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Studie: Wie Geschirrspüler der Darmgesundheit schaden

Foto: CC0 Public Domain / Pexels - cottonbro studio; Sora Shimazaki

Klarspüler sollen in dem Geschirrspüler Teller, Gläser und Besteck glänzen lassen. Allerdings geht von einem Inhaltsstoff eine Gefahr für die Darmgesundheit aus, zeigt eine neue Studie. Problematisch sind dabei professionelle Geschirrspülmaschinen.

Eine neue Studie der Universität Zürich zeigt, dass sich Klarspüler toxisch auf den Magen-Darm-Trakt auswirken können. Sie sind somit verantwortlich für verschiedene chronische Krankheiten, heißt es einer neuen Studie zufolge. Laut der im Journal of Allergy and Clinical Immunology erschienen Untersuchung ist vor allem ein potenziell giftiger Inhaltsstoff in Klarspülern kritisch. Problematisch für die Gesundheit wird dieser, wenn die Geschirrspülmaschine die Reste des Klarspülers nicht rückstandslos abwäscht. Laut den Wissenschaftler:innen sei dies vor allem bei professionellen Spülern der Fall.

Eingesetzt werden Klarspüler in Geschirrspülmaschinen, damit das Geschirr nach dem Spülvorgang glänzt. Laut der Studie geht es um Rückstände von Alkoholethoxylate – einem nichtionischen Tensid. Bleibt die Substanz auf dem Geschirr, nehmen die Menschen Rückstände beim nächsten Gebrauch des Geschirrs auf – das Tensid gelangt in den Magen-Darm-Trakt.

Folgen des Klarspülers auf die Darmgesundheit

Im Inneren des Darms wirkt sich laut den Forschenden die Substanz auf das Darmepithel aus – die Zellschicht, die den Darm auskleidet. Alkoholethoxylate beschädigen das Epithel oder sorgen für seine Entzündung – obgleich die Forschenden innerhalb der Studie die Subtanz um 1:10.000 verdünnten.

Die Zellschicht im Darm sorgt für eine starke Abwehr gegen Fremdkörper. Ist sie beschädigt, kann das der Studie zufolge zu verschiedenen Krankheiten führen: Nahrungsmittelallergien, Gastritis, Diabetes, Fettleibigkeit, Leberzirrhose, Depressionen und Alzheimer.

Laut Studie sind vor allem professionelle Geschirrspülmaschinen, wie sie im gewerblichen Betrieb eingesetzt werden, ein Problem. Die speziellen Maschinen laufen meistens bis zu maximal zwei Minuten mit hohen Temperaturen und unter hohem Druck. Dabei wird nur eine geringe Wassermenge verbraucht; außerdem gibt es keinen extra Spülvorgang, der Klarspüler – beziehungsweise die Alkoholethoxylate – vom Geschirr wäscht.

Untersuchung auf die Darmgesundheit ohne Tierversuche

Die Daten der Studie stammen aus Modellen mit menschlichen Darmorganoiden. Dabei handelt es sich um einen im Labor gezüchteten Mini-Darm, der Tierversuche ersetzt. Laut den Forschenden fehlen in-vivo-Daten, um den Mechanismus am lebenden Menschen zu untersuchen.

Um die Gesundheitsgefahr einzudämmen, fordern die Wissenschaftler:innen die exakten Folgen von Alkoholethoxylaten zu erforschen und nach „sicheren Alternativen“ zu suchen.

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