Antihaft-Bratpfannen im Öko-Test: ‚Sehr gut‘ schon für 20 Euro 🍳

Foto: B. Tuck/Unsplash

Gerade zu Weihnachten kann eine neue Bratpfanne ein praktisches und nachhaltiges Geschenk sein, an dem er oder sie lange Freude hat. Aber muss es die teure Bratpfanne einer renommierten Marke sein?

Öko-Test sagt: Nein – eine Pfanne für 20 Euro kann so gut sein wie eine für 140 Euro! Einige Edel-Marken enttäuschen sogar.

Bratpfannen gibt es in verschiedenen Größen, Farben und Formen, mit ein bis zwei Griffen, mit Schüttrand für Soßen, flach für Crêpes, mit hohem Rand für Schmorgerichte. Am gängigsten sind heute Aluminium- oder Edelstahlpfannen, etwa 90 % davon sind beschichtet, entweder mit Polytetrafluorethylen (PTFE, im Volksmund „Teflon“) oder mit Keramik. Keramikpfannen sind sehr hitzestabil und etwas kratzfester als PTFE-Pfannen, allerdings gilt die Keramikbeschichtung in Sachen Antihaft-Effekt als weniger beständig als die aus PTFE.

Das Verbrauchermagazin Öko-Test wollte wissen, wie alltagstauglich und stabil beschichtete Bratpfannen sind. Neben Schadstoffuntersuchungen wurden umfangreiche Praxistests durchgeführt.

Öko-Test Antihaft-Bratpfannen – Die Ergebnisse

Öko-Test untersuchte 5 Edelstahl-Pfannen und 11 Aluminium-Pfannen, sowohl solche mit Kunststoff-/PTFE- als auch solche mit Keramikbeschichtung. Alle hatten 28 cm Durchmesser, eine gängige Pfannengröße, in den meisten Haushalten einfach „die große Pfanne“ genannt.

  • Ergebnis: Es gab im Testfeld zwar 6 „sehr gute“ und „gute“ Produkte, aber auch einige „mangelhafte“, dabei teils teure Modelle von renommierten Marken.
  • Antihaft-Beschichtung: Sie ist offenbar das geringste Problem, die meisten Bratpfannen schnitten hier gut ab. Dennoch lassen bei vielen Pfannen die Antihaft-Eigenschaften im Lauf der Zeit nach, so Öko-Test.
  • ƒStabilität: Viele Pfannen waren den Testern nicht robust und solide genug. Nur die Tchibo Edelstahl-Pfanne und die WMF Profi Resist erhielten von Öko-Test die Note „gut“ im Bereich „Mechanische Beständigkeit“.
  • Temperaturverteilung: Wichtig ist, dass die Pfannengröße der Herdplattengröße entspricht. Doch auch die Pfannen selbst verteilen die Wärme nicht immer optimal.
  • Handhabung: Hier war Öko-Test zufrieden, die meisten Bratpfannen liegen dank ergonomisch geformtem Griff und einer Greifbegrenzung am Stiel gut in der Hand.
  • Inhaltsstoffe: Öko-Test fand erfreulicherweise keine bedenklichen Inhaltsstoffe in den Griffen der getesteten Bratpfannen.

Die Testsieger unter den Antihaft-Pfannen

Brapfanne Gesamtnote Antihaft-Fähigkeit Thermische Messungen Preis (ca.) Anbieter**
Fissler Protect Steelux Premium Sehr gut Sehr gut Sehr gut 100 Euro Amazon, Galeria Kaufhof
K-Classic Vavieno Aluguss-Pfanne Sehr gut Sehr gut Gut 18 Euro Kaufland (nicht online)
Tchibo Edelstahl-Pfanne Sehr gut Sehr gut Gut 40 Euro Tchibo
Ballarini Bologna Granitium Gut Sehr gut Gut 40 Euro Galeria Kaufhof, Amazon
Berndes Balance Induction Gut Sehr gut Gut 45 Euro Galeria Kaufhof, Berndes oder Amazon
Steinbach Marovo Pfanne Gut Sehr gut Sehr gut 22 Euro Real

Drei Bratpfannen, darunter zwei preisgünstige, bestanden die verschiedenen Prüfungen mit „sehr gut“:

  • Die Fissler Protect Steelux Premium aus Edelstahl mit PFTE-Beschichtung
  • Die K-Classic Vavieno Aluguss-Pfanne aus mit PTFE-Beschichtung
  • Die Tchibo Edelstahl-Pfanne mit PTFE-Beschichtung

Drei weitere Pfannen erreichten ein „gut“:

  • Die Ballarini Bologna Granitium aus Aluminium mit Keramikbeschichtung
  • Die Berndes Balance Induction aus geschmiedetem Aluminium mit PFTE-Beschichtung
  • Die Steinbach Marovo Pfanne aus Aluminium mit Keramikbeschichtung

Überraschend „mangelhaft“ schnitten ab: Die Le Creuset Antihaft-Pfanne, die Tefal Ceramic Control White Crispy Result und die WMF Profi Resist. Alle Details und Testergebnisse findest du in Öko-Test 12/2016.

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(3) Kommentare

  1. PTFE-Pfannen soll man/Frau nie zu stark erhitzen. Laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin lösen sich ab einer Temperatur von 200°C Kunststoffpartikel, es können sogar gesundheitsschädliche Dämpfe entstehen.

  2. Ich zitiere aus dem Utopia-Artikel „Pfannen kaufen – wie findet man die richtige?“:
    „Antihaft-beschichtete Aluminium-Pfannen sind am aufwendigsten zu produzieren: Erstens wird Aluminium mit hohem energetischen Aufwand und viel Umweltverschmutzung gewonnen (siehe Wie schädlich ist Alu?). Zweitens ist es für den Hersteller die Beschichtung aufzutragen ebenfalls schwer, teuer und aufwändig. Zugleich haben diese beliebten Pfannen die geringste Lebenszeit und dürfen daher als am wenigsten nachhaltig gelten.“
    In diesem Utopia-Artikel, bzw. in dieser kommentarlosen Wiedergabe eines Testberichtes befindet sich unter den drei Testsiegern („sehr gut“) eine Alupfanne, die Pfannen mit der Wertung „gut“ sind alle aus Alu.
    Ich bin erstaunt.

  3. Ich bin leider auch enttäuscht von diesem Artikel. Angela und Franz haben die wichtigsten Punkte schon genannt.

    Alternativen werden überhaupt nicht genannt. Unkommentiert übernommen trifft es richtig. Die Qualität sind wir leider schon aus unseren Mainstream Medien gewöhnt…

    Dafür finde ich in dem Artikel 7 Affiliate Links, also Verweise auf Shops bei denen Utopia bei jedem Kauf eine Provision erhält.

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