Verpackung sparen im Bio-Supermarkt

Frischetheke verpackungsfrei
Bild © Vollcorner

Lebensmittel direkt in selbst mitgebrachte Mehrweg-Behältnisse gepackt – das geht jetzt beim VollCorner-Biomarkt.

Seit Oktober 2016 können die Kunden des VollCorner-Biomarkts die Verpackung an der Frischetheke sparen. Wer seinen eigenen Behälter zum Einkauf mitbringt, kann ihn sich mit Wurst und Käse befüllen lassen. Verpackungsmüll – wie Wurstpapiere, Käsefolien oder Papiertüten – fällt dabei nicht an.

Was früher selbstverständlich war, ist heute gar nicht so einfach: die Mitarbeiter in den 15 Filialen in und um München müssen beim verpackungssparenden Einkauf an der Theke besondere Hygieneregeln beachten: „Mit dem Hygiene-Tablett haben wir eine praktikable Lösung gefunden.“, erklärt VollCorner Gründer und Geschäftsführer Willi Pfaff. Um eine Verbreitung von Keimen auszuschließen, müssen Kunden ihre bereits geöffneten Boxen auf ein spezielles Tablett stellen. So kann die Box von VollCorner Mitarbeitern befüllt werden ohne, dass sie mit den Händen berührt wird oder in Kontakt mit Theken-Arbeitsflächen kommt.

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Kunden, die ihre Boxen vergessen haben oder neue brauchen, bietet VollCorner geeignete Behälter zum Kauf an.

Um sich von offizieller Seite grünes Licht für die Einführung der verpackungssparenden Methode zu holen, stellte VollCorner im September 2016 einen Sonderantrag beim Münchner KVR. Die spezielle Anfrage stieß bei dem Amt von Anbeginn auf Wohlwollen. Kurz nachdem das gemeinsame Hygiene-Konzept erarbeitet und alle Mitarbeiter entsprechend geschult waren, erteilte der KVR die Erlaubnis zur Durchführung. Mit dem Hygiene-Tablett soll eine Kontaminierung der Theken-Arbeitsflächen ausgeschlossen sein. Etwaige Keime oder Bakterien von mitgebrachten Behältnissen können damit nicht auf Lebensmittel übergehen.

Pfaff schätzt, dass sich bislang ein bis zwei Prozent der Kunden auf die neue Methode einlassen: „Aber das ist sicherlich nur der Anfang. Wir rechnen damit, dass die Beteiligung in den nächsten Wochen steigen wird. Viele unserer Kunden berichten, dass es eine gewisse Zeit dauert, bis man sich daran gewöhnt, die Boxen zum Einkaufen mitzubringen.“

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