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(18) Kommentare

  1. Ich muss vorausschicken, dass ich nur Espresso trinke und meine Nespresso-Maschine ausschließlich im Büro nutze, weil das Kapsel-Prinzip den geringsten Aufwand insbesondere hinsichtlich der Reinigung erfordert. Allerdings bereitet mir der Ressourcenverbrauch, der für die Herstellung der Kapseln nötig ist, Kopfzerbrechen. Deshalb finde ich diese wiederbefüllbaren Kapseln für Nespresso-Maschinen eine tolle Idee.

    Habe mir gleich eine besorgt – natürlich die, die im Test am besten abschnitt und die mit Abstand die Teuerste war. Sie kam an, ich packte sie aus und fragte mich, wie kommt nun der Kaffee in die Kapsel (um einen Geschmacksvergleich zu haben, schnitt ich eine Nespresso-Kapsel auf, um einfach umzufüllen)? Zunächst fiel mir auf, dass die Edelstahl-Kapsel sehr leicht umfallen kann, denn sie steht auf einem kreisrunden Fuß von etwa 5 mm Durchmesser. Also eine standfestere Halterung besorgt (Schnapsglas). Die Öffnung der Kapsel ist für einen normalen Kaffeelöffel zu groß, da fällt die Hälfte des Kaffees daneben. Also mit einem Espressolöffel versucht und schließlich zusätzliche mit einer Tülle, die man sonst zum Tortenverzieren verwendet. Nun kommt der Kaffee verlustfrei in die Kapsel. ABER: Um annähernd den Geschmack eines Nespresso-Kaffees oder eines Espressos zu erhalten, muss der Kaffee (wie bei Espresso-Siebträgermaschinen üblich) fest in die Kapsel gepresst werden. Womit? Zufällig hatte ich ein Mundspray herumstehen, dessen runde Fläche in etwa dem Kapsel-Durchmesser entsprach. Klappte auch wunderbar – wenn man davon absieht, dass das Kaffeepulver, was am Mundspray hängen blieb, abgewischt werden musste bzw. sich auf dem Tisch verteilte. Allerdings muss nach dem Pressen wieder etwas Kaffee nachgefüllt und erneut angepresst werden – was unweigerlich dazu führt, dass weiteres Kaffeepulver auf dem Tisch landet. Hier sah es mittlerweile aus wie Sau – und vom zeitlichen Aufwand ganz zu schweigen. Und wenn ich mir vorstelle, dass ich vielleicht (möglichst gleichzeitig) mehrere Gäste mit Espresso/Cappucino bewirten möchte – kann man/frau vergessen. Dazu bräuchte es auf jeden Fall eine saubere und leicht handhabbare Befüllungsmaschinerie – was wiederum den Preis nicht unwesentlich in die Höhe treiben würde.

    Mein Fazit: 40 Euronen in den Kaffee gesetzt.

  2. Ergänzung:

    Zum Kaffee selbst: Die Kapsel passte einwandfrei in meine Nespresso-Maschine. Der Kaffee schmeckte (obwohl in der Kapsel stark angepresst) etwas dünner als ich es von den Nespresso-Kapseln her gewohnt bin – da könnte ich vielleicht von der Kaffeesorte her etwas korrigieren.

    Nach dem Gebrauch war es mit einfachem Ausklopfen und Ausspülen der Kapsel nicht getan: Da ich den Kaffee gut angepresst hatte, musste er entsprechend herausgekratzt werden – erst dann konnte ich die Kapsel durchspülen. Aber gut – das bin ich von meiner Siebträgermaschine, die ich zuhause nutze, gewohnt.

    Mein persönliches Fazit: Tolle Idee – aber um mal eben schnell einen Kaffee zuzubereiten (oder gar mehrere) nicht ausgereift genug (es sei denn, man/frau möchte das Kapselbefüllen im Freundes- oder Bekanntenkreis als besondere Zeremonie zelebrieren). Werde also weiterhin bei den Nespressokapseln (oder solchen von Alternativanbietern) bleiben.

    Meines Wissens hatte Nespresso in der Schweiz ein Rücknahmesystem für seine Kapseln etabliert, um diese zu recyceln. Ich weiß nicht, ob dieses System noch existiert, doch dass wäre ein guter Ansatz auch hier in Deutschland (hier verweist Nespresso scheinheilig auf den gelben Sack). Das Recyceln der Kapseln ist zwar nicht genauso ressourcenschonend wie das Wiederbefüllen, würde aber von den Nespresso-Nutzern sicherlich in größerem Maße angenommen als die Möglichkeit, Kapseln zu befüllen (und wäre damit, was die Quantität betrifft, letztendlich wohl doch ressourcenschonender).

  3. Oh gott, diese gute Idee und dann dieser Aufwand! Hatte auch alle diese Bedenken und bin zum „Oma-Kaffee“““(Filter) bzw herkömmliche Espresso-cafetiere zurücgekehrt

  4. Die Idee ist sicher super, aber wenn man wie wir nur am Wochenende Kaffee und/oder Espresso trinkt, verliert das schöne Kaffeepulver nach kurzer Zeit das Aroma. Man müsste frische Bohnen kaufen und diese selbst mahlen – also noch eine Kaffeemühle anschaffen. Das Prozedere ist so zu umständlich und zeitaufwendig. Unsere Original-Nespresso-Kapseln werden weiterhin in der gelben Tonne landen in der Hoffnung, dass sie so zumindest recycelt werden.

  5. „Das Prozedere ist so zu umständlich und zeitaufwendig.“

    Deshalb gibt es Vollautomaten, da füllst du nur ganze Kaffeebohnen ein, den Rest macht die Maschine.

    Rechne es für euren Verbrauch durch, wir trinken wenig und der Umstieg von Kaffeepads auf Vollautomat hat sich dennoch gelohnt, wegen den Preisen.

    Haben aber nur die kleinste Maschine für den sog. Solo bzw. Single Haushalt gekauft. Die Maschine spült den Kaffeesatz ins Körbchen, der kommt auf den (Garten) Kompost.

    Aus Platzgründen kann sich ein Vollautomat ebenfalls lohnen, man kriegt alles unter, Wasser, Bohnen und sogar Tassen (die angewärmt werden beim Aufheizen bzw. kurzen Vorbrühen). Verschleißteile der Maschine sind alle nachkaufbar, für die Reinigung und Entkalkung kann man günstige Großpackungen statt des teuren Hersteller Zubehörs nehmen.

    Günstiger + bequemer + nachhaltiger (es gibt sehr viel Auswahl bei den Kaffeebohnen auf dem Markt) als bei Nespresso wird es in jedem Falle.

    Der einzige m.E. relevante Unterschied ist der Wasserverbrauch beim Ausspülen der Maschine. Diesen Aufwand braucht es tatsächlich, um das Gerät hygienisch zu halten, weil mehr Laufwege des Wassers bzw. Kaffees.

    Irgendeinen Tod muss man als Konsument sterben, Bequemlichkeit ohne Technik im Hintergrund gibt´s höchstens beim Aufbrühen im Filterhalter oder den handgedrückten Espresso Maschinen.

  6. Hat jemand Erfahrung, ob die wiederbefüllbaren Kapseln auch in die Aldi „Expressi“ Maschinen passen oder ob es dafür Alternativen gibt?

    Damit wäre mir sehr geholfen, vielen Dank schonmal.

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