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Weihnachtsverpackung auf japanisch – aus Sachsen-Anhalt

Foto © Jana Richter/Richter Manufaktur Förderung

Geschenke schön verpackt unter dem Weihnachtsbaum – aber gleich nach der Bescherung liegt ein Berg voll Geschenkpapier bereit für die Papiertonne. Warum es nicht den Japanern nachmachen und Geschenke in wiederverwendbaren Tüchern umhüllen?

Weihnachten rückt immer näher. Geschenke müssen gefunden, gekauft und verpackt werden. Nach dem Weihnachtsstress dann endlich die Bescherung. Das Papier wird aufgerissen, fliegt durch die Luft – und ein Müllberg von Weihnachtspapier mit süßen Weihnachtsmännern, Rentieren und Weihnachtsengeln lacht einen an. Das ist natürlich kein Gedanke, den man beim besinnlichen Beisammensein haben will.

Jana Richter und ihr Mann haben deswegen einen besseren Vorschlag: warum nicht einfach die Weihnachtsgeschenke in Tücher aus Damast-Stoff einwickeln? Eine nachhaltige Verpackung, mit den man auch unförmige Geschenke wieder und wieder umwickeln kann. Zusammengehalten wird das Päckchen dann anstatt mit Tesafilm mit einer Knotentechnik aus Japan. Geschenke werden dort schon seit hunderten Jahren mit der Furoshiko-Technik eingewickelt.

Nach der Bescherung die Tücher dann einfach waschen, bügeln und für das nächste Weihnachtsfest bereitlegen. Natürlich können Sie zwischendurch auch für Geburtstagsgeschenke und andere Festivitäten verwendet werden. Die Tücher gibt es direkt in der Manufaktur, können aber auch über den Onlineshop oder über Facebook bestellt werden.

Mehr als Geschenktücher aus Sachsen-Anhalt

Produziert wird die nachhaltige Verpackung in Giersleben. Ein umgebautes Nebengebäude auf einem alten Rittergut ist seit 2014 die Manufaktur mit Schneiderei und Wäscherei. Dort entsteht die Geschenkverpackung aus privat aussortieren Damast-Stoffen. Aber auch viele weitere Stoffkreationen: Fünf qualifizierte Schneiderinnen arbeiten mit echter Handarbeit an individuellen Einzelstücken wie Hosen, Wickelkleider und -röcken sowie Schürzen. Und die Kleidungsstücke sind sogar so verstellbar, dass sie einem für Jahre erhalten bleiben.

Für noch kleineren ökologischen Fußabdruck der Manufaktur sorgen das Blockheizkraftwerk sowie die Solaranlagen auf den Dächern. Diese sind allerdings von Richters anderem Projekt: einem Altenpflegeheim. Nun wird das gesamte Gelände zu einem Treffpunkt für das ganze Dorf: Beim „Türöffner-Tag“ können Kinder beispielsweise hinter die Kulissen von Pflegeheim und Manufaktur blicken. Denn Ziel der Gründer ist nicht der wirtschaftliche Erfolg, sondern der strukturelle, kulturelle und soziale Erhalt des Landlebens in dem von Landflucht geprägten Sachsen-Anhalt“.

GASTBEITRAG aus enorm
Text: Vanessa Giersdorf

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