#MeToo: So protestieren Frauen weltweit gegen sexuelle Belästigung

Foto: Utopia

Zurzeit trendet in den sozialen Medien der Hashtag #MeToo. Der Hintergrund: Frauen weltweit teilen mit dem Hashtag ihre Erfahrungen mit sexueller Belästigung.

„Wenn alle Frauen, die schon einmal sexuell belästigt oder angegriffen wurden ‚Me too‘ als Status schreiben, könnten wir den Menschen ein Gefühl für das Ausmaß des Problems geben.“ – Mit diesen Worten startete Schauspielerin Alyssa Milano am Sonntag die Hashtag-Aktion.

Seitdem haben sich hunderttausende Frauen weltweit beteiligt. Auf Facebook, Twitter, Instagram und anderen sozialen Medien sagten sie ebenfalls #MeToo – „ich auch“. Manche Frauen posten dabei lediglich den Hashtag, andere beschreiben ihre konkreten Belästigungserfahrungen.

#MeToo zeigt, wie alltäglich Belästigung ist

Dass in so kurzer Zeit so viele Menschen bei der Hashtag-Aktion mitmachten vermittelt eine ungefähre Idee, wie weit verbreitet sexuelle Übergriffe sind. Eine Userin schreibt dazu folgendes auf Twitter:

Hintergrund des Hashtags #MeToo ist die Weinstein-Debatte. Mehrere Frauen werfen dem bekannten US-Filmproduzenten Belästigung bis hin zu Vergewaltigung vor. In den USA hat der Skandal eine öffentliche Diskussion über sexuelle Übergriffe auf Frauen ausgelöst. Die Debatte hat sich mit dem Hashtag auch in andere Teile der Welt verlagert.

Der Hashtag #MeToo macht Hoffnung

Die Aktion in den sozialen Medien wird sicher nicht das Problem sexueller Belästigung lösen. Es ist jedoch gut, dass das Thema durch den Hashtag sichtbarer wird und mehr Aufmerksamkeit erlangt. Aktionen wie diese zeigen eindrucksvoll, wie alltäglich sexuelle Übergriffe sind – und wie wenig sonst darüber gesprochen wird.

Der Hashtag hat damit eine öffentliche Diskussion zu dem Problem ausgelöst und verdeutlicht, dass sexuelle Gewalt ein gesamtgesellschaftliches Problem ist. Außerdem zeigt die Aktion betroffenen Frauen, dass sie mit ihren Erfahrungen nicht alleine sind.

Zwar ist #meToo „nur“ ein symbolischer Schritt, aber einer, der Hoffnung macht, dass dieses wichtige Thema in Zukunft endlich stärker öffentlich thematisiert wird.

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