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New Work und Job Sharing als Zukunft der Arbeit

New Work Job Sharing Zukunft Arbeit
©: CC0 Public Domain / Unsplash – My Life Through A Lens

Die Arbeitswelt ist im Wandel. Digitalisierung ist in aller Munde und seit der Corona-Pandemie ist das Homeoffice für viele das neue Normal. Doch auch der Fokus der Arbeitnehmer:innen hat sich verändert. Der Wunsch nach einer ausgeglichenen Work-Life-Balance gewinnt zunehmend an Bedeutung. Was New Work an Möglichkeiten mit sich bringt, was sich genau dahinter verbirgt, und welche Möglichkeiten sich für die Welt der Arbeit darin verbergen, lest ihr hier.

Die Arbeitswelt hat sich verändert. Einerseits sind da Digitalisierung, der Wandel von der Industrie- zur Informationsgesellschaft, die Corona-Pandemie, die Homeoffice salonfähig machte und die fortschreitende Globalisierung. Andererseits verlagert sich aber auch der Fokus von Arbeitnehmer:innen. Work-Life-Balance, Unternehmenskultur und persönliche Entwicklung gewinnen an Bedeutung, während finanzielle Aspekte und ein „Arbeitsplatz fürs Leben“ in den Hintergrund treten. Körperliche und mentale Gesundheit sind wichtiger als Karriere und das Streben nach Erfolg.

New Work, dass „neue Arbeiten“, versucht diesem Trend entsprechend Modelle zu entwickeln, wie Arbeit zukünftig aussehen könnte. Eines dieser Arbeitsmodelle ist Job Sharing, bei dem sich mehrere Personen mindestens eine Vollzeitstelle teilen. Was nach einer fantasievolleren Version von Teilzeitarbeit klingt, ist weit mehr als das und könnte unter anderem dazu beitragen, den Anteil von Frauen in Führungspositionen nachhaltig zu erhöhen. Wie das funktioniert, erklären wir im folgenden Artikel.

New Work neues Arbeiten Arbeitsleben Wandel
New Work umfasst alle Bereiche unseres Arbeitslebens. (©: CC0 Public Domain / Unsplash – Firmbee Com)

New Work – mehr als „neues Arbeiten“

Obwohl New Work wörtlich übersetzt „neues Arbeiten“ bedeutet, umfasst das Konzept dahinter doch alle Bereiche unseres Arbeitslebens. Gesellschaftlicher Wandel und digitale Transformation gepaart mit sich ändernden sozialen Wertesystemen lassen den klassischen Vollzeitjob mit acht Stunden an einem fix vorgegebenen Arbeitsplatz in vielen Branchen ziemlich verstaubt wirken. Unternehmen sollen agiler werden, schneller auf sich verändernde Bedingungen reagieren können und erwarten das auch von ihren Mitarbeiter:innen. Diese fordern von ihren Arbeitgeber:innen im Gegenzug mehr Freiheiten, mehr Möglichkeiten zur persönlichen Entwicklung sowie flexible Arbeitszeiten und Einsatzorte.

New Work meint daher zum einen mehr Remotearbeit, stärkere Vernetzung der Mitarbeiter:innen, die Möglichkeit zu globalen Teams und die Abkehr von der traditionellen Fünf-Tage-Woche. Zum anderen aber auch einen neuen Führungsstil, der die Angestellten nicht nur einbindet sondern ihnen Entscheidungsspielräume lässt. Etwa, wenn es um die Aufgabenverteilung innerhalb eines Teams oder die Planung eines Projektes geht. Mitarbeiter:innen werden dadurch nicht länger auf ihre Arbeitskraft reduziert sondern als Menschen geschätzt, deren Motivation und (psychische und physische) Gesundheit ein wichtiger Faktor für die Produktivität eines Betriebes ist.

Unter diesem Gesichtspunkt rückt die Work-Life-Balance, das Gleichgewicht zwischen Anstrengung und Entspannung, Leistung und Belohnung, vermehrt in den Mittelpunkt. Zeit für die Familie, für Freunde, Sport oder Hobbys hat heute einen höheren Stellenwert als eine steile Karriere. Eine gute Unternehmenskultur ist vielen Menschen bei der Auswahl eines Arbeitgebers wichtiger als Aufstiegschancen oder das höchste Gehalt.

Zurecht: all diese Faktoren tragen dazu bei, den Stress, dem wir in unserem Arbeitsalltag unweigerlich ausgesetzt sind, zu reduzieren. Das stärkt unser Immunsystem und unsere Psyche und beugt Erkrankungen wie Burnout oder Herzinfarkt vor. Von den neuen Arbeitsmodellen profitieren daher nicht nur die Unternehmen, die qualifizierte Fachkräfte finden und an sich binden können, sondern vor allem auch die Gesundheit der Mitarbeiter:innen.

