Hornbach verbannt Glyphosat und bienengefährdende Stoffe

Hornbach Lüneburg
Foto: Hornbach

Die Baumarktkette will ab sofort keine glyphosathaltigen Spritzmittel mehr verkaufen. Zudem sollen weitere für Bienen schädliche Produkte aus dem Sortiment verschwinden.

Bei Hornbach sind keine Pflanzenschutzmittel mit dem berüchtigten Herbizid Glyphosat mehr erhältlich. Alle hochkonzentrierten Pflanzenschutzmittel mit Glyphosat sind bereits im vergangenem Jahr aus dem Sortiment verschwunden. Eine Agentur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ ein.

Zusätzlich verzichtet Hornbach auf den Verkauf von Produkten mit Neonicotioniden, die im Verdacht stehen, Bienen zu gefährden. Auch die besonders bienengefährdenden Pflanzenschutzmittel (B1 in der Tabelle) gibt es schon seit 2015 bei Hornbach nicht mehr zu kaufen. Insektizide, die als B3 (siehe Tabelle) eingestuft sind, werden aber nach wie vor verkauft. Sie können den Bienen bei falscher Anwendung gefährlich werden.

Greenpeace Baumärkte
Welche Baumärkte Glyphosat und Insektizide aus ihren Regalen verbannen – und welche nicht. (Grafik: Greenpeace)

Wie der aktuelle Überblick von Greenpeace zeigt, nimmt Hornbach damit eine Vorreiterrolle unter den deutschen Baumärkten ein. „Wir haben die von Umweltschutzverbänden sowie privaten Initiativen angestoßene Diskussion um Glyphosat und Bienenschutz aufmerksam verfolgt und nach intensivem Austausch mit Wissenschaft und Forschung entschieden, unser Sortiment zum Start in die neue Gartensaison ohne Wenn und Aber umzustellen“, hieß es bei Hornbach. „Wir beginnen damit in Deutschland, die anderen Regionen folgen Schritt für Schritt.“

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