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So lebt es sich als Masthuhn

Bild: Youtube / AnimalEuality

Die Videoreihe iAnimal bringt uns mit 360-Grad-Videos das Leben als Masthuhn nah – indem es den Zuschauer selbst in die Rolle des Tieres versetzt.

Mit 42 Jahren ist man natürlich nicht mehr wirklich jung, aber eben auch nicht alt. 40 ist das neue 30 und so. Man hat mit 42 also noch ein ganzes Leben vor sich. Das Leben von Masthühnern ist mit 42 bereits vorbei – 42 Tagen, nicht Jahren. Ziemlich genau sechs Wochen zwischen Schlüpfen und Schlachten.

Und es sind keine schönen sechs Wochen, wie das Video „42 Tage“ der Tierrechtsorganisation AnimalEquality zeigt. Der Schauspieler Christoph Maria Herbst, der nach eigenen Angaben vegan lebt, führt darin durch das Leben als Masthuhn.

Nach zwei, drei Wochen kann sich das Huhn kaum noch bewegen

Den seltenen Einblick ermöglicht eine 360-Grad-Kamera, die im Stall und der Schlachterei aufgestellt wurde. Der Zuschauer befindet sich also buchstäblich in der Position des Huhnes. Man kann sich stets umsehen, seine beste Wirkung entfaltet das Video aber nur für den, der es sich mit einer Virtual-Reality-Brille ansieht.

Der Anfang ist noch recht beschaulich, im Stall sieht es nach viel Platz für die vielen Küken aus. Das ändert sich aber schnell, denn die Hühner wurden nur zu einem Zweck gezüchtet: schnell viel Gewicht zulegen. Nach zwei, drei Wochen kann sich das Huhn kaum noch bewegen, bald steht Tier an Tier.

Hinzu kommen unbehandelte Wunden, schlechte Luft und liegen gebliebene Kadaver – und der Tod. Zur Schlachtung werden die Hühner lebendig Kopf über an einem Fließband aufgehängt, durch ein elektrisiertes Wasserbad gezogen und mit einem Schnitt an der Kehle ausgeblutet.

Das Video stammt aus der Reihe iAnimal, mit der AnimalEquality bereits letztes Jahr für Schlagzeilen sorgte und sogar den Webvideopreis 2016 in der Kategorie 360° bekommen hat. Damals hatte der Musiker Thomas D gezeigt, wie es ist, wenn man selbst das Schwein ist.

Die Clips zeichnen sich natürlich zum einen durch ihre Machart aus. Hier zeigt Virtual Reality, was mit der neuen Technik möglich ist: vor allem eine nie gekannte Immersion und ein neuer Blick auf Altbekanntes. Zum anderen ist es fast trocken präsentiert.

So zynisch es klingt: Die gezeigten Zustände sind noch in Ordnung, man hat aus Mastbetrieben schon deutlich Schlimmeres gesehen. Doch selbst diese „normalen“ Zustände sind eigentlich unhaltbar. Das Video macht das einmal mehr deutlich, sachlich, klar und nüchtern.

zuerst erschienen bei enorm, Text: Vincent Halang.

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(1) Kommentar

  1. Es macht mich traurig, was die Tiere da erleben müssen. Kann nicht verstehen wie Menschen so grausam sein können. Hoffe es animiert Menschen dazu, weniger Fleisch zu essen.