Job Sharing Teilzeit gemeinsam Arbeitsstelle teilen
Die Job Sharer legen die Aufgabenverteilung, die Anwesenheitszeit und den Prozess zur Entscheidungsfindung im geteilten Job gemeinsam fest. (©: CC0 Public Domain / Unsplash – Krakenimages)

Gemeinsam Teilzeit arbeiten: Job Sharing

Eines dieser neuen Arbeitsmodelle ist Job Sharing, die Aufteilung mindestens einer Vollzeitstelle auf zwei oder mehr Mitarbeiter:innen. Mit dem bekannten Teilzeitmodell hat Job Sharing allerdings nur die reduzierte Arbeitszeit gemeinsam. Die Job Sharer legen die Aufgabenverteilung, die Anwesenheitszeit und den Prozess zur Entscheidungsfindung im geteilten Job nämlich gemeinsam fest. Wie und in welchem Verhältnis Tätigkeiten verteilt werden, macht dabei keinen Unterschied, solange alle Bereich der jeweiligen Position abgedeckt sind.

Grundsätzlich unterscheidet man drei Formen von Job Sharing:

  • Job Splitting: Diese Form ähnelt herkömmlicher Teilzeitarbeit am stärksten. Die Job Sharer:innen haben dieselben Aufgaben und Tätigkeiten, treffen ihre Entscheidungen unabhängig voneinander und haben daher kaum Abstimmungsbedarf. Lediglich über die zeitliche, räumliche oder fachliche Zuständigkeit müssen sich die Beteiligten einigen.
  • Job Sharing: Die Tandems teilen sich die Aufgaben untereinander selbst auf, es gibt gemeinsam Anwesenheitszeit und Entscheidungen werden ebenfalls gemeinsam getroffen. Hier können die Stärken beider Partner voll zur Geltung kommen, etwa der Erfahrungsschatz eines älteren Mitarbeiters und der Innovationsgeist eines jungen Menschen, der gerade seine Ausbildung abgeschlossen hat. Die Verteilung erfolgt dabei keineswegs immer 50:50 und auch die dynamische Anpassung des Verhältnisses ist jederzeit möglich, wenn die Job Sharer:innen sich darin einig sind.
  • Top Sharing: Top Sharing ist eine Spezialform des Job Sharing, bei der eine Führungsposition auf zumeist zwei Mitarbeiter:innen aufgeteilt wird. Die Verantwortung und die Führungsaufgaben verteilen sich dadurch auf zwei Schultern, Entscheidungen werden gemeinsam getroffen. Die Summe der „Top Sharing“ Teile kann dabei auch mehr als 100 Prozent betragen, da die Anforderungen im mittleren und oberen Management meist über den Aufwand einer Vollzeitstelle hinaus gehen.

Job Sharing und Work-Life-Balance für mehr Gesundheit

Die negativen Folgen von lang andauerndem Stress sind hinlänglich bekannt und reichen von einem geschwächten Immunsystem über Depressionen und Burnout bis hin zu schweren Herzkreislauferkrankungen und sogar Krebs. Umso wichtiger ist es daher, für Regenerationsphasen und Stressabbau zu sorgen. Techniken wie zum Beispiel Meditationsübungen können das zwar unterstützen, sind jedoch keine Allheilmittel. Die richtige Work-Life-Balance, ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Arbeits- und Privatleben, ist dabei einer der entscheidenden Faktoren.

Job Sharing ist eine Möglichkeit, eine bessere Work-Life-Balance zu erreichen. Weniger Stunden arbeiten zu müssen bedeutet mehr Freizeit, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie längere Erholungsphasen. Erholung, die der Körper (und die Seele) oft dringend brauchen, um gesund bleiben zu können. In unserer modernen, von Hektik geprägten Zeit haben wir oft verlernt, die Signale des Körpers richtig zu interpretieren und eine Pause einzulegen, wenn sie erforderlich ist. Zudem sind die Pausen, wenn wir sie denn machen, oft auch zu kurz, denn am Wochenende müssen die Dinge erledigt werden, die unter der Woche liegengeblieben sind. Job Sharing schafft hier Freiräume, beispielsweise durch eine Vier-Tage-Woche oder einen Arbeitsbeginn erst Mittags, wenn die Partnerin oder der Partner die Vormittage abdeckt.

