch ohne viele Worte. Du musst es ja nicht komplett übernehmen, aber wenn du dir davon ein wenig abschaust, schaffst du positive Stimmung. Lustige und schöne Schutzmasken könnten ebenfalls helfen, Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.

Tue auch dir etwas Gutes und mache das, was dir Spaß macht. (Foto: content pixie / unsplash.com)

Tipp Nr. 3: Achte auf deine eigenen Bedürfnisse

Wahre Freude kommt von innen. Und dafür sind wir selbst zuständig. Um für andere da zu sein und in angespannten Situationen freundlich zu bleiben, hilft es, sich täglich selbst etwas Gutes zu tun.

Achtsamkeitslehrer raten, den Tag mit einem kleinen Dankbarkeitsritual zu beginnen. Dazu könntest du dir entweder noch im Bett ein paar Minuten Zeit nehmen und überlegen, wofür du dankbar bist, oder es bei einer gemütlichen Tasse Tee oder Kaffee aufschreiben. Es muss gar nicht so viel sein und denke daran – es sind die einfachsten Dinge, die unser Leben so schön machen.

Mach das, was dir Spaß macht, regelmäßig. Du liebst Tanzen, dann tanze; du bist kreativ – schicke deinen Freunden selbst kreierte Postkarten. Du bist traurig – lass die Trauer erstmal zu und schau dir anschließend eine Comedy-Show an. Auch gute Laune ist ansteckend.

Weiterlesen: Raus aus der Komfortzone

Für andere da zu sein, macht glücklich. (Foto: markus spiske / unsplash.com)

Tipp Nr. 4: Sei für andere da

Viele von uns waren während der Quarantänezeit für die Nachbarn einkaufen, für die Großeltern in der Apotheke und/oder haben sich anderweitig sozial engagiert. Dass es uns glücklich macht, für andere da zu sein, ist kein Geheimnis. Und wenn wir zufrieden sind, sind wir ausgeglichener und somit auch freundlicher. Hilfe ist wichtig, aber entscheidend ist dabei die Wertschätzung.

Menschen Respekt, Anerkennung und Aufmerksamkeit zu zeigen, die man gar nicht kennt, ist in unserer pulsierenden Gesellschaft nicht unbedingt selbstverständlich. Gerade jetzt ist es daher umso wichtiger Freundlichkeit im Umgang miteinander zu demonstrieren.

Überrasche deine/n Frisör*in doch mal mit Blumen, weil du ihn/sie so vermisst hast. Oder lege dem/r Kassierer*in eine Schokolade aufs Band. Vielleicht freut sich deine Buchhandlung über eine Packung Kekse, der Lieferanten über ein extra Trinkgeld oder back für alle Nachbarn Muffins. Deiner Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt und – du wirst sehen – der Freude anderer auch nicht. Und geteilte Freude ist hier immer doppelte Freude!

Ein positiver Umgang mit der aktuellen Situation würde vieles erleichtern. (Foto: amy reed / unsplash.com)

Tipp Nr. 5: Rücke deine Perspektive zurecht

Solltest du gerade nicht imstande sein, freundlich zu sein, dann hilft es schon enorm, sachlich zu bleiben und die jeweilige Situation ganz nüchtern zu betrachten. So wirkst du deiner Wut oder Aggressionen am besten entgegen.

Denn egal, wie du zu dem Thema stehst – ein positiver Umgang wie zum Beispiel mit dem Mundschutz würde vielen die Situation erleichtern. Denn wenn du zum Beispiel der Maske gegenüber negativ eingestellt bist, projizierst du das auf deine Mitmenschen und könntest so den Eindruck erwecken, dass du ihnen etwas übelnimmst.

Last but not least: Alles ist eine Sache der Perspektive. Um es mit den Worten von Captain Jack Sparrow aus Fluch der Karibik zu formulieren: „Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist deine Einstellung zum Problem.“ Wenn wir freundlich bleiben, wird diese schwierige Zeit zwar nicht schneller vorbeigehen. Dass aber auch sie vorbeigeht, ist sicher. Ist das nicht ein guter Grund, um einfach freundlich zu bleiben?

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