Zähne bleichen: Das taugen die bekanntesten Hausmittel

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Du wünschst dir weiße Zähne und möchtest sie mit Hausmitteln bleichen? Erfahre in diesem Artikel, was du zum Thema „Zähne aufhellen“ wissen und beachten solltest.

Strahlend weiße Zähne gelten in unserem Kulturkreis als Zeichen für Gesundheit und sind ein Schönheitsideal für jedes Alter. Leider sind die meisten von uns nicht von Natur aus mit weißen Zähnen gesegnet. Der Farbton unserer Zähne ist sehr individuell. Wer seine Zähne zuhause aufhellen und dabei auf Bleaching-Zahnpasta mit Mikroplastik verzichten will, greift oft zu Hausmitteln. Die Wirkung dieser Hausmittel ist jedoch oft fragwürdig – einige können deinen Zähnen sogar schaden.

Zähne bleichen mit Zitrone oder Erdbeeren

Frische Früchte sind gesund – aber nicht unbedingt für deine Zähne
Frische Früchte sind gesund – aber nicht unbedingt für deine Zähne
(Foto: CC0 / Pixabay / Passion_Pics_Roben)

Einigen Früchten wird nachgesagt, dass sie Zähne aufhellen können. Besonders beliebt sind Zitronen und Erdbeeren. Für einen Bleaching-Effekt sollst du eine Zitrone aufschneiden oder Erdbeeren pürieren und die Zähne damit abreiben. Wenn du das machst, sehen deine Zähne zunächst tatsächlich heller aus – die Säure aus den Früchten entfernt Verfärbungen auf den Zähnen. Die Fruchtsäure ist allerdings so aggressiv, dass sie auch den Zahnschmelz angreift und ihn stark schädigen kann. Um deinen Zahnschmelz zu schützen, solltest du also auf diese Bleaching-Methode verzichten.

Zähne mit Natron oder Backpulver aufhellen

Natron und Backpulver sind wahrscheinlich die beliebtesten Hausmittel, um Zähne zu bleichen. Das Pulver wird einfach auf die feuchte Zahnbürste aufgetragen und anschließend werden die Zähne damit geputzt. Da die Körnchen sich nicht auflösen, schmirgelst du deine Zähne mit dieser Methode ab und entfernst Ablagerungen von den Zähnen – diese wirken nach der Anwendung tatsächlich heller.

Indem du deine Zähne abschmirgelst, schädigst du jedoch gleichzeitig den Zahnschmelz. Er raut auf und wird zur idealen Oberfläche für Schmutz und Farbpartikel. So werden deine Zähne auf lange Sicht eher dunkler. Natron und Backpulver halten ihr Bleichversprechen nicht und schädigen deinen Zahnschmelz – zwei gute Gründe mit diesen Hausmitteln, deine Zähne nicht zu bleichen.

Hellere Zähne durch Ölziehen?

Kokosöl wird gerne zum Ölziehen benutzt
Kokosöl wird gerne zum Ölziehen benutzt
(Foto: CC0 / Pixabay / monicore)

Ein weiteres Hausmittel, das hellere Zähne verspricht, ist Ölziehen. Dafür bewegst du Pflanzenöl (ca. ein Esslöffel) für etwa 20 Minuten im Mund umher und spuckst es danach aus. Ursprünglich ist Ölziehen eine ayurvedische Reinigungsmethode, die den Körper entgiften soll – weißere Zähnen sollen ein angenehmer Nebeneffekt sein. Ob Ölziehen tatsächlich Zähne aufhellt, ist nicht belegt. Anders als die anderen Hausmittel zum Zähnebleichen schadet diese Methode deinen Zähnen aber auch nicht – einen Versuch ist es also wert.

Zähne bleichen mit Hausmitteln – lieber nicht!

Da die meisten Hausmittel zum Zähne bleichen deinen Zahnschmelz angreifen, raten wir dir davon ab. Der Zahnschmelz ist die Schutzschicht deiner Zähne, unter ihm liegt die gelbere Schicht Dentin. Wenn dein Zahnschmelz schwindet, werden deine Zähne nicht nur gelber, sondern auch empfindlicher. 

Wenn du dir wirklich gesunde, saubere Zähne wünschst, solltest du Zahnverfärbungen so gut es geht verhindern – dann brauchst du auch keine Aufheller, die deinem Zahnschmelz schaden.

So vermeidest du Zahnverfärbungen

Eine gute Zahnpflege ist die wichtigste Voraussetzung für gesunde Zähne
Eine gute Zahnpflege ist die wichtigste Voraussetzung für gesunde Zähne
(Foto: CC0 / Pixabay / Kjerstin_Michaela)
  • Die wichtigste Regel für gesunde, weiße Zähne ist regelmäßiges Zähneputzen – am besten dreimal täglich für jeweils drei Minuten. Zusätzlich solltest du deine Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder speziellen Bürstchen reinigen. Tausche deine Zahnbürste spätestens alle drei Monate aus, damit sich keine Bakterien in ihr ansammeln.
  • Kaffee und Tee enthalten besonders viele Farbstoffe, die sich gerne auf deinen Zähnen ablagern. Um Verfärbungen zu verhindern, solltest du diese Getränke meiden. Wenn du nicht auf sie verzichten möchtest, kannst du den Färbe-Effekt abmildern, indem du deinen Kaffee oder Tee mit Milch mischst. Milch bindet die Farbpartikel und verhindert so, dass diese sich auf deinen Zähnen ablagern.

  • Auch Rotwein enthält viele dunkle Farbpigmente, die sich auf deinen Zähnen absetzen. Du kannst deinen Mund zwar nach dem Wein mit Wasser ausspülen, aber die rote Farbe hält sich auf Zähnen oft genauso hartnäckig, wie Rotweinflecken auf Textilien.

  • Zucker ist schlecht für die Zähne – das weiß jedes Kind. Zucker greift den Zahnschmelz an, wodurch Schmutz und Farbstoffe leichter haften bleiben.

  • Deine Zähne werden sehr schnell gelb, wenn sie regelmäßig mit Zigarettenrauch in Berührung kommen. Rauchen schadet dir und der Umwelt und lässt deine Zähne ungepflegt aussehen – also weg mit den Kippen.

Auch wenn du all diese Dinge meidest und regelmäßig deine Zähne putzt, solltest du zweimal im Jahr zum Zahnarzt gehen. Er stellt fest, ob deine Zähne gesund sind und rät dir gegebenenfalls zu einer professionellen Zahnreinigung. Dabei werden Zahnbeläge sanft gelöst und die Zähne schonend gereinigt. Bei einer Zahnreinigung können Zähne außerdem versiegelt werden, sodass färbende Partikel nicht mehr so leicht haften bleiben.

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