Gleichzeitig können Job Sharer im Tandem auch Aufgaben übernehmen, die Verantwortung, Expertise und eine umfassende Ausbildung erfordern. Führungspositionen oder spannende Forschungsprojekte erfordern keine unzähligen Überstunden mehr, sondern werden einfach von zwei Personen abgewickelt, die ihr Potenzial voll ausschöpfen und sich beruflich selbst verwirklichen können. Das macht glücklich – und damit widerstandsfähiger gegen Stress und seine negativen gesundheitlichen Folgen. Ein gutes Beispiel dafür sind Frauen in Führungspositionen, denn das meiststrapazierte Argument, dass sich Führungsaufgaben und Kinderbetreuung gegenseitig ausschließen, ist mit einer Teilung der Arbeitsbelastung durch Job Sharing obsolet geworden.

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Beim Job Sharing schöpfen zwei oder mehr Personen ihr Potenzial voll aus und verwirklichen sich so beruflich selbst. Das macht glücklich – und widerstandsfähiger gegen Stress. (©: CC0 Public Domain / Unsplash – Brooke Cagle)

New Work als Chance auf eine bessere Work-Life-Balance

Wir haben zum Thema New Work mit Karin Lausch gesprochen. Sie arbeitet als Führungskräfteberaterin bei der Techniker Krankenkasse und kümmert sich um das Coaching und die Beratung von Führungskräften zu allen Themen der Führung und zu Veränderungsvorhaben.

Freiberuflich ist Karin Lausch parallel als Executive Coach und Transformationsbegleiterin, sowie Organisationsberaterin, Autorin und Speakerin tätig. Dabei befasst sie sich mit den Themen Zukunft der Arbeit, Zukunftsfähigkeit von Unternehmen, New Work, New Leadership und Transformationen.

Wie sieht New Work bei der TK aus?

Wir gestalten Arbeit bei der TK so, dass sie Sinn macht und sinnvoll gemacht werden kann. Wir arbeiten daher möglichst flexibel und stärkenorientiert. Zudem setzt sich die TK auch kontinuierlich mit ihrem Purpose und ihrer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung auseinander und schafft ein großes Bewusstsein dafür.

Welche Vorteile hat New Work?

Der Begriff „Work-Life-Balance“ ist überholt. Es ist wichtig sich bewusst zu machen, dass auch Arbeitszeit qualitative Lebenszeit ist und sinnvoll gefüllt werden will. Menschen, die Sinn und Freude in ihrer Arbeit erleben, sind grundsätzlich besser in dem was sie tun. Außerdem kann New Work uns helfen, die große Krisen auf der Welt zu bewältigen, wenn Organisationen mehr soziale Verantwortung übernehmen.

Ist Job Sharing Bestandteil des New Work Modell?

Es gibt so gesehen kein New Work Modell, daher hat Jobsharing auch erstmal nichts mit New Work zu tun. Jobsharing ist aber immer eine sehr gute Idee, um stärkenorientiert zu arbeiten, denn so können sich Menschen Verantwortung teilen und die Arbeit so gestalten, dass sie jeweils die Aufgaben übernehmen, die ihnen mehr liegen.  Das wirkt sich dann ähnlich aus, wie New Work.

Wie wirkt sich New Work und bspw. Job Sharing auf die Mitarbeiter:innen aus?

Wenn zwei sich den Job und damit die Verantwortung teilen, sind beide glücklicher, weil sie die Aufgaben übernehmen können, die ihnen besonders liegen. Außerdem können Sie durch geteilte Verantwortung flexibler Arbeiten und Beruf und Familie noch leichter vereinbaren.

Ist New Work die Zukunft des Arbeitens?

Auf jeden Fall. Die Aspekte von New Work werden sogar bereits heute immer mehr zum normalen Arbeitsalltag und die Gen-Z fordert sie noch mehr ein, als andere Generationen. New Work ist nicht mehr wegzudenken.

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Work-Life-Balance, unsere Gesundheit und Zufriedenheit ist uns heute wichtiger als Karriere oder Reichtum. (©: CC0 Public Domain / Unsplash – Jason Goodman)

New Work – die Zukunft der Arbeit

Digitalisierung, gesellschaftlicher Wandel und auch die Corona-Pandemie haben zu einem Umdenken geführt. Wir leben nicht mehr, um zu arbeiten, sondern arbeiten, um zu leben. Work-Life-Balance, unsere Gesundheit und Zufriedenheit ist uns heute wichtiger als Karriere oder Reichtum. New Work, die neue Arbeitswelt, trägt diesen Veränderungen Rechnung. Modelle wie Job Sharing ermöglichen Unternehmen flexibler und agiler zu werden und sorgen zugleich für eine gestiegene Work-Life-Balance der Arbeitnehmer.

Zur Homepage der TK

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