Zähneputzen ohne Plastik: dm hat ein neues Produkt im Sortiment

© Newman Agency

Sie erinnern an Kaugummis, pflegen aber die Zähne: Denttabs sind eine nachhaltige Alternative zu Zahnpasta. Jetzt gibt es die praktischen Tabletten auch bei dm.

Für unsere Zahnpflege verbrauchen wir meist eine Menge Plastik – und ökologischerer Ersatz ist immer noch rar. Umweltfreundliche Zahnbürsten aus Bambus gibt es mittlerweile von mehreren Herstellern.

Und die bislang überzeugendste Alternative für Tuben-Zahnpasta kommt in Form kleiner Kautabletten daher: die sogenannten „Denttabs“ gibt es schon seit einiger Zeit in verschiedenen Online-Shops und Unverpackt-Läden zu kaufen. Seit kurzem sind die Denttabs auch ins Sortiment bei dm eingezogen – eine Packung mit 125 Stück kostet 4,95 Euro. Und auf der diesjährigen Vivaness, der internationalen Fachmesse für Naturkosmetik, erhielten sie direkt den „Best New Product Award“ in der Kategorie „Drogerie Artikel“.

Es gibt zwei Varianten – eine davon nur online

Laut Sebastian Bayer, bei dm verantwortlich für den Bereich Marketing und Beschaffung, werden die Zahnputz-Tabletten der Marke Denttabs seit Januar 2019 im Online-Shop angeboten – dort sind sie mit dem Vermerk „nur online“ versehen.

Bei Facebook kursieren jedoch auch Bilder mit Denttab-Regalen, die in dm-Shops entstanden sind. Bayer sagt dazu in einem Statement gegenüber Utopia: „Die Denttabs mit Fluorid kommen momentan sukzessive in alle 1.950 dm-Märkte, die fluoridfreie Variante wird nur online erhältlich sein.“

Fluorid wird für empfindliche Zähne und Zahnhälse empfohlen. Doch es gibt Menschen, die beim Zusatz des Stoffs Bedenken haben und darauf verzichten möchten. Verfechter fluoridfreier Zahnpasta müssen sich daher wohl mit dem Angebot im Internet begnügen.

„Denttabs“ haben jetzt auch eine plastikfreie Verpackung

Noch eine gute Nachricht in Sachen Denttabs: Der Hersteller steigt zum 1. Februar 2019 offiziell von Kunststoffdosen auf eine Verpackung aus „vollkompostierbaren“ Tütchen um. Die bestehen laut Hersteller aus Maisstärke und versprechen, plastikfrei zu sein. Zudem sind Kautabletten generell ressourcenschonender in der Herstellung, weil sie weniger Wasser benötigen als Zahnpasta.

Die Tabs sind innovativ, aber die Idee ist dennoch nicht neu: Bei Lush gibt es zum Beispiel ein ganzes Arsenal an alternativer Zahnpflege. Von Zahnpasta-Ersatz, hier unter dem Namen „Toothy Tabs“ über Mundwassertabs mit Gewürzen und ätherischen Ölen bis hin zum Zahnputzpulver. Doch zum einen handelt es sich bei Lush nicht um Naturkosmetik, zum anderen kommen diese Produkte leider nicht ohne Plastikdöschen aus.

Das Kauen soll die Zähne gründlich polieren

Die Anwendung der „Denttabs“ ist am Anfang etwas ungewohnt: Man nimmt sie in den Mund, zerkaut sie und putzt sich mit dem entstandenen Schaum und einer feuchten Zahnbürste die Zähne. Das Kauen soll sie dabei extra gründlich polieren, mineralisieren und sogar Verfärbungen verringern. Laut den Angaben des Herstellers enthalten die Kautabletten keine Konservierungsstoffe, Keimhemmer und Konsistenzgeber.

Utopia meint: Der Umstieg auf Kautabletten ist eine gute Möglichkeit, Zähneputzen nachhaltiger zu gestalten. Dass es die „Denttabs“ jetzt in umweltfreundlicherer Verpackung gibt, ist zu begrüßen – und dass sie nun auch in einer großen Drogeriekette wie dm erhältlich sind, ebenfalls. Denn das senkt vermutlich die Hemmschwelle, dieses Produkt mal auszuprobieren.

Weiterlesen auf Utopia.de:

Gefällt dir dieser Beitrag?

Vielen Dank für deine Stimme!

Schlagwörter:

(13) Kommentare

  1. Fluorid gehört mit zu den giftigsten Substanzen die es gibt.
    Fluorid ist ein Abfallprodukt aus der industriellen Produktion von Phosphatdünger. Es ist hochgiftig und ich finde diesen Artikel hier sehr irreführend mit Überschriften wie: „Keine problematischen Inhaltsstoffe“. Jemand der nur flüchtig liest wird fehlinformiert sein und der kleine Hinweis, dass die fluoridfreie Variante nur online zu erhalten ist reißt es irgendwie nicht raus.
    Auch die Hauptüberschrift suggeriert ein Produkt, das giftfrei ist, dabei ist es nur in der hochgiftigen Variante in den Läden zu kaufen. 🙁

  2. Also ich hab mich mal umgeschaut, was die Gefährlichkeit von Fluorid angeht: kann es sein, daß Sie das mit Fluor verwechseln? Bitte mal hier nachlesen und evtl. widerlegen:
    http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/wie-gefaehrlich-ist-das-fluorid-in-der-zahnpasta-a-946074.html

    Ein Auszug:
    Dass viele Menschen dem Fluorid trotzdem skeptisch gegenüber stehen, liegt wahrscheinlich auch an einem chemischen Missverständnis: Anders, als es der Name vermuten lässt, hat Fluorid kaum etwas mit dem hochgiftigen, reinen Fluor zu tun. Das chemische Element ist tatsächlich hochreaktiv und frisst sich durch viele Materialien. Dagegen ist Fluorid, das als Salz (zum Beispiel Natrium- oder Kalziumfluorid) vorkommt, weitgehend ungefährlich. Ähnlich ist es beim Kochsalz (Natriumchlorid), das kaum etwas mit dem Chlor im Schwimmbecken zu tun hat.

  3. Übrigens, allein die Tatsache, dass Fluorid im verlinkten Artikel als „Spurenelement“ bezeichnet wird, lässt schon erhebliche Zweifel an der Sachkunde der Autorin aufkommen.

  4. adnan,
    soweit mir bekannt ist, wurde Fluorid wegen seiner Effektivität lange Zeit in Rattengift und Pestiziden verwendet.
    Inwieweit das immer noch so ist, weiß ich nicht, aber nur weil die Pharmazie das Zeug in Zahnpasta reinstopft wird es nicht ungiftiger. Es gibt ja auch immer noch Zahnärzte die die bleihaltigen Amalgamfüllungen verteidigen. Also gibt es auch Zahnärzte die fluoridhaltige Zahnpasta und Ähnliches empfehlen. Klar, Fluorid murkst die Bakterien im Mund definitiv ab, nur bleibt es nicht dabei, es reichert sich im Körper an und meuchelt so dies und das, verursacht das ein oder andere.
    Es gibt sogar eine eigene Krankheit: Knochenfluorose, bzw. Fluorose.

  5. So No-way…erst mal tief Luft holen und eventuell mal etwas recherchieren, BEVOR Sie Kommentar schreiben.
    Schnell findet man „Fluorid verbessert die Remineralisierung der Zähne“, hat also nichts mit dem Töten von Bakterien zu tun.
    Wie adan unten schon vermutet verwechseln Sie hier offenbar Fluorgas mit Fluorid und „erinnern“ irgendwelches Halbwissen.
    Das ist nicht schlimm, denn es gibt einige Artikel im Internett, die diesen Fehler begehen.
    Mein Vorschlag: Die nächste Behauptung, die Sie hier als Kommentar einstellen, einfach mal mit einer Quelle versehen.
    Wie heißt z.B. das Rattengift mit Fluorid oder dessen Hersteller?

  6. Hallo Herr Gruenberg,

    z.B.
    https://connectiv.events/weltfuehrende-medizinjournale-fluorid-jetzt-offiziell-als-neurotoxin-klassifiziert/

    https://www.gesundheitsrebell.de/fluor-gift-medikament

    https://vitalstoffmedizin.com/blog/fluor-fluorid-als-neurotoxin/

    https://www.die-gesunde-wahrheit.de/2018/12/27/fluorid-ist-ein-neurotoxin/

    http://drbendig.de/2017/07/20/fluorid-unverzichtbare-kariesprophylaxe-oder-gift/

    https://npr.news.eulu.info/2018/08/09/verschwoerungstheorie-ade-studie-stuft-fluorid-offiziell-als-neurotoxin-ein/

    Und dass Fluorid N U N OFFIZIELL als Nervengift eingestuft wird bedeutet nichts anderes, als dass die Fluorid-Gegner doch schon immer irgendwie auf der richtigen Spur waren … oder nicht?

    Übrigens haben die Nazis auch mit fluoridangereichertem Wasser gearbeitet, aber das kann sich jeder selbst im Netz zusammen suchen, es gibt mehr als nur einen Link dazu.

    Es gibt noch mehr Infomaterial und jeder kann es finden, wenn er möchte.
    Dies hier jetzt nur auf die Schnelle.

    Ich hoffe, ich konnte damit zumindest soviel Neugier auslösen, dass man sich mal durch den Urwald der Fluorid-Befürworter durchkämpft, um sich ein differenzierteres Bild zu diesem Stoff zu machen.

    PS: Ich hoffe, Sie haben inzwischen wieder ausgeatmet.

  7. Nicht nur die Nazis haben mit Flourid gearbeitet:
    Wir haben in der DDR in der Schule sogar eine Zeit lang Zahn-Tabletten in denen unter anderem Flourid war bekommen, weil das gut für die Zähne sein sollte.

  8. Man kann leider nicht auf Antworten von Antworten antworten 🙂
    Danke für die Infos!!! Werde mal bei dm anfragen, damit die fluoridfreien Tabs auch im Laden verfügbar sind.

  9. Ich benutze weiterhin meine Sole-Zahncreme von Weleda. Man hat einen frischen Geschmack im Mund und es ist keine Mikroplastik drin. Ich trenne meinen Müll sorgfältig und da ist dann die Gemeinde am Zug. Ich nehme kein Zeug, das ich nicht kenne.

** Links zu Bezugsquellen sind teilweise Affiliate-Links: Wenn ihr hier kauft, unterstützt ihr aktiv Utopia.de, denn wir erhalten dann einen kleinen Teil vom Verkaufserlös.