Filmtipp: Garbage Island – ein Ozean voller Plastik

Filmtipp: Garbage Island
Screenshot: Garbage Island

Garbage Island zeigt den Alltag der Forscher auf hoher See und erklärt dabei auch die Hintergründe der Plastik-Verschmutzung. Wer ist überhaupt schuld an dem Müll?

„The world is plastic. It’s a plastic fantastic world. It’s our society, it’s our way of life, it’s our food delivery system.“

Plastik ist praktisch. Es ist günstig in der Herstellung, beständig, beliebig formbar und leicht. Und so ist ein Leben ohne Plastik für uns nicht mehr vorstellbar. Doch was passiert mit all dem Verpackungsmaterial, wenn die Inhalte längst verbraucht sind? Wo landet die Einkaufstüte, wenn wir sie nicht mehr brauchen?

Vielleicht hier: Inmitten des nordpazifischen Meeresstroms, zwischen Amerika und Asien. Denn dort erstreckt sich ein riesiger Teppich aus Plastikmüll. Ob Tüten, Flaschen, Kanister, Verpackungen, selbst altes Spielzeug: Weit weg von jeglicher Zivilisation, mitten im Meer, sind die Überbleibsel unserer Wegwerfgesellschaft plötzlich schmerzhaft präsent.

Garbage Island – eine „Insel“ aus Müll

Viel schlimmer als die großen, noch als solche erkennbaren Plastikteile, ist das so genannte Mikroplastik. Oft mit giftigen Chemikalien versetzte, winzige Kunststoffpartikel werden von Plankton oder anderen kleineren Meeresbewohnern mit der Nahrung aufgenommen, gelangen so in die Nahrungskette und auf diese Weise letztlich auch in unsere Körper.

In Garbage Island begibt sich Vice-Reporter Thomas Morton mit einem Kamerateam an Bord des Forschungsschiffes von Charles Moore, dem Entdecker des so genannten „Pazifischen Müllstrudels“. Drei Wochen lang begleitet Vice den Meeresforscher bei seiner Arbeit auf den Spuren der Millionen Tonnen Plastikmüll, die in unseren Ozeanen herum schwimmen. Und die sich wohl nie gänzlich auflösen werden.

Ein scheinbar unlösbares Problem

Die Dokumentation Garbage Island zeigt den Alltag der Forscher auf hoher See und erklärt dabei auch die Hintergründe der Verschmutzung. Wer ist überhaupt schuld an dem Müll? Die Konsumenten? Die Industrie? Und kann es eine Lösung für dieses scheinbar unlösbare Problem geben? Ein erschreckender Film, der die Augen öffnet. Und obwohl die Dokumentation bereits vor fast zehn Jahren entstand, hat das Thema bis heute (leider) nicht an Aktualität verloren.

„Garbage Island“ kannst du bei Mediasteak in voller Länge ansehen.

Filmtipp: Frieda von Mediasteak

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(2) Kommentare

  1. Leider ist der Film in Indonesien von mediasteak.com blockiert.
    Gibt es dafür einen Grund?
    Schließlich trägt Indonesien bedeutend zum Plastikmüll bei.

  2. Plastik ist nicht praktisch, praktisch sind alle anderen Alternativen. Es ist nicht günstig in der Herstellung, es ist ein Abfallprodukt aus der Petrochemie. Günstig sind alle anderen Alternativen.
    Und so ist ein Leben ohne Plastik für uns: Unsere Erfahrung: Leben ohne Plastik geht schrittweise, oft kleine Schritte. Leben ohne Plastik ist wirtschaftlicher, man spart Geld das man sinnvoller ausgeben kann, man lebt bewuster, mehr Lebensqualität. http://ambrosia.emporion.es